Jennifer Garner + Matthew McConaughey

Von Bienen und Blumen

Jennifer Garner und Matthew McConaughey über Jugendfreunde, pubertäre Machtspiele und die Frage, wie sie ihren Kindern später mal die Liebe erklären wollen

Sein Frauenverschleiß ist so hoch,

dass ihn eines Tages die Geister seiner Verflossenen heimsuchen, um ihm sein emotionales Versagen vor Augen zu führen. Dabei ist die wahre Liebe zum Greifen nah … Dieses Schicksal ereilt allerdings nur im Film: In "Der Womanizer" (seit 14. Mai im Kino) spielen der ehemalige "Sexiest Man Alive" und ein streitlustiges Traumpaar. Auch abseits der Kameras ergänzen sie sich perfekt. Nicht nur weil beide aus Texas stammen.

Filmpremiere

"Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen"

Matthew McConaughey und seine Partnerin abseits der Leinwand: Camila Alves
Michael Douglas, Jennifer Garner und Matthew McConaughey spielen Onkel Wayne, Jenny Perotti und der womanizer Connor Mead
Jennifer Garner spielt Connors Jugendfreundin Jenny
Jennifer Garner findet auch vor der wichtigen Filmpremiere genug Zeit zum Autogrammegeben

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Erinnern Sie sich noch gut an Ihre erste Liebe?

Matthew Mcconaughey: Oh ja! Julie Hayes auf dem Trampolin.
Jennifer Garner: Bei mir war es Brett aus der Band.
Matthew: Aus der Band? Welches Instrument hat er denn gespielt?
Jennifer: Drums.
Matthew Und wie weit seid ihr gegangen?
Jennifer: Ziemlich weit. (lacht) Wir sind immer zusammen Bus gefahren. Vorher war ich in den Trompeter verknallt, . Aber der war einfach zu schüchtern. Meine Freundinnen haben bei ihm angefragt, wie er mich findet. Daraufhin kamen dann seine Freunde rüber und fragten, ob ich denn auf stehe. Weiter sind wir nie gekommen.

Matthew Mcconaughey und Camila Alves sind ohne Trauschein glücklich. Im Juli wird der kleine Levi ein Jahr alt

Matthew Mcconaughey und Camila Alves sind ohne Trauschein glücklich. Im Juli wird der kleine Levi ein Jahr alt

Haben Sie einen guten Beziehungstipp parat?

Matthew: Ja, er stammt von meinem Vater Jim. Ich war ungefähr 13, als wir das Bienchen-und-Blümchen-Gespräch führten. Dad sagte zu mir: "Du wirst dich nun bald für Mädchen interessieren. Ihr werdet euch küssen und vielleicht auch weitergehen. Aber wenn sie auch nur eine Sekunde zögert, hör sofort auf! Und wenn sie sagt 'Ich bin bereit', dann tust du es trotzdem nicht. Jedenfalls nicht am selben Abend."

In "Der Womanizer" haben Sie einen anderen Ansatz, da sagen Sie: "Die Macht hat der, dem alles egal ist." Spielen Sie gern Spielchen?

Jennifer: Spielchen sind ein Muss - wenn man alles vermasseln will ...
Matthew: Jeder spielt wohl gelegentlich Spielchen, besonders am Anfang einer Beziehung. Aber ich lasse das inzwischen lieber sein. Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass sich das meistens rächt: Wer in der ersten Glücksphase zu dick aufträgt, fällt später umso tiefer, wenn er vom Alltag eingeholt wird. Dieser Erwartungshaltung kann man gar nicht standhalten.

Hat es Ihnen Spaß gemacht, den Frauenhelden Connor zu spielen?

Matthew: Na klar. Connor will ja niemanden verletzen. Jennifer:Wenigstens macht er den Ladys keine falschen Versprechungen.
Matthew: Eben. Er genießt sein Leben und steht dazu. Und bemerkt fast zu spät, dass er sich in eine Sackgasse manövriert. Man könnte sagen, dass er sich verlaufen hat.

Gibt es rückblickend etwas, das Sie in Ihrem Liebesleben bereuen?

Jennifer: Früher, als ich noch wesentlich jünger war, habe ich bei Trennungen kläglich versagt. Ich wusste einfach nicht, wie ich mich verhalten sollte.

Vermissen Sie manchmal Ihre Single-Zeit?

Matthew: Kein bisschen.
Jennifer:Ich bin gerade in einer Ich-vermisse-rein-gar-nichts-Phase.

Was ist das Schönste an einer Partnerschaft?

Matthew:Jemanden zu haben, den man abends beim Einschlafen und morgens beim Aufwachen sieht - und das gern.

Im Gegensatz zu Matthew zeigen Sie, Jennifer, im Film große Reife.

Jennifer:Das ist mir ehrlich schwergefallen! Ich arbeite da noch an mir. (lacht)
Matthew:Oh, Jennifer ist sehr reif. Du hast etwas an dir - wie soll ich es beschreiben? Jen ist eine pragmatische, schnörkellose Frau. Das meine ich durchaus als Kompliment. Sie macht keine Zicken - dazu hat sie nämlich gar keine Zeit. (lacht) Sie ist geradeheraus und packt die Dinge an. Zugleich ist sie lustig und sexy. Sie ist mit sich im Reinen. Das ist unglaublich feminin.

Jennifer Garner + Ben Affleck

Ihr Familienalbum

26. März 2017  Die Frühlingsgefühle sind erwacht: Beim Ausflug mit ihren Kids, scheinen sich Ben Affleck und Jennifer Garner wieder näherzukommen.  
19. März 2017   Nach seiner Alkoholbeichte tut er genau das Richtige: Ben Affleck besucht mit seinen Kindern Violet, Seraphina und Samuel den Gottesdienst in Santa Monica. Gemeinsam haben sie sichtbar Spaß und können die dunklen Stunden endlich hinter sich lassen.
30. September 2016  Bei einem Ausflug mit Samuel in Brentwood strahlt Jennifer Garner vor Glück und wirbelt ihren Sohn durch die Lüfte.
26. September 2016  Offiziell sind sie getrennt, dennoch verstehen sich Jennifer Garner und Ben Affleck weiterhin gut und verbringen Zeit miteinander, wie hier bei einem Spaziergang durch Los Angeles.

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Im Film wird eine Hochzeitsfeier gesprengt. Haben Sie das privat auch schon mal miterlebt?

Jennifer:Als Trauzeugin tauge ich nicht, das sage ich Ihnen gleich. Ich war schon sieben oder acht Mal Brautjungfer, und jedes Mal gebe ich mir größte Mühe, alles richtig zu machen. Aber manchmal kann ich ein Trottel sein: Als mein bester Freund in Kansas City heiratete, nahm ich den Nachtflug. Ich hatte mein Kleid ändern lassen, es vor der Trauung aber nicht noch mal anprobiert. Um es kurz zu machen: Wir mussten den Saum mit Tesafilm festkleben. Die Braut meinte nur: "Das ist typisch für dich!" Aber sonst lief alles glatt.

Ihre Kinder sind noch sehr klein, trotzdem die Frage: Wie werden Sie wohl damit umgehen, wenn sie eines Tages das erste Date haben?

Matthew:Oh je!
Jennifer:Gar nicht. Das überlasse ich schön meinem Mann! (lacht) Ich hoffe doch sehr, dass ich in der Lage bin, meinen Mädchen zuzuhören und nicht vorschnell zu urteilen. Aber wer weiß, wie ich mich später mal aufführen werde. Und meine Töchter erst!
Matthew:Bei unserem Kind wird das sicher einfacher. Jungen sind ja Spätzünder.
Jennifer:Meinst du? Ich glaube, es ist viel schwerer, einen Jungen zu erziehen. Matthew:Stimmt, wir könnten wirklich ein paar mehr gute Männer gebrauchen. Aber keine Sorge: Meine Eltern haben mich von klein auf gelehrt, Frauen mit Respekt zu behandeln. Das prägt.

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