Hape Kerkeling
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Hape Kerkeling Lesen, schreiben, Urlaub machen...

Auch wenn Hape Kerkeling eine Pause vom Showbusiness einlegt, bleibt er nicht tatenlos. Mit GALA sprach er über Projekte und kastrierte Kater

Er hat Rücken.

Wie seine Parade-Figur Horst Schlämmer wurde auch Hape Kerkeling gerade von seiner Rückseite gequält, "ein verklemmter Wirbel". Vielleicht weil er in jüngster Zeit ganz entgegen seiner Gewohnheit ziemlich viel Sport getrieben hat? Genau das hat sich der Entertainer für die kommenden Monate vorgenommen. Aber keine weiteren Bühnenauftritte, keine neue Show. Nachdem nun auch sein neuer Werbespot für "Celebrations" abgedreht ist ("Am liebsten mag ich Snickers"), will der 43-Jährige nur noch lesen, schreiben - und mit seinem Partner Angelo Colagrossi in Urlaub fahren.

Gala: Das Ding an Ihrer rechten Hand sieht aus wie ein Ehering. Haben Sie geheiratet?

Sagen wir mal so: Ich bin immer noch verliebt.

Gala: Ihr Lebensgefährte Angelo Colagrossi wird sich freuen, das zu hören. Was ist eigentlich aus Ihrem Plan geworden, 14 Kilo abnehmen zu wollen?

Hab ich doch, Frau Ochs, hallo! Sieht man's denn nicht? Na ja, ich hab nicht 14, sondern 13 Kilo abgenommen. Mich ein bisschen mehr bewegt und meine Ernährung umgestellt. Und ich hab eine Mayr-Kur (Milch-Semmel-Diät, Anm. d. Red.) gemacht, die sehr geholfen hat. Das Schöne ist, dass ich mein Gewicht seit gut vier Monaten halte.

Gar nicht kamerascheu: Multitalent Hape Kerkeling
© GettyGar nicht kamerascheu: Multitalent Hape Kerkeling

Gala: Ist das nicht anstrengend?

Na ja. Ich laufe, fahre Fahrrad und mache Yoga. Alles, bei dem es nicht auf Schnelligkeit ankommt. Yoga mache ich allerdings nicht regelmäßig. Ich würde mich eher als Yoga-Schlampe bezeichnen.

Gala: Bequemlichkeit scheint Ihnen wichtig zu sein. Sie gönnen sich gerade wieder eine Job-Auszeit.

Ja, ich werde mich ausruhen und versuche, mein nächstes Buch zu schreiben. Ich schreibe momentan - erklären Sie mich ruhig für komplett durchgeknallt - an zwei Büchern gleichzeitig. Und das, was mir nach ein paar Wochen am meisten Spaß macht, werde ich weiter verfolgen.

Gala: Um was geht's?

Das verrate ich lieber noch nicht. Vielleicht wird gar nichts daraus, dann habe ich die Backen zu voll genommen.

Gala: Mit Ihrem ersten Buch haben Sie viele Menschen auf den Jakobsweg gebracht. Wie finden Sie es, dass inzwischen viele Prominente auf Ihren Spuren pilgern?

Die Leute, die ich auf den Weg gebracht habe, hat Pro7 jetzt wieder verschreckt. So pegeln sich die Dinge wieder aus.

Gala: Können Sie einen Moment schildern, in dem Sie schon mal gedacht haben: Oh ja, jetzt hat Gott mir geholfen?

Jetzt sag ich mal was ganz Doofes: Ich habe mir einen Bollerwagen gekauft, mit dem ich immer einkaufen gehe. In das Teil müssen jedes Mal 20 Kilo Katzenstreu und alle Einkäufe rein. Heute bin ich damit losgezogen, und auf halbem Weg nach Hause eierte er schon verdächtig. Ich habe es gerade noch zur Haustür geschafft, dann sind beide Reifen abgefallen. Wer auch immer für dieses Timing gesorgt hat: Herzlichen Dank.

Gala: Das würden Sie als göttliche Fügung bezeichnen?

Das wäre jetzt übertrieben. Aber ich habe mich wirklich glücklich geschätzt, dass ich nicht mit kiloweise Katzenstreu, acht Liter Milch und drei Flaschen Ketchup mitten in Berlin stehen und zusehen musste, wie ich das Zeug nach Hause kriege.

Gala: Ihre Einkaufsliste klingt, als würden Sie von einer Armee Katzen erwartet.

Nur zwei kastrierte Kater, Samson und Spock, die bei uns aber nur Sport und Hobby heißen.

Gala: Warum haben Sie die beiden denn kastrieren lassen?

Weil sie immer in der Wohnung leben. Selbst wenn sie wollten, könnten sie also nicht. Insofern ist das fürs Tier besser. Und fürs Herrchen auch (lacht).

Gala: Sie leben inzwischen in Berlin und Düsseldorf. Nehmen Sie Samson und Spock immer mit?

Klar, meine Katzen gehören zum Jetset. Sie fliegen seit ihrer frühesten Kindheit mit mir durch die Gegend.

Gala: Was hat der Berliner dem Düsseldorfer voraus?

Mit den Härten des Lebens umgehen, dafür ist der Düsseldorfer nicht geschaffen. Er ist für den Luxus und nicht für die Ausnahmesituation gemacht. Da zeigt er sich unbeholfen. Ich fühle mich in beiden Städten sehr wohl; ich mag, dass sie am Wasser liegen. In einer Stadt ohne Fluss oder See könnte ich nicht leben.

Gala: Von Ihnen erwartet sicher jeder, dass Sie lustig sind, auch wenn Sie privat unterwegs sind.

Bei einer Beerdigung weniger. Wenn ich jedoch zu einer Hochzeit eingeladen bin, wünscht man sich schon das eine oder andere lustige Wort von mir. Aber es stehen nicht alle lechzend da und sagen: Wann ist er denn jetzt lustig? Privat bin ich durchaus nicht immer gut drauf. Es kann passieren, dass ich ziemlich grantig durch den Supermarkt marschiere und alles gar nicht komisch finde.

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