Jorge Gonzalez

Jorge hebt ab!

Neue Fernsehshows, eine Zweitkarriere als Schauspieler, sein erstes Buch - an Jorge Gonzalez führt in diesem Jahr kein Weg vorbei

Jorge Gonzalez

Er springt in die Luft, kraftvoll, wieder und wieder!

Diese Energie möchte man haben... hat Power für zehn, und er nutzt sie geschickt. In den vergangenen zwei Jahren hat sich der 45-jährige Stylist, Choreograf und High-Heels-Fan als Catwalk-Trainer bei einen Namen gemacht. Jetzt geht er neue Karrierewege - als Schauspieler und, wie kürzlich durchsickerte, als Juror bei "". Aber das ist noch nicht alles. "Gala" sprach mit dem Kubaner über seine Pläne, seine Rückzugsorte - und wie er den Deutschen Mut zum Glamour machen will.

Unglaublich, wie Sie beim Fotoshooting getanzt haben! Woher können Sie das so gut?

Das liegt mir im Blut. Ich tanze, seit ich zwei Jahre alt war. Auf Familienfeiern habe ich meinen Papa und meinen großen Bruder gesehen, und dann habe ich auch angefangen, mit dem Popo zu wackeln. Meine Eltern haben uns immer ermutigt zu tanzen - Rumba, Salsa, Contradanza... Nur als ich dann Balletttänzer werden wollte, war bei meinem Papa Schluss. Das war für ihn das Gegenteil von Machismo! (lacht)

Und Sie trauen sich zu, andere Tänzer zu beurteilen?

Ja, natürlich. Ich sage immer: Die Technik allein macht keinen guten Tänzer. Entscheidend ist, was für Emotionen du beim Tanzen rüberbringst. Perfekte Technik ohne Passion - das ist wie eine hübsche Frau, der das gewisse Etwas fehlt.

"Ich tanze, seit ich zwei Jahre alt war". Demnächst wird Jorge als Juror bei "Let's Dance" die Tanzkünste anderer Prominenter be

"Ich tanze, seit ich zwei Jahre alt war". Demnächst wird Jorge als Juror bei "Let's Dance" die Tanzkünste anderer Prominenter beurteilen.

Dann sind Sie ja goldrichtig als neuer Juror bei "Let's Dance"! Aber ist es Ihnen nicht schwergefallen, Ihren Job als Laufstegtrainer bei "Germany's next Topmodel" aufzugeben?

Ja, sehr. Die Sendung war meine große Chance, mein Durchbruch. Ich habe ihr viel zu verdanken. Und ich habe es geliebt, mit den zu arbeiten. Aber ich kann es nicht mit meinen vielen neuen Projekten vereinbaren.

Es hieß, Heidi Klum sei sauer über Ihre Absage gewesen. Stimmt das?

Mir gegenüber hat sie das nicht gezeigt. Ich habe eine sehr nette Mail von ihr erhalten, in der sie mir Glück wünscht. Natürlich hat sie auch geschrieben, dass sie es schade findet. Aber Heidi ist ein Profi und kennt solche Situationen. Sie versteht das.

Werden wir denn jetzt ganz auf den "Chicas Walk" verzichten müssen?

Oh nein, ich plane, eine "Chicas Walk"-Academy zu eröffnen, in der ich für ganz normale Chicas Kurse geben kann. Viele Frauen kommen zu mir, weil sie sich nicht trauen, zu tragen. Durch meine Hilfe entdecken sie eine ganz neue Seite an sich, nämlich die Waffen der Frau. Bei vielen Frauen wird das Selbstbewusstsein durch so einen Kurs grandios. Ich sage immer: So wie du gehst, so gehst du durchs Leben!

High Heels sind Ihr Markenzeichen. Bekommen Sie eigentlich Post von Schuhfetischisten?

Viele schicken mir Fotos von extremen High . Oder sie schreiben: "Jorge, du hast mir Mut gegeben." Ein junger Mann hat mich in einen Berliner Szeneclub eingeladen, in den Männer gehen, die gerne in High Heels tanzen. Auch die Herren von nebenan probieren gerne mal Damenschuhe aus. Man glaubt gar nicht, wie viele heterosexuelle Männer High Heels tragen.

Jorge sind auch die ganz privaten Momente im Leben wichtig: "Wenn man das nicht schätzt, verliert man schnell den Bezug zur Real

Jorge sind auch die ganz privaten Momente im Leben wichtig: "Wenn man das nicht schätzt, verliert man schnell den Bezug zur Realität".

Wie begann Ihre Liebe zu den hohen Absätzen?

Meine Oma hatte tolle High Heels aus den Fünfzigerjahren. Als kleiner Junge spielte ich mit ihnen. Sie ist eine der Frauen, über die ich in meinem Buch "Hola Chicas!" schreibe. Es dokumentiert Etappen meines Lebens, die im Zusammenhang mit verschiedenen Chicas stehen: Oma, Mutter, Cousinen, Freundinnen und natürlich die Chicas in Deutschland. Mein großer Laufsteg bis heute - die Geschichte meines "Deutschen Traums"!

Sind Sie dankbar für Ihre recht späte TV-Karriere?

Ich sehe sie als echtes Geschenk, vor allem, weil sie zeigt, dass das Alter nichts über eine Person aussagt. Mein Vater ist 91 Jahre alt, aber ich empfinde ihn nicht als alt. Warum? Weil er Lebensfreude besitzt und Energie. Ich habe mir immer gewünscht, dass die Deutschen generationenübergreifend mehr miteinander machen. So wie auf Kuba. Ältere Leute sind wie ein offenes Buch, du musst es nur lesen. Viele junge Menschen vergessen das. Ich glaube, diese Kommunikation ist sehr wichtig, und ich versuche das zu verkörpern. Ich bin schon 45, aber die 15-Jährigen finden mich cool, glaube ich.

Sie halten ja auch locker mit denen mit. Auf Events sind Sie oft der erste auf der Tanzfläche...

Let's Dance

Heiße Sohlen und fliegende Füße

Für die Sängerin ist "Let's Dance" eine besondere Herausforderung, denn sie ist von Geburt an blind. Trotzdem geht mit ihrer Tei
Stefanie Hertel
Rebecca Mir
Gitte Haennig

12

... und der letzte! Wenn die Musik gut ist, kann ich 15 Stunden durchtanzen. Das ist wie Hummeln im Popo - ich kann einfach nicht anders! Aber ich bin auch froh, wenn ich zu Hause bin, bei meinem Freund und meinem Hund. Wenn man das nicht schätzt, verliert man schnell den Bezug zur Realität.

Sie sind seit 16 Jahren mit Ihrem Lebensgefährten zusammen. Ihr Glücksgeheimnis?

Respekt, Toleranz, dem anderen zuhören und ihn immer wieder überraschen. Ich denke, ich gebe mir aber auch besondere Mühe mit meiner Beziehung, weil ich erfahren habe, was es heißt, alleine zu sein. Ich habe sehr jung Kuba und meine Familie verlassen, und es hat mich viel Kraft gekostet, in Europa einen völlig neuen Freundeskreis aufzubauen. Deshalb pflege ich diese Nische, in die ich gehöre. Und in der Leute sind, die mich so lieben, wie ich bin. Den kompletten Artikel finden Sie in der aktuellen Gala. Sie ist ab Donnerstag, 03. Januar, am Kiosk erhältlich.

Star-News der Woche