Gwyneth Paltrow
© Getty Gwyneth Paltrow

Gwyneth Paltrow "Filme drehen ist wie Fahrrad fahren"

Drei Jahre lang widmete sich Gwyneth Paltrow fast ausschließlich ihrer Familie. Jetzt kehrt die zweifache Mutter und Oscar-Preisträgerin wieder ins Scheinwerferlicht zurück. Im GALA-Interview verrät sie Details ihrer Comeback-Pläne

"Es waren die schönsten Jahre meines Lebens!"

Wenn sie von ihrer Babypause erzählt, gerät Gwyneth Paltrow sofort ins Schwärmen - so sehr ging die Schauspielerin in ihrer Mutterrolle auf. Sie genoss das zurückgezogene Leben im Londoner Nobelviertel Belsize Park und kümmerte sich fast ausschließlich um ihre Kinder Apple und Moses. Fast sah es so aus, als würde Chris Martins Ehefrau die Schauspielerei für immer an den Nagel hängen. Comeback-Pläne? Davon wollte der "Shakespeare In Love"-Star lange Zeit nichts wissen: "Hollywood-Filme sind heutzutage so schlecht, dass ich keinen Grund wüsste, warum ich meine Familie dafür drei Monate lang 14 Stunden täglich allein lassen sollte", spottete Gwyneth noch vor einem Jahr in Interviews. Doch nun hat es sich die 34-Jährige anders überlegt: Die erste Klappe für ihren neuen Film "Iron Man" soll in diesen Tagen fallen.

Gala: Sie haben eine fast drei Jahre andauernde Karrierepause hinter sich. Was waren die Gründe?

Gwyneth Paltrow: Ich wollte für meine Familie da sein. Das war mir wichtiger als alles andere.

Gala: Was ist das für ein Gefühl, nach langer Pause wieder Filme zu drehen? War es nicht komisch?

Gwyneth Paltrow: Nein, denn einen Film zu drehen ist fast so wie Fahrrad fahren. So etwas verlernt man in seinem Leben nie wieder. Das hoffe ich zumindest ... (lacht)

Gala: Das Filmgeschäft wird immer schnelllebiger. Fiel es Ihnen schwer, wieder einzusteigen?

Gwyneth Paltrow: Eigentlich viel leichter als erwartet. Als ich mich entschied, wieder zu arbeiten, gab es ziemlich schnell Rollenangebote, die mich interessierten. Klar, nach drei Jahren ist die Nachfrage nach mir nicht mehr ganz so hoch wie früher, aber ich hatte Glück.

Drei Jahre lang galt ihre Aufmerksamkeit nur Tochter Apple und später auch Sohn Moses
© GettyDrei Jahre lang galt ihre Aufmerksamkeit nur Tochter Apple und später auch Sohn Moses

Gala: Es heißt, Sie wollen auch Marlene Dietrich spielen.

Gwyneth Paltrow: Auf jeden Fall! Bisher gibt es aber noch kein Drehbuch. Doch es ist tatsächlich ein großer Wunsch von mir, diese Rolle zu spielen. Bei diesem Projekt werde ich übrigens auch als Produzentin in Aktion treten. In einem Jahr wird es hoffentlich so weit sein.

Gala: Nun stehen Sie für die aufwändige Comicverfilmung "Iron Man" neben Robert Downey Jr. vor der Kamera. Haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet?

Gwyneth Paltrow: Zunächst einmal musste ich viel trainieren, um wieder hundertprozentig fit zu werden - ich merkte die Folgen meiner Pause nämlich ganz schön ... (lacht) Außerdem lese ich aufmerksam die Comics und bereite mich so auf die Beziehung zwischen dem "Iron Man" und meinem Charakter vor.

Gala: Durch die Dreharbeiten werden Sie für längere Zeit von Ihrem Ehemann Chris Martin getrennt sein, der am nächsten Coldplay-Album arbeitet.

Gwyneth Paltrow: Das werden wir schon irgendwie arrangieren. Da bin ich mir ganz sicher.

Gala: Außerdem arbeiten Sie gerade mit dem italienischen Schmuckhersteller Damiani an einem Charity-Projekt zugunsten Krebskranker. Wie kam es dazu?

Gwyneth Paltrow: Ich ... nun, ich hatte Krebsfälle in meiner Familie - viel zu viele! Sie wissen sicher, dass mein Vater 2002 ebenfalls an dieser heimtückischen Krankheit gestorben ist. Als mich Damiani fragte, ob ich die Charity-Schmuckauktion leiten möchte, habe ich deshalb sofort zugesagt. Ich bin sowieso Werbeträgerin für Damiani und fand den Anlass zugunsten der "American Cancer Society" einfach toll. Das Geld geht in die Forschung, aber auch in die Patientenbetreuung. Es gibt spezielle Center, an die sich Krebspatienten wenden können. Das hat auch mein Vater getan, und deshalb weiß ich, wie wichtig diese Art von Unterstützung ist. Eine schwere Krankheit kann einen Menschen sehr isolieren - dort treffen Menschen aufeinander, die das gleiche Schicksal teilen.

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