Jim Sturgess
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Jim Sturgess Der nette Brite von nebenan

Gestern noch Sänger einer englischen Band, heute im Film neben Kevin Spacey. Wir freuen uns, dass Schauspieler Jim Sturgess trotzdem Zeit für ein kleines Interview hatte

"Love me do":

Mit diesen Worten begann die zehnjährige Weltkarriere der Beatles. Im letzten Jahr erklangen sie erneut, wieder von einem jungen Engländer: Für Jim Sturgess, 26 Jahre jung, bedeutete der Beatlesfilm "Across the Universe" seine erste Kino-Hauptrolle. Vorher lebte er in Manchester und verdingte sich als Sänger in verschiedenen Indie-Rockbands, von denen allerdings keine den großen Durchbruch schaffte. Am 10. April läuft mit "21" sein zweiter Film an, ein Black-Jack-Drama, in dem auch Kevin Spacey und Kate Bosworth mitwirken. Hierfür muss natürlich auch in Deutschland kräftig die Werbetrommel gerührt werden. Nach einem Live-Auftritt beim Musiksender "MTV" fand Jim Zeit für ein Gespräch mit Gala.de. Und "Love me do"? Wir mögen ihn jetzt schon.

Hey Jim! Wir haben dich gerade auf "TRL" gesehen und deine Strickjacke bewundert.

Jim Sturgess: Echt? Die trage ich, um meine nicht vorhandenen Muskeln zu verstecken.

Soso. Dein neuer Film "21" spielt ja in der Glitzerstadt Las Vegas. Wie hat dir die Stadt gefallen?

Ich würde es als Hassliebe bezeichnen. Es hat zwar wirklich Spass gemacht, den Film zu drehen. Doch diese Stadt hat keine Seele, obwohl sie dir die ganze Welt bietet. Kein Ort, an dem man sich zu lange aufhalten sollte.

Ich habe gelesen, dass du ziemlich viel gefeiert hast...

Von dem sympathischen Briten Jim Sturgess wird man sicher noch hören
© GettyVon dem sympathischen Briten Jim Sturgess wird man sicher noch hören

Oh ja, wir hatten das Glück, mit "Golden Cards" ausgestattet gewesen zu sein und durften so überall hin. Coole Arbeit. Im Namen der Recherche konnten wir alles machen.

Das klingt gut. War das denn das erste Mal, dass du "Black Jack" gespielt hast, oder hast du schon mal abends mit deinen Freunden ein bisschen gezockt?

Nein, das war alles total neu für mich. Ich hatte vorher noch nie "Black Jack" gespielt. Genau genommen, war ich vor dem Film sogar noch nie im Kasino. Die ganze Sache war schon irgendwie verrückt.

Also keine Poker-Abende mit Freunden?

Nein, in England ist das irgendwie anders. Da bedeutet "spielen" eher auf Pferde zu wetten, das ist unsere Glücksspiel-Kultur. Dass sich Leute treffen um gemeinsam zu pokern, das ist eher selten.

Wie sieht denn dein Leben jetzt so aus? Hast du mittlerweile in Amerika deinen festen Wohnsitz oder pendelst du von England aus?

Meine Wohnung ist jedenfall noch in London. Es ist so: Du bist an dem Ort, wo gerade dein Film gedreht wird. Letztes Mal war es Belfast, also habe ich da jede Menge Zeit verbracht.

Gefällt dir das Reisen oder vermisst du deine Familie?

Ich genieße das Reisen total. Meine Freunde verstehen das und wenn ich nach Hause komme, ist es immer wieder schön alle wiederzusehen.

In deinen nächsten Film "Crossing Over", der auch dies Jahr noch in die Kinos kommt, spielst du einen englischen Immigranten in die USA. Fühlst du dich eigentlich in der amerikanischen Filmlandschaft selbst ein bisschen so?

Auf jeden Fall. Klar wurde mir das, als ich "Across the Universe" gemacht habe. Während der Dreharbeiten gab es Schwierigkeiten mit meinem Arbeitsvisum. Der ganze Film war in Gefahr. Das hat mir echt höllisch Angst gemacht. Mir wurde eine Erfahrung ermöglicht, die mein ganzes Leben verändern würde. Ich wollte das unbedingt machen. Ich war sogar gerade in New York, weil wir probten, und plötzlich wurde es schwierig, die ganzen Papiere zusammen zu kriegen und sie durch die Instanzen zu bringen. Immigrationsprobleme sind in meinem Leben also tatsächlich ziemlich real.

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