Louisa - Gemany's Next Topmodel

"Heidi ist eine tolle Frau"

Bei GNTM war letzte Woche leider Schluss für Louisa. Im Gala-Interview plaudert das Model aus dem Nähkästchen

Louisa, was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie an die vergangenen sechs Monate denken?
Das alles war sehr aufregend und sehr spannend. Ich habe ungeheuer viel erlebt in eigentlich sehr kurzer Zeit. Und ich durfte etwas machen, von dem ich immer dachte, dass ich es erst in ein paar Jahren tun kann: Ich wollte nämlich immer schon mal nach Amerika reisen! Und das hat nun früher geklappt als erwartet.

Nun waren diese Monate gefühlsmäßiges ja ein ziemliches Auf und Ab für Euch Kandidatinnen. Was überwiegt in der Erinnerung: Die guten oder die schlechten Zeiten?
Auf jeden Fall die Guten! Ich habe so viele liebe, neue Freundinnen gefunden. Und dann die ganzen tollen Shootings, die wir machen durften! Was ich bei den Castings alles gelernt habe ist auch enorm. Eigentlich fallen mir gar keine schlechten Erinnerungen ein. Klar war es manchmal anstrengend und stressig, aber das gehört dazu.

Louisa im Werbespot für "Müller".

Louisa im Werbespot für "Müller".

Welche der anderen Mädels sind Ihre Freundinnen geworden?
Besonders gut habe ich mich mit Leyla, Viktoria und Wioleta verstanden. Das waren diejenigen, mit denen ich eigentlich immer zusammen war. Leider sind alle drei vor mir gegangen. Später hatte ich mit Hanna und Nele am meisten zu tun. Das sind die Mädels, die ich am stärksten ins Herz geschlossen habe. Wir schreiben uns auch jetzt immer noch sehr oft, viele SMS, manchmal Emails. Und wir freuen uns alle wahnsinnig, uns beim Finale wieder zu sehen.

Was war Ihr größtes Erlebnis, Ihre wichtigste Erinnerung?
(Denkt nach.) Die Jobs, die ich bek"mmen habe! Den Laufstegjob, das Jeans-Shooting und dann natürlich der Werbespot für "Müller". Das war natürlich das Größte: Ein ganzer Werbespot! Der und das Shooting waren auf jeden Fall meine persönlichen Highlights. Auch weil man die Ergebnisse, also den Spot und die Fotos der Kampagne, jetzt im Nachhinein immer noch sehen kann.

Und welche Erinnerung bleibt so privat, aus der Zeit mit Heidi Klum und den anderen Mädels?
Ganz klar: Die ganzen Wochen in LA. Da haben wir viele Ausflüge unternommen, waren zum Beispiel in unserer Freizeit ganz privat in den Universal Studios. Auch die unterschiedlichen Locations, an denen wir gearbeitet haben, werden mir immer im Gedächtnis bleiben. Wenn ich daran denke: Da habe ich einmal in der Wüste geshootet und dann bei "Müller" plötzlich in einer Berglandschaft, wo ich mir vorkam, als wäre ich in der Schweiz. Schon Wahnsinn.

Wie haben Sie Heidi Klum erlebt? Was sind Ihre prägendsten Erinnerungen an sie?
Heidi ist sehr professionell und immer gut gelaunt. Genau so, wie ich sie mir vor der Sendung auch vorgestellt habe. Eine tolle Frau einfach!

Haben Sie jetzt noch Kontakt zu Ihr?
Momentan nicht. Aber seitdem für mich Schluss war, ist ja auch noch nicht so viel Zeit vergangen. Und zum Finale sehen wir uns sowieso alle wieder.

Gibt es etwas, dass Sie sich von Heidi abschauen möchten für Ihre eigene Zukunft als Model?
Ich bewundere, dass Heidi Job und Familie so gut unter einen Hut bekommt.

Sie sind natürlich noch sehr jung, aber ist Familie irgendwo im Hinterkopf schon Thema für Sie?
Nein, momentan noch nicht.

