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Eva Briegel - Juli

Ihr Freund macht die Mama

Nach mehrjähriger Schaffenspause meldet sich die Erfolgsband Juli endlich wieder zurück. Im Interview mit Gala.de spricht Frontfrau Eva Briegel über das aktuelle Album und eine Aufgabe, die ganz neu im Leben der Sängerin ist: Muttersein

Eva Briegel

Eva Briegel

Juli ist wieder da: Mit dem neuen Album "In Love" und der Single "Elektrisches Gefühl" meldet sich die Erfolgsband nach einer kreativen Pause zurück. Fünf Jahre nach ihrem Hit "Pefekte Welle" klingt Juli anders und doch immer noch erstaunlich gut.

Aber nicht nur musikalisch ist eine Menge passiert: Auch privat hat sich im Leben der Juli-Mitglieder eine Menge geändert, allen voran Frontfrau Eva Briegel, die inzwischen Mama geworden ist.

Juli hat eine mehrjährige Schaffenspause eingelegt. Was habt ihr in der Zeit gemacht?

Erstmal haben wir eine Zeitlang einfach gar nichts getan und quasi Ferien gemacht. Wir waren zwar nicht im Ausland oder so, aber wir haben versucht, uns zu erholen. Ich bin außerdem von Gießen nach Berlin gezogen und habe die Zeit genutzt, um mich einfach treiben zu lassen und neuen Input zu sammeln.

Hattet ihr untereinander die ganze Zeit Kontakt?

Ja. Denn wir sind nicht nur Bandkollegen, sondern auch untereinander befreundet. Wir haben uns also immer lose informiert, was die anderen gerade so machen. Außerdem haben wir uns auch immer mal kleine Musikschnipsel per Mail geschickt, um zu fragen, was die anderen davon halten.

Juli melden sich mit "Elektrisches Gefühl und "In Love" zurück.

Juli melden sich mit "Elektrisches Gefühl" und "In Love" zurück.

Die Single "Elektrisches Gefühl" und das Album "In Love" setzen eher auf perkussive Beats als auf Gitarren wie bisher – woher kommt der Wandel?

Es sind ja nicht nur Beats, die elektronischer daherkommen, sondern vor allem die Sounds und die Melodieinstrumente. Das war jetzt auch gar nicht so unbedingt die Hinwendung zur Elektronik, sondern die Abwendung von den alten Instrumenten. Eine Gitarre klingt eben immer wie eine Gitarre. Also haben wir uns im Studio ein bisschen ausprobiert und auch mal getestet, wie es sich anhört, wenn man mit einem Xylophonschläger auf eine Heizung haut. Das hatte schon manchmal den Charakter einer Bastelstunde.

Wie lange habt ihr an dem neuen Album gearbeitet?

Das müssten jetzt gut drei Jahre sein. In den ersten eineinhalb Jahren haben wir uns aber nicht persönlich getroffen, sondern alles über einen Bandserver abgewickelt. Da konnten wir dann quasi virtuell proben. Wir haben Sachen auf den Server gestellt und eines der anderen Bandmitglieder hat sich das Ganze dann wieder runtergeladen, um daran weiterzuarbeiten.

Klingt interessant.

Ja, das war es auch. Manchmal hat es mich ein bisschen an ein Kindergeburtstags-Spiel erinnert, bei dem einer anfängt etwas aufzumalen, die Seite umknickt und dann der andere das Bild vervollständigt. Am Ende weiß man nie, was dabei rauskommt.

Das Video zu "Elektrisches Gefühl" wurde in den Havelstudios in Berlin gedreht. Wie wurde das Lied im Video umgesetzt?

In dem Lied geht es ja um so eine Initialzündung, um den Funken, der überspringt und einen befreit. Das passiert, wenn man lange passiv war und mit seiner Situation gehadert hat. Irgendwann ist man dann wieder frei, man ist aktiv und kann handeln. In dem Video geht es ums Ausgehen: Sich fertig machen, im Spiegel betrachten und dann einfach los starten.

Ihr werdet im November 2010 auf Tour gehen, was erwartet eure Fans?

Erst mal bin ich gespannt, was uns überhaupt erwartet (lacht). Die Tour wird auf jeden Fall wieder in kleinen Clubs stattfinden, weil uns die letzten Konzerte, die wir gegeben haben einfach zu groß waren. Es ist zwar auch schön, auf einer großen Bühne zu spielen, aber einfach was komplett anderes. Bei dieser Tour wollen wir den Leuten, die zu unseren Konzerten kommen, einfach wieder ein bisschen auf die Pelle rücken. Das Ganze soll laut und fröhlich und auch wieder mehr Rock 'n' Roll sein.

Welche Person würdest du dir in eurem Publikum bei einem eurer Konzerte wünschen?

Ich würde mich freuen, wenn der James-Bond-Autor Ian Flemming uns mal zuschauen würde. Der könnte dann auch gerne mal Backstage kommen. finde ich auch toll, weil ich es mag, wenn jemand Humor hat, ohne immer bloß alles anzuprangern.

Wenn du die Band Juli vor sechs Jahren und heute betrachtest, inwiefern habt ihr euch musikalisch und menschlich verändert?

Menschlich sind wir natürlich alle erwachsener geworden. Und musikalisch sind wir ein ganzes Stück gelassener und auch mehr mit uns zufrieden. Seltsamerweise sind wir jetzt auch neugieriger und offener für neue Sachen, als wir es damals waren. Wir haben einfach nicht mehr so viel Angst, etwas falsch zu machen.

Eva Briegel und ihr Freind Andy Penn sind vor Kurzem Eltern geworden.

Eva Briegel und ihr Freund Andy Penn (MIA) sind vor kurzem Eltern geworden.

Du bist vor vier Monaten Mutter geworden. Wie schaffst du es, deinen Beruf als Sängerin und deine neue Rolle als Mutter unter einen Hut zu bringen?

Ich habe glücklicherweise einen der wenigen neuen Männer an meiner Seite, die bereit sind, auch mal länger auf das Kind aufzupassen. Und dann habe ich auch noch das Glück, selbstständig zu arbeiten und mein Freund auch. Das heißt, wir können uns die Zeit wirklich frei einteilen und müssen nicht in diese "Wer-kümmert-sich-ums-Baby-Falle" gehen. Dadurch, dass wir beide freiberuflich arbeiten, haben wir uns das so aufgeteilt, dass mal ich die Platte mache und er die Mama. Wenn ich dann durch bin mit meinen Sachen tauschen wir eben wieder Rollen.

Wie findet sich dein Freund mit seiner Rolle zurecht?

Super. Er begleitet mich mit unserer Tochter, die übrigens Yoko heißt, auch immer, wenn die Termine nicht zu lange dauern. Das ist toll, weil ich sie dann immer bei mir habe. Während Interviews passt er zum Beispiel auch auf sie auf. Er hat auch wirklich einen unglaublich guten Draht zu dem Baby, sodass ich ganz beruhigt arbeiten kann.

Wo siehst du die Band in zehn Jahren?

Puh, dann sind wir ja alle schon Anfang 40. Ich hoffe einfach, dass wir bis dahin immer noch Musik machen, aber wir sind auf jeden Fall auf einem guten Weg dahin. Als Band ist es wichtig, sich zu verändern und zu wachsen und in Würde zu altern. Nicht wie zu enden, die ich persönlich ganz grässlich finde. Ich hoffe außerdem, dass wir immer noch Musik machen, die spannend ist und uns entertaint. Denn darum geht’s ja schließlich: Etwas zu machen, das einem Spaß macht und das kurzweilig ist.

Die Single "Elektrisches Gefühl" ist am 3. September erhätlich, das Album "In Love" erscheint am 17. September 2010.

Andrea Zernial

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