Franziska van Almsick
© Armin Morbach/ Ethos Franziska van Almsick

Franzi van Almsick Auf neuer Bahn

Flossen weg, Mode her. Im Fotoshooting für die GALA zeigt Franziska van Almsick allen ihr neues Gesicht - und im Interview erzählt sie, warum heute ihr Leben ganz anders ist

Seit Stunden sitzt Franziska van Almsick im Schminkraum eines Fotostudios in Hamburg, ohne sich zu rühren. Armin Morbach, Hair- und Make-up-Artist und Fotograf, ist mit einem ganzen Team angerückt. Insgesamt elf Personen wuseln abwechselnd um sie herum, maniküren ihre Fingernägel, waschen, färben und schneiden ihre Haare – und plötzlich wird aus der netten Franzi ein eindrucksvoller Vamp. Die 29-Jährige bleibt dabei völlig gelassen. Und genießt die Verwandlung für eine Bilderstrecke in der aktuellen Ausgabe der GALA.

In der sehen Sie übrigens alle Bilder von Franziska van Almsick - ein erster Eindruck unten - und das ganze Interview mit dem deutschen Star.

> Über Mode und Styling <

So modern gestylt zeigte sich Franziska van Almsick beim GALA-Fotoshooting. Mehr Bilder in der aktuellen Ausgabe.
© Armin Morbach/ EthosSo modern gestylt zeigte sich Franziska van Almsick beim GALA-Fotoshooting. Mehr Bilder in der aktuellen Ausgabe.

Neue Frisur, neue Haarfarbe, neuer Kleidungsstil: Nur ein Verwandlungsspiel für den Fotografen oder eine echte radikale Veränderung?

Franziska van Almsick: Klar habe ich mich verändert, aber nicht so schlagartig, wie man durch die Bilder vermuten könnte. Das war ein langsamer Prozess, der begann, als ich mit dem Schwimmen aufhörte. Ich bin erwachsener, bin nicht mehr die kleine Franzi. Mode und Aussehen sind mir wichtiger geworden. Früher habe ich mich hinter meinem Sport versteckt. Da war mir egal, wenn die Haare schief hingen und ich nicht perfekt gestylt war.

> Über ihren 30. Geburtstag am 5. April <

Die Fotos zeigen eine erwachsene Frau, nicht mehr das Mädchen, das die meisten Ihrer Fans noch immer in Ihnen sehen. Sie werden am 5. April 30.

Juchuu! (Jubelt, als hätte sie gerade einen Wettkampf gewonnen)

Es heißt, spätestens mit 30 wird man erwachsen. Ist dieser Tag eine Wendemarke in Ihrem Leben?

Das kann man sagen, und ich freue mich darauf. Als Jugendliche habe ich wahnsinnig viel erlebt, bin auf allen Kontinenten der Erde herumgedüst, habe ständig neue Menschen kennengelernt, so dass ich immer das Gefühl hatte, viel älter zu sein, als ich tatsächlich bin. Aber jetzt habe ich es schwarz auf weiß: 30! Toll! Endlich kriege ich mal so einen älteren Touch. Und endlich kann ich mir auch Antifalten-Creme für die Augenpartie aus dem Regal nehmen. Vorher hätte das ja irgendwie lächerlich gewirkt.

> Über ihren Sohn Don Hugo <

Ihr Sohn Don Hugo ist inzwischen fünfzehn Monate alt ...

... und einer von der schnellen Sorte: Er kann schon seit fast fünf Monaten laufen, das ist vielleicht anstrengend! Aber auch wunderschön. Durch ihn sehe ich vieles anders. Als Sportlerin wurde ich in die Rolle eines Vorbilds gedrängt, obwohl ich das so gar nicht wollte und noch viel zu jung war. Heute dagegen ist es mir wichtig, gerade für diesen kleinen Mann ein Vorbild zu sein.

> Über ihren neuen Wohnort Heidelberg <

Sie sind für Ihre große Liebe aus dem pulsierenden Berlin in die stille Provinz gezogen.

Heidelberg ist sensationell! Ich liebe die Stadt. Für mich ist sie ein wunderbarer Rückzugsort. Ich genieße die Ruhe und das Beschauliche, wahrscheinlich, weil mein Leben vorher so aufregend und stressig war. Wenn ich über die Neckarbrücke fahre, schaue ich jedes Mal zum Schloss hoch - und fühle mich wie im Urlaub. Schwierig ist nur, dass ich meine Familie und Freunde zurücklassen musste.

Interview: Fred Sellin
Fotos: Armin Morbach/ Ethos
Make-up: Yasmin Heinz/Ballsaal mit Produkten von Chanel
Styling: Sascha Gaugel/Ballsaal