Hatten Sie während der ganzen Zeit irgendwann auch einmal Heimweh?
Nicht wirklich. Es gab mal ein paar Tage, an denen wir frei hatten, da dachte ich mir schon: "Ok, genau jetzt wäre ich sehr gern bei meinem Freund oder bei meiner Familie." Aber sonst hatten wir ja so viel zu tun den ganzen Tag. Wir hatten immer von morgens bis abends Programm. Da war man natürlich total abgelenkt und hatte keine Zeit für Heimweh.

Germany's Next Topmodel

Heidi Klum und ihre Mädchen

Staffel 11  Kaum sind die Castings in Deutschland vorbei, da wird schon wieder geshootet, was das Zeug hält. Hinter der Kamera gibt Heidi Klum ihren in neonpink gekleideten Models Tipps. Der Spaß kommt dabei natürlich nicht zu kurz.
Ganz der Profi: Mit einem prüfenden Blick checkt Heidi Klum die Foto-Resultate ihrer Mädchen. So richtig warm scheint es in Los Angeles jedoch nicht zu sein. Das Topmodel muss sich mit einem flauschigen Mantel warmhalten.
Doch nicht nur hinter der Kamera hält sich Heidi auf. Sie erklärt auch direkt am Shooting-Set, wie man am allerbesten posiert. Sie weiß es ja schließlich.
Das offizielle Jury-Foto ist da: Gemeinsam mit Thomas Hayo und Designer Michael Michalsky sucht Heidi Klum "Germany's Next Topmodel" 2016.

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Hatten Sie denn schon Gelegenheit, Ihren Freunden und Ihrer Familie von Ihren Erlebnissen zu erzählen und Fotos zu zeigen?
Ja, das habe ich schon gemacht. Dabei waren die zum Teil aufgeregter als ich selbst.

Und wie reagieren sie auf Ihren Erfolg?
Durchweg positiv. Neid habe ich noch keinen erlebt. Bis jetzt sind alle meine Freunde begeistert und sagen: "Toll, dass du das gemacht hast". Die freuen sich wirklich alle für mich.

Und Ihr Freund? Platzt der vor Stolz auf seine Freundin, das Model?
Ja, doch. (Grinst, selbst ein bisschen stolz.) Der freut sich total. Er hätte nie gedacht, dass ich es soweit schaffe. Damals, als ich zum Casting gegangen bin, hat er nur so gesagt: "Ja, ja, mach mal." Und dann war ich immer länger weg und immer länger.

Wie war das eigentlich, nach Hause zu kommen? Kommen Sie da jetzt einfach so in Ihr altes Leben zurück oder ist alles irgendwie anders?
Ich bin froh, dass was meine Familie und meine Freunde angeht, alles beim Alten geblieben ist. Zwischen uns hat sich nichts verändert und darüber bin ich sehr glücklich. Aber mein Alltag ist natürlich schon anders. Und wenn ich jetzt unterwegs bin, werde ich dauernd erkannt und angesprochen. Insofern hat sich mein Leben schon verändert.

Wie fühlt es sich an, angesprochen zu werden?
Es ist komisch. Normalerweise, also früher, da bin ich durch Hannover gegangen und keiner kannte mich. (Lacht.) Und jetzt interessiert sich plötzlich jeder für mich. Ich versuche immer zu erklären: "Hallo, ich bin immer noch wie vorher!" Meistens ist es aber ganz süß, wenn ich angesprochen werde. Oft sind es kleine Mädchen, die zu mir kommen, und die sind immer sehr niedlich.

Wie geht es jetzt beruflich für Sie weiter?
Also es gibt da schon ein paar Anfänge, ein paar Ideen, was ich im Model-Bereich weiter machen könnte. Aber erst einmal konzentrieren wir uns alle auf das Finale. Danach sehen wir dann weiter, was ich konkret machen werde.

Ihren alten Job werden Sie also erst einmal nicht wieder aufnehmen?
Ich war Veranstaltungskauffrau bei einer Eventagentur. Als solche mache ich nun erst einmal eine Pause. Wenn ich diesen Job irgendwann wieder aufgreifen möchte, kann ich das tun, aber fürs Erste möchte ich mich jetzt ganz auf das Modeln konzentrieren.

