Freida Pinto
© WireImage.com Freida Pinto

Freida Pinto "Höher geht es nicht mehr"

Wie ist das, wenn man den mutmaßlichen Höhepunkt seiner Karriere gleich zu Beginn erlebt hat? "Slumdog Millionär"-Star Freida Pinto macht sich dazu kluge Gedanken

Vor drei Jahren

entdeckte Regisseur Danny Boyle die schöne Freida Pinto für das große Filmbusiness - bis dahin kannte man sie nur in ihrer Heimat Indien, als TV-Moderatorin und als Werbe-Model. Die weibliche Hauptrolle in Boyles "Slumdog Millionär" machte aus dem Bollywood-Starlet einen Hollywood-Star. Wegen ihres Lächelns nannten viele Freida schon "die indische Julia Roberts". Auch bei der Vorstellungstour für ihren aktuellen Film "Miral" (ab 18. November im Kino) erobert sie die Menschen mit diesem strahlenden Lächeln. Schon nach den ersten Minuten des Gala-Interviews beim Doha-Filmfestival im Golf-Emirat Katar wird klar: Sie sieht in der Realität noch besser aus als auf der Leinwand - und sie ist eine Genießerin. Sehr gelöst wirkt sie. Vielleicht auch deshalb, weil sie immer noch glücklich verliebt in ihren "Slumdog Millionär"-Partner Dev Patel ist.

Freida Pinto bei der Präsentation ihres neuen Films "Miral" beim Filmfestival in Toronto.
© WireImage.comFreida Pinto bei der Präsentation ihres neuen Films "Miral" beim Filmfestival in Toronto.

Sie sind zurzeit so viel unterwegs - haben Sie überhaupt mal private Momente?

Es stimmt, ich bin tatsächlich ständig unterwegs. Mein Leben ist verrückt geworden. Deshalb nehme ich mir manchmal eine kleine Zwangspause.

Wie sieht das dann aus?

Am liebsten fahre ich nach Hause und genieße dort das leckere, gesunde, mit vielen frischen Zutaten gekochte Essen. In Indien ist es immer noch am schönsten. Dort zu sein, ist für mich der Traumurlaub. Auch weil ich meine Familie sehr liebe.

Kochen Sie auch selbst indisch?

Ich? Nein! Ich habe es versucht, als ich in Montreal war. Ich rief meine Mutter zu Hause an, damit sie mir am Telefon ein paar Tipps gibt. Zuerst hat mir das Kochen dann auch auch Spaß gemacht. Aber ganz ehrlich: Man steht zwei bis drei Stunden in der Küche, und später muss man sich auch noch um den Abwasch kümmern. Das macht keinen Spaß. Ich weiß jetzt noch viel mehr zu schätzen, was meine Mutter schon alles für die Familie getan hat.

Sie haben in Ihrer noch sehr jungen Karriere schon mit den Regisseuren Danny Boyle, Woody Allen und jetzt Julian Schnabel gearbeitet. Eine nette Kollektion!

Ja, da sind für mich Träume wahr geworden. Aber was oft vergessen wird, ist die Tatsache, dass es auch ein enormer Druck ist, mit solchen Menschen zu arbeiten. Ich hatte jedenfalls unglaublich viel Respekt. Ich habe mich immer gefragt: Wer bin ich schon im Vergleich zu diesen Legenden? Kann ich die Erwartungen wirklich erfüllen? Die Nervosität und die Zweifel vor den Dreharbeiten haben mich ganz schön ausgelaugt.

Was ist Ihre größte Sorge?

Ich habe Angst zu versagen. Mein erster Film war extrem erfolgreich, und dann fragt man sich natürlich: Wie soll es jetzt weitergehen? Eigentlich kann es nur bergab gehen, oder? Wenn man bereits auf dem Gipfel ist, geht es nicht noch höher. "Slumdog Millionär" war vielleicht schon der Höhepunkt meiner Karriere.

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