Kostja Ullmann
© Getty Images Kostja Ullmann

Kostja Ullmann "Ich singe noch nicht mal unter der Dusche"

Schauspieler Kostja Ullmann spielt in seinem neuen Film einen Rockstar. Im Interview mit Gala.de verriet er, warum deshalb seine Freundin mit einem Kaffeebecher beworfen wurde und wie ihm David Hasselhoff die Hand schüttelte

Bei der Premiere seines neuen Films "Groupies bleiben nicht zum Frühstück" in seiner Heimatstadt Hamburg wirkt Kostja Ullmann locker und gut gelaunt. Kein Wunder, wie er verrät: Seine Eltern sind heute abend extra aus Spanien angereist und er freue sich schon sehr, sie wiederzusehen. Im Interview mit Gala.de erzählt der Schauspieler, wie er zur Rolle des Rockstars "Chriz" kam und was ihm Familie bedeutet.

Wie bist du zu dem Film gekommen? Hatten dich die Produzenten vorher schon einmal singen gehört?

Nein, und ich hab ich ihnen auch gleich gesagt, dass ich nicht singen kann. Ich wurde zu einer Art "Rockstar"-Casting eingeladen. Ich sollte dort von "Greenday" die Nummer "A Boulevard of Broken Dreams" performen. Das wurde als Playback eingespielt, es ging erst einmal nur darum, ob ich glaubwürdig einen Rockstar spielen kann. Danach musste ich aber doch singen um zu sehen, ob man mit der Stimme arbeiten kann. Dann ging es zum Gesangsunterricht mit Jane Comerford. Ich hatte rund drei Monate Unterricht bei ihr.

Wie war die erste Gesangsstunde?

Das war eine sehr große Überwindung. Ich singe noch nicht mal unter der Dusche, das ist überhaupt nicht mein Ding! Und beim Karaoke-Singen bin ich auch nie dabei.

Kostja Ullmann versucht sich in "Groupies bleiben nicht zum Frühstück" als Rockstar.
© Getty ImagesKostja Ullmann versucht sich in "Groupies bleiben nicht zum Frühstück" als Rockstar.

Mit der Filmband "Berlin Mitte" bist du kürzlich auch bei "The Dome" aufgetreten. Wie war diese Erfahrung für dich?

Vor 10.000 Leuten zu spielen - da ist mir fast das Herz in die Hose gerutscht! Ich bin zwar auch als Schauspieler immer mal wieder in der Öffentlichkeit, aber eigentlich zieh ich mich gerne zurück. Ich konnte zum Beispiel in der Schule kein Referat halten, weil die Blätter in meiner Hand so gezittert haben. Irgendwann hab ich dafür einen Notenständer bekommen. Bei "The Dome" war alles so viel, dass ich es gar nicht mehr richtig realisieren konnte. Aber als es losging und ich singen durfte, fingen alle an zu jubeln und es war großartig! David Hasselhoff hat mir sogar die Hand gegeben. Er hat mich mit irgendwem verwechselt auf der Bühne und meinte zu mir: „Hey, nice to see you, man!“ Das war schon lustig.

Gab es einen Star, der dich für die Rolle inspiriert hat?

Ich habe mich zur Vorbereitung viel mit "Tokio Hotel" befasst. Die haben ja einen ähnlichen Werdegang wie im Film "Berlin Mitte". Das ist schon irre, wie gerade Bill sich verändert hat, wie sich das entwickelt hat über die Jahre. Die sind sehr selbstbewusst geworden. Bei ihren Bühnenauftritten hab ich mir viel abgeguckt. Ich bin aber auch bei den "Kings of Leon", "Mando Diao" und "Beatsteaks" beim Konzert gewesen und hab mir das bewusst angeschaut. Das sind alles Bands, die extrem gut mit dem Publikum arbeiten.

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