Sie hatten ja auch einen Job als Tänzerin. Machen Sie das noch weiter?
Im Moment nicht. Ich habe auch schon in der Zeit vor GNTM weniger getanzt. Und das wird jetzt in der nächsten Zeit auch nicht mehr werden. Klar, so für mich, ganz privat, tanze ich schon auch jetzt ab und zu. Vielleicht schaffe ich es auch weiter zum Training zu gehen, damit ich nicht all zu sehr aus der Übung komme. Aber mehr geht da wohl erst einmal nicht.

Modeln ist und bleibt also Ihr Traumjob. Auch jetzt, wo Sie den Beruf kennen gelernt und erlebt haben, dass er auch seine unschönen Seiten hat?
Ja, auf jeden Fall. Ich weiß, dass dieser Beruf anstrengend ist und dass man sicherlich auch ganz viel Freizeit opfern muss. Das ist glaube ich der größte Nachteil dieses Berufes. Aber wenn man eine Familie und Freunde hat, die einen unterstützen, schafft man das. Es ist mein Traumjob: Man reist total viel, entdeckt neue Dinge, lernt neue Leute kennen – das ist genau das, was ich machen möchte.

Wären Sie dafür denn vielleicht auch bereit umzuziehen?
Momentan ist es noch möglich, alle Jobs und Aufträge von Hannover aus wahrzunehmen. Aber wenn es mich später irgendwo hinziehen sollte, wo ich die Chance habe, erfolgreicher zu sein, dann würde ich auch dorthin gehen. Nervt Sie eigentlich der ewige Vergleich mit Claudia Schiffer?
Nein, das nervt nicht. Es stimmt schon, dass ich immer wieder darauf angesprochen werde. Aber das ist ein Kompliment für mich. Damit kann ich gut leben!

Haben Sie die Folge gesehen, in der Sie gehen mussten?
Ja, ich habe sie mir angeschaut. (Lacht.) Aber ich kann das nicht sehen, wenn ich vor der Kamera weine. Mittlerweile habe ich mich zwar daran gewöhnt, mich selbst im Fernsehen zu sehen. Das war am Anfang ja auch ganz komisch. Aber die letzte Folge war schon noch einmal besonders komisch für mich zu sehen.

Erzählen Sie doch mal von Ihrem Dreh für dem "Müller Milch"-Werbespot, bitte.
Das war ein toller, aufregender Tag. Und er hat sehr früh angefangen. So ein Werbespot ist natürlich etwas anderes als ein Shooting, bei dem man ein paar Bilder macht und dann sitzt das. Beim Dreh muss man ja auf alles achten! Trotzdem war es ein total lustiger Tag, das Team war super nett und wir hatten alle richtig Spaß.

Sind Sie als Kandidatinnen besonders aufgeregt, wenn Heidi dabei ist?
Ja, dann ist man schon ein bisschen aufgeregter. Das gilt allerdings für jedes Jury-Mitglied. Sobald jemand dabei ist, ist es aufregend.

Ist der "Müller"-Joghurt ein Produkt, hinter dem Sie stehen?
Total. Ich habe immer schon gern und viel Joghurt gegessen und habe mir genau diesen jetzt auch mal gekauft.

Achten Sie besonders auf Ihre Ernährung?
Ich mache mir schon Gedanken, über das, was ich esse. Aber ich bin nicht so furchtbar penibel. Ich esse auch mal Schokolade. (Lacht.)

Gab es kulinarisch gesehen etwas, auf das Sie sich bei Ihrer Rückkehr nach Deutschland besonders gefreut haben?
Ja, ganz allgemein auf deutsches Essen. In Amerika ist alles irgendwie sehr süß und sehr groß. Am meisten habe ich wohl das deutsche Brot vermisst.

Wer ist Ihre Favoritin für das Finale?
Das ist eine ganz schwere Frage. Ich pendle immer zwischen Alisar und Hanna. Und ich kann mich nicht entscheiden.

Nina Anika Klotz

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