Jessica Alba Interview
© Getty Jessica Alba Interview

Jessica Alba "Ich bin mehr als ein Bikini-Babe"

Millionen von Männern sehen in ihr eine der erotischsten Frauen der Welt. Jessica Alba ist eine Sex-Ikone - doch von diesem Image will die Schauspielerin nichts mehr hören

Rehaugen und ein sanftes Lächeln. Wenn Jessica Alba so vor einem sitzt, erwacht wohl in jedem Mann der Beschützerinstinkt. Dabei kann die 26-Jährige, die im Berliner "Hotel de Rome" ihren neuen Film "Fantastic Four: Rise Of The Silver Surfer" promotet, garantiert bestens auf sich selbst aufpassen. Hinter der Bambi-Fassade verbirgt sich eine intelligente Karriere­frau, die sagt, was sie denkt und auch beim Thema Politik Position bezieht.

Gala: Superheldin Sue Storm kann sich unsichtbar machen. Hätten Sie diese Fähigkeit auch gerne?

Ich wollte immer mal meinem Lieblings-Footballteam, den New England Patriots, heimlich beim Duschen zusehen. Aber Spaß beiseite: eigentlich wünsche ich mir das nur nur, wenn mir die Paparazzi allzu sehr auf die Pelle rücken.

Gala: Haben Sie privat schon mal was total Verrücktes gemacht?

In meiner Freizeit bin ich eher langweilig und restlos glücklich, wenn ich einfach nur auf der Couch abhängen kann. Ich erlebe in meinem Job genug verrückte Dinge.

Gala: Zum Beispiel?

Während der Dreharbeiten zur Komödie "Good Luck Chuck" hat mir mein Filmpartner Dane Cook versehentlich einen Vorderzahn ausgeschlagen. Es hat geblutet wie verrückt, und ich bin fast ausgeflippt. Am Ende wusste ich nicht mehr, ob ich lachen oder weinen soll. Zum Glück hat mein Zahnarzt gute Arbeit geleistet.

Jessica Alba ist aktuell im Science-Fiction-Abenteuer "Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer" zu sehen
© GettyJessica Alba ist aktuell im Science-Fiction-Abenteuer "Fantastic Four - Rise of the Silver Surfer" zu sehen

Gala: Direkt danach haben Sie im Psycho-Horrorfilm "The Eye" eine unattraktive Violinistin gespielt. Da hätte die Lücke doch gepasst.

(lacht) So unsexy wie in "The Eye" war tatsächlich noch keine meiner Rollen. David Moreau, der Regisseur, hatte beim Casting nicht das heiße Girl vom "Playboy"-Titel im Kopf. Im Gegenteil: Er hatte vorher noch nie von mir gehört. Das war mein Glück.

Gala: Demnach haben Sie Ihr Image langsam satt?

Manchmal. Natürlich hat mir mein Aussehen in Hollywood Türen geöffnet, und ich bin Profi genug, um bei dem Spiel mitzuspie­len. Aber ich freue mich, wenn ein Re­gisseur mehr in mir sieht als ein Bikini-Babe, das dekorativ über den Strand laufen kann.

Gala: 2007 laufen sechs Filme mit Jessica Alba in der Hauptrolle an. Hört sich nach einem Workaholic an.

Vielleicht habe ich es in den vergangenen 18 Monaten tatsächlich ein wenig übertrieben. Aber dafür hatte ich ja gerade ein paar Wochen frei - das erste Mal seit Jahren.

Gala: Und was stand da auf dem Programm?

Ich war viel in Europa unterwegs - in Amsterdam, Paris, Florenz. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mir ganz bewusst eine Auszeit genommen, in Cafés gesessen, Leute beobachtet, Museen besucht. Das hätte ich schon viel eher tun sollen.

Gala: Wann besuchen Sie Dänemark? Immerhin hat Ihre Mutter dänische Vorfahren.

Das steht bei mir schon lange ganz oben auf der Liste. Mal sehen, ob ich es im nächsten Jahr endlich dorthin schaffe.

Gala: Ihren ersten Agenten hatten Sie mit zwölf, zwei Jahre später katapultierte "Flipper" Sie in die Liga der Kinderstars. Wie bleibt man in Hollywood so lange skandalfrei?

Keine Ahnung, vielleicht bin ich für Exzesse einfach zu brav? (lacht) Drogen haben mich nie interessiert. Ich kann feiern, ohne mich dabei zu betrinken oder mit Kokain und Ecstasy vollzudröhnen. Ich bin bestimmt keine Heilige und dem Alkohol nicht abgeneigt - aber in meinem Leben muss alles eine gewisse Balance haben. Extreme turnen mich ab. Und bisher hatte ich auch noch nie das Bedürfnis, vor mir selbst davonzulaufen.

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