Julianne Moore
© WireImage.com Julianne Moore

Julianne Moore Oops - schon fünfzig?

Julianne Moore über ihren runden Geburtstag, Erotik, Fältchen und lesbische Liebesszenen

Sie ist die Königin

des edlen Hollywood-Dramas. Wenn Julianne Moore auf der Leinwand erscheint, wird es in der Regel richtig schön traurig - keine weint so herzzerreißend. Der pure Gegensatz dazu ist ein Interview mit der aparten Rothaarigen. Julianne Moore lacht viel und kann wunderbar albern sein. Zu ihrem 50. Geburtstag am 3. Dezember macht sie ihren Fans ein lustiges Geschenk: die Komödie "The Kids Are All Right", die jetzt in den Kinos läuft.

Waren Sie erleichtert, in Ihrem aktuellen Film ausnahmsweise nicht literweise Tränen vergießen zu müssen?

Ich weiß, dass mich alle "Queen of Drama" nennen. ( lacht) Es war tatsächlich ein großer Spaß. Und ich mag Komödien. Wirklich.

Haben Sie mal überschlagen, wie viele Liter Tränen Sie schon vor der Kamera geweint haben?

An manchen Tagen sitze ich tatsächlich da und denke: Warum bin ausgerechnet ich diejenige, die ständig weinen soll? Es scheint mittlerweile Teil meines Arbeitsvertrags zu sein.

Das überrascht doch sicher viele, die Sie zum ersten Mal treffen ...

Ich fürchte ja. Die meisten erwarten eine Frau, die ein bisschen gestört ist. ( lacht) Und sehr ernsthaft. Dann wundern sie sich, wie furchtbar albern ich sein kann.

Julianne Moore (r.) und Annette Bening spielen in der Komödie "The Kids Are All Right" ein lesbisches Elternpaar, das eine tiefe Beziehungskrise zu bewältigen hat.
© PRJulianne Moore (r.) und Annette Bening spielen in der Komödie "The Kids Are All Right" ein lesbisches Elternpaar, das eine tiefe Beziehungskrise zu bewältigen hat.

Ihr nächster Film ist wieder eine Komödie. Wollen Sie Ihr Publikum als "Frau des Leidens" im Stich lassen?

Ich habe neulich gescherzt: Je älter ich werde, desto uninteressanter wird Drama für mich. Ab einem gewissen Alter sollten wir das Leben mit Humor betrachten. Drama hilft dann auch nicht weiter. Ich denke heute oft, das Leben ist manchmal hart genug, lachen wir doch einfach darüber. Vielleicht ist das meine Art von Altersweisheit.

Sie waren mehrfach in lesbischen Liebesszenen zu sehen. Kürzlich tauschten Sie Küsse mit Amanda Seyfried, jetzt mit Annette Bening. Spielen Sie Liebe lieber mit Männern oder mit Frauen?

Meinem Mann gefällt es definitiv besser, wenn ich es mit Frauen mache. ( lacht) Mit Kolleginnen ist es ein bisschen lockerer. Mit Annette habe ich mich kichernd durch die Kissen gewälzt. Es war urkomisch.

Obwohl Sie dieses Jahr nicht zum Filmfestival nach Venedig gereist sind, waren sie doch präsent: als riesiges Bulgari-Poster auf dem Dogenpalast. Darauf tragen Sie nur eine Handtasche, Schmuck und ein Löwenbaby.

Das ist so komisch!

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