James Blunt Leben hinterm Vorhang

Seit Januar ist James Blunt auf Welttournee. Im Interview mit GALA erzählt er, dass er dafür auch Entbehrungen in Kauf nimmt

Gala: Ihr Welttournee-Fahrplan sieht ja nach Mörderstress aus. Wie halten Sie das aus?

So schlimm ist es wirklich nicht. Ich liebe ja das, was ich mache, und bekomme von meinen Fans wahnsinnig viel zurück.

Gala: Es dürfte sich dabei vor allem um weibliche Fans handeln. Gibt es eigentlich noch die guten alten Groupies?

Ich fürchte, mit pikanten Enthüllungen kann ich nicht dienen. Aber wir - die Band und ich - haben tatsächlich eine treue Schar von ein paar Dutzend Supportern, die uns von Konzert zu Konzert begleiten. Mit Sex hat das allerdings ziemlich wenig zu tun. Das ist ehrliche Unterstützung, und ich finde das total beeindruckend.

Gala: Wann haben Sie zuletzt im eigenen Bett geschlafen?

Das ist schon eine ganze Weile her. Aber so ist das, wenn man 14 Monate auf Tournee ist. Wir sind mit drei Bussen unterwegs, in denen jeweils zwölf Mini-Schlafparzellen sind. Rechts von mir ist ein Vorhang, mein Schlagzeuger hat sein Bett ungefähr 30 Zentimeter über mir, zu meinem Keyboarder sind es 60 Zentimeter nach links. Das ist mein aktuelles Zuhause. Es ist weit weniger glamourös, als man sich das vorstellt.

Gala: 14 Monate in einem Bus bedeuten auch, dass Sie 14 Monate auf ein Privatleben verzichten?

Wieso? Mein Privatleben beginnt hinter dem Vorhang. (lacht) Außerdem lade ich oft Freunde ein oder meine Eltern. Ich komme gut klar damit.