Germany's Next Topmodel

"Die Mädchen müssen da durch"

Zum Start von "Germany's Next Topmodel": Heidi Klum verrät im Interview, warum die Erfolgsshow noch härter wird - und wer bei ihr wirklich Chancen hat

Heidi Klum Interview

Heidi Klum Interview

Haben Sie für die vierte Staffel von "Germany's Next Topmodel" schon Favoritinnen

Ja, vier oder fünf Bewerberinnen sind dabei, bei denen gucke ich schon genauer hin. Aber es ist viel zu früh, um jetzt schon zu sagen, wer gut im Rennen liegen wird.

Gibt es manchmal Bewerberinnen, die Sie persönlich toll finden, die aber rein gar keine Modelqualitäten haben?

Immer. (lacht) Perfekte Figur, perfektes Gesicht - aber kann einfach nicht laufen. Ich sehe es dann als meine persönliche Herausforderung, das doch noch irgendwie hinzukriegen.

Treten die Mädchen beim Casting mittlerweile professioneller auf?

Nein. Was ich manchmal nicht verstehe. Wir machen jetzt die vierte Staffel, da denke ich immer: Mensch, Ihr habt jetzt schon drei Staffeln gesehen, ihr wisst doch genau, worauf es ankommt. Aber wir müssen immer wieder ganz von vorn anfangen.

"Wir machen mit den Mädchen auch solche Shootings, die ich selber schon mal gemacht habe"

"Wir machen mit den Mädchen auch solche Shootings, die ich selber schon mal gemacht habe"

Gibt es einen Frauentyp, den Sie besonders interessant finden?

Nein, gibt es nicht. Entweder beeindruckt mich eine Person oder sie beeindruckt mich nicht, das ist völlig unabhängig vom Typ. Es gibt so viele unterschiedliche , und jedes hat seine Vorzüge. oder Christie Turlington - jede ist auf ihre Art und Weise toll.

Gibt es einen bestimmten Typ, der heute im Model-Business besonders gefragt ist?

Das kann man nicht sagen. Es ist nicht so, dass auf einmal Blondinen oder dann braunhaarige Mädchen im Trend sind. Es geht immer um die einzelne Person. Die muss etwas Besonderes haben, dann ist sie auch gefragt. Als Model musst du in die unterschiedlichsten Rollen reinschlüpfen können, und zwar so, dass nachher das Gesamtbild stimmig ist. Das macht diesen Job ja so spannend.

Was ändert sich in der vierte Staffel am "Topmodel"-Konzept?

Das offene am Anfang ist neu, so etwas haben wir bis jetzt noch nicht gemacht. Jeweils rund 1000 Bewerberinnen kamen nach Düsseldorf und später nach München. Das war schon der Knaller, mit so einem Andrang hatte ich nicht gerechnet. Von den 1000 haben wir uns so rund 200 Mädchen genauer angesehen. Dafür haben wir eine Art kreisrunden Laufsteg konstruieren lassen, auf dem alle 200 der Reihe nach an der Jury vorbeimarschieren konnten. So haben wir auch wirklich jedes Mädchen ansehen können.

Und später, was gibt es da noch Neues?

Das Herz der Sendung bleibt unverändert und gewisse Punkte ebenfalls. Wenn du das nächste Topmodel Deutschlands finden willst, machst du natürlich Laufsteg-Training und Foto-Shootings, ist ja klar. Aber wir haben uns ein paar Überraschungen einfallen lassen, wo wir die Mädels hinfliegen und welche Aufgaben sie lösen müssen.

Sophia, die Tochter von Schauspielerin Simone Thomalla, war unter den ersten Bewerberinnen. Angeblich kam sie nicht weiter, weil sie mit Juror Peyman Amin befreundet ist. Stimmt das?

Ich kenne gar nicht. Wir haben auch vorher nicht über sie geredet, sondern wie bei den anderen Mädchen ganz normal vom Look her entschieden, ob es passt. Ich glaube, sie wollte auch mal ganz gern in der Zeitung sein und hat ihren Abgang etwas inszeniert.

Wie kommen Sie auf die neuen Ideen, mit denen Sie die Serie frisch und überraschend halten?

Wir setzen uns hin und schauen uns jeden Aspekt der Serie an. Was wäre hier noch möglich, was könnte man dort noch machen? Da sprechen wir im Team ganz offen alles durch. Wir machen mit den Mädchen auch solche Fotoshootings, die ich selbst in meiner Karriere schon mal gemacht habe. Vor allem die, bei denen ich geflucht habe, weil es mir schwergefallen ist. Ich musste da durch, und die Mädchen müssen das jetzt ebenfalls.

Was muss ein Mädchen mitbringen, um als Model Erfolg zu haben?

Wenn man unter 1,74 Meter ist, wird es schwierig. Ich bin mit meinen 1,76 fast schon zu klein für den Laufsteg. Und die äußerlichen Attribute reichen heute nicht mehr aus, die Einstellung, die Lebensweise ist genauso wichtig. Man muss sich von vornherein klar darüber sein, dass man viel unterwegs ist, dass man sehr kontrolliert leben muss, dass man flexibel sein muss, wenn man diesen Job gut machen will.

Apropos Kontrolle: Bei Events wirken Sie und Ihr Ehemann Seal immer perfekt abgestimmt, was die Garderobe angeht. Sprechen Sie beide sich da bewusst ab?

Germany's Next Topmodel

Heidi Klum und ihre Mädchen

Staffel 11  Kaum sind die Castings in Deutschland vorbei, da wird schon wieder geshootet, was das Zeug hält. Hinter der Kamera gibt Heidi Klum ihren in neonpink gekleideten Models Tipps. Der Spaß kommt dabei natürlich nicht zu kurz.
Ganz der Profi: Mit einem prüfenden Blick checkt Heidi Klum die Foto-Resultate ihrer Mädchen. So richtig warm scheint es in Los Angeles jedoch nicht zu sein. Das Topmodel muss sich mit einem flauschigen Mantel warmhalten.
Doch nicht nur hinter der Kamera hält sich Heidi auf. Sie erklärt auch direkt am Shooting-Set, wie man am allerbesten posiert. Sie weiß es ja schließlich.
Das offizielle Jury-Foto ist da: Gemeinsam mit Thomas Hayo und Designer Michael Michalsky sucht Heidi Klum "Germany's Next Topmodel" 2016.

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Ja, das machen wir manchmal, zum Beispiel letztens bei der "Golden Globe"-Verleihung. Ich habe das dunkle Bustierkleid getragen und Seal einen schwarzen Anzug, schwarzes Hemd und schwarze Krawatte. Als kleinen Farbtupfer hatte ich diese große, knallrote Seidenblume am Kleid. In solchen Fällen läuft es so, dass ich Seal zeige, was ich schön und passend fände. Aber ich bestimme das nicht allein, er hat ebenfalls die Chance zu sagen, was er super findet und was nicht. Und so etwas machen wir nur ab und zu für besondere Veranstaltungen, ansonsten nicht, das wäre ja schrecklich. Zu matchy matchy, das nervt doch.

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