Gerard Butler "Ich bin nun mal kein Heiliger"

Hollywood-Womanizer Gerard Butler über dunkelhaarige Frauen, schmutzige Witze und die Gefahren der Ehe

Schnell verliebt habe er sich noch nie

, behauptet er - aber für einen heißen Flirt sei er immer zu haben, heißt es in Hollywood. Beim Gala-Interview in Beverly Hills lächelt Gerard Butler, 39, verschmitzt, als sein Gegenüber dieses Thema anspricht. Und dann plaudert er überraschend offen über die Vorzüge seines Single-Lebens.

Sie sind Schotte. Flirten Europäer anders als Amerikaner?

Europäer genießen zumindest den Ruf, ein wenig kultivierter vorzugehen. Aber wenn ich in Glasgow beobachte, wie am Wochenende Hunderte sturzbetrunkener Kerle grölend durch die Straßen ziehen, glaube nicht mehr so richtig daran.

Im August drehte Gerard Butler mit Jennifer Aniston den gemeinsamen Film "The Bounty"
© WireImage.comIm August drehte Gerard Butler mit Jennifer Aniston den gemeinsamen Film "The Bounty"

Und wie geht nach Ihrer Beobachtung der Durchschnitts-Amerikaner mit Frauen um?

Sicher gibt es auch in den USA eine ganze Menge Dumpfbacken. Und manchmal flirten die Amerikaner etwas grob und ungestüm. Aber generell sind sie in diesen Situationen viel unsicherer als Europäer.

Wie sieht für Sie das perfekte Date aus?

Hubschrauber-Rundflüge oder romantische Dinner sind nichts für mich. Stundenlange Spaziergänge liegen mir da schon mehr. Ich mag es zum Beispiel sehr, zu zweit durch Manhattan zu streifen und gemeinsam die vielen Eindrücke aufzusaugen.

Welcher Typ Frau spricht Sie besonders an?

Große, dunkelhaarige Frauen haben bei mir bessere Chancen als Blondinen.

Und wo schauen Sie zuerst hin?

Natürlich in die Augen. (grinst)

Jetzt mal ganz ehrlich: Was ist Ihnen wichtiger bei einer potenziellen Freundin – das gute Aussehen oder die Persönlichkeit, die sogenannten inneren Werte?

Beim ersten Kennenlernen geht's bei mir eindeutig nach dem Aussehen. Ich bin halt ein visuelles Wesen, so wie alle Männer. Wir reagieren vor allem auf äußere Reize.

In Ihrem neuen Film "Die nackte Wahrheit" spielen Sie einen waschechten Macho und Womanizer. Sehen Sie sich so auch als Privatmann?

Man hat mir sicher nicht ohne Grund diese Rolle angeboten. (lacht) Ich liebe es, beim eleganten Dinner in großer Runde schmutzige Witze zu erzählen, mit den Frauen zu spielen und Grenzen auszutesten. So bin ich nun mal.

Mike gibt seinen Mitmenschen oft Partnerschaftstipps. Machen Sie das im echten Leben auch?

Für so was bin ich definitiv der Falsche. Ich bin kein Heiliger und genieße es, als Single eine Menge Spaß zu haben.

Wäre die Ehe irgendwann mal eine Alternative?

Ich habe gegenüber der Ehe Vorbehalte und Ängste. Ich möchte mich nicht verwundbar machen.

Klingt so, als wären Männer das schwache Geschlecht …

Na, auf jeden Fall! Wir sind viel schwächer und verletzlicher. Persönlich ist Bindungsangst sicher meine größte Schwäche.

Wie gehen Sie als überzeugter Single mit dem Thema Kinder um?

Ich habe vier Nichten, mit denen ich mich super verstehe. Babys fangen allerdings grundsätzlich an zu weinen, wenn sie mir zu nahe kommen. Mit Jungs kann ich generell gut – wahrscheinlich, weil ich bis heute selbst einer geblieben bin.

Frank Siering