Ethan Hawke
© WireImage.com Ethan Hawke

Ethan Hawke Das wahre Leben

Für seinen neuen Film stand Ethan Hawke in New Yorks gefährlichstem Stadtteil vor der Kamera. Gala besuchte ihn am Set in Brooklyn

Die Einladung der Filmproduktionsfirma warnt eindringlich

: "Bitte nicht die U-Bahn benutzen - nehmen Sie einen Limousinenservice." Selbst hartgesottene New Yorker Taxifahrer meiden diesen Teil von Brooklyn. "East New York ist unter den ersten Fünf, was die Kriminalitätsrate in den USA betrifft – und hält Platz eins in New York", sagt Ethan Hawke bei einer Tasse Kaffee. "Es ist faszinierend, hier zu arbeiten."