Luca Toni

"Das Wort Macho gefällt mir gar nicht"

Brusthaar und Shopping-Tricks, Hochzeitspläne und ein Souvenir vom Vater: Luca Toni, der schönste Mann der Bundesliga, im großen Gala-Interview

Er weiß, wie man sein Gegenüber um den Finger wickelt:

Zwar erscheint Luca Toni fast eine Stunde zu spät - doch bei diesem Lausbuben-Lächeln und der herzlichen Umarmung kann niemand böse sein. Der italienische Stürmer-Star des "FC Bayern München" ist eine Frohnatur. Ein Verführer. Außerdem sehr stilbewusst. Für Gala präsentiert er sich beim exklusiven Shooting in München in edler Streetwear. In der Verlängerung erzählt er dann mehr über seinen Lifestyle - und über seine große Liebe Marta.

David Beckham

Mr. Fußball

November 2015  Das amerikanische "People"-Magazin kürt David Beckham zum Sexiest Man Alive 2015. Auf seinem Instagramprofil bedankt sich der Brite brav und gesteht: "Die Kinder werden darüber lachen, denn sie sehen, wie Daddy morgens aussieht".
14. November 2015  David Beckham steht für das "Unicef Charity Match" in seiner alten Heimat, dem Old Trafford in Manchester, auf dem Fußballrasen. Begleitet wird er von seinen Kindern Cruz, Harper und Romeo.
14. November 2015   Gegen Ende des Spiels wird der Kicker mit der Nummer 7 ausgewechselt. Für ihn kommt mit der Nummer 7 sein Ältester, Brooklyn.
4. November 2015: David Becham startet zu seiner "7 Spiele auf 7 Kontinenten"-Tour. Für die BBC macht der Ex-Fußballer (mit der Rückennummer 7) eine Reise von Papua-Neuguinea über Nepal und Buenos Aires nach Miami, Dschibuti und die Antarktis. Als Botschafter des Fußballs möchte er den Menschen seine Leidenschaft näher bringen. An seinem ersten Tag bastelt Beckham Fußbälle aus Bananenbaumblättern.

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Sind Sie eitel?

Überhaupt nicht.

Wie lange brauchen Sie morgens im Bad?

Ich bin sehr schnell.

Rasieren Sie sich die Brust?

Nein, so ein Blödsinn! Das habe ich noch nie gemacht.

Manche Ihrer Kollegen scheinen Ganzkörper-Waxing zu machen. Nichts für Sie?

Meine Freundin würde das höchst merkwürdig finden.

In welchen Situationen sind Sie ein Macho und in welchen ein Gentleman?

Das Wort Macho gefällt mir gar nicht. Ich bin immer Gentleman, aber ich denke, du musst in gewissen Situationen einfach Mann sein, damit dein Gegenüber dich respektiert. Du darfst dir nicht von allen auf der Nase herumtanzen lassen, du musst zu deiner Meinung und zu deinen Entscheidungen stehen, auch wenn es mal unangenehm wird.

Sie sind also immer Gentleman? Auch auf dem Platz?

Da bin ich Fußballer. Ein Stürmer, der Tore schießen muss. So viele wie möglich, damit wir gewinnen. Gentleman-Manieren sind da nicht das Kriterium, aber natürlich Fair Play.

Auf einer Skala von Null bis Zehn - als wie sexy würden Sie sich einstufen?

Oh, es wäre doch jetzt uncharmant, wenn ich mich selbst ganz oben einordnen würde, oder? Das müsste meine Verlobte tun.

Die ist ja leider gerade nicht hier. Was schätzen Sie denn, wo sie Sie einordnen würde?

Sie ist mit mir zusammen, also liege ich sicher über Fünf. Hoffe ich doch.

Seit zwölf Jahren sind Sie mit Marta Cecchetto verlobt. In welchem Moment wussten Sie, dass sie die Frau Ihres Lebens ist?

Gleich bei unserer ersten Begegnung. Das war in einer Disco in Florenz. Sie hatte mir aus Versehen eine Tür an den Kopf geknallt. Ich war im ersten Moment furchtbar sauer, aber als ich sie dann richtig ansah, hat der Blitz eingeschlagen. (lacht) Also, erst die Tür, dann der Blitz. So hatte ich einen guten Anlass, um mit ihr zu reden.

Warum haben Sie noch nicht geheiratet?

Kein Sorge, das kommt. Wir wollen heiraten, aber es gibt noch kein konkretes Datum. Die Frage bekomme ich in Deutschland andauernd gestellt. Und ich dachte immer, die Italiener seien altmodisch.


Der Sportler und das Model: Luca Toni, 32, mit seiner Verlobten Marta Cecchetto, 31

Der Sportler und das Model: Luca Toni, 32, mit seiner Verlobten Marta Cecchetto, 31

Sie gelten als sehr stilbewusst, Ihr Kleiderschrank quillt doch sicher über vor schicken Klamotten.

Da liegen Sie falsch. Ich habe eher wenige, aber dafür hochwertige Sachen.

Wenn Ihnen ein Kleidungsstück so richtig gut gefällt - kann der Preis Sie davon abhalten, es zu kaufen?

Eher nicht. Es sei denn, er sprengt im großen Maß das Budget, das ich mir für den Tag eingeräumt habe.

Gibt es ein Körperteil, mit dem Sie bei sich unzufrieden sind?

Ja, mit meiner Nase. Die ist mir zu groß.

Was ist das schönste Kompliment, das Sie jemals bekommen haben?

Das kam von einem sehr guten Freund, den ich seit meiner Kindheit kenne. Er sagte, dass ich im Herzen immer noch der gleiche Luca bin wie vor 20 Jahren, als wir uns kennengelernt haben – also lange bevor ich als Fußballer erste Erfolge hatte. Darüber habe ich mich sehr gefreut,weil man selbst ja gar nicht mitbekommt,wie man sich verändert. Und machen wir uns nichts vor: Die Gefahr, die Bodenhaftung zu verlieren, ist ja generell groß. Aber da ich sehr hart kämpfen musste und mir nichts in den Schoß gefallen ist, war das bei mir nicht so.

Sie haben tatsächlich erst spät den Durchbruch geschafft und zuvor lange in Italien bei den Schlusslichtern der Tabelle gespielt. Woher haben Sie damals die Kraft genommen durchzuhalten?

Meine Familie und meine Freunde haben immer zu mir gehalten. Bei allen Niederlagen und Triumphen: Ihr Urteil ist mir wichtig, nichts anderes.

Werden wir Sie in der nächsten Saison weiter in der Fußballbundesliga sehen?

Ja, klar. Ich bleibe beim "FC Bayern München". Das steht fest.

Was hat den Ausschlag für diese Entscheidung gegeben?

Ich bin hier einfach sehr zufrieden und fühle mich wohl. Sowohl beim "FC Bayern" als auch in München. Italien ist nur einen Katzensprung entfernt, meine Freunde sind in der Nähe, und ich finde die Stadt wunderschön. Alles ist sauber, man fühlt sich überall sicher. Das ist in Italien nicht unbedingt so.

Sie sind Katholik. Was war die höchste Zahl an Rosenkränzen, die Sie nach einer Beichte beten mussten?

Das fällt doch unters Beichtgeheimnis! Wenn ich etwas beichte, ist es nur für den Pfarrer und mich bestimmt.

Das heißt aber, Sie gehen tatsächlich zur Beichte?

Belassen wir es dabei: Als Kind musste ich schon einige Rosenkränze beten - und jetzt ab und zu auch noch.

Waren Sie ein artiges Kind?

(lacht) Im Großen und Ganzen ja.

Also nicht.

Ich war ein netter Junge. Aber ich konnte nie ruhig auf meinem Stuhl sitzen. Und ich hatte das große Pech, dass mir immer etwas kaputtgegangen ist.

Gibt es einen Gegenstand, der Sie schon immer begleitet?

Kennen Sie diese Automaten, bei denen man mit einem Greifarm ein Plüschtier oder so was packen muss? Als ich klein war, hat mein Vater für mich mal eine Uhr herausgefischt. Die trage ich zwar heute nicht mehr, aber ich habe sie als Glücksbringer immer noch.


Hauke Herffs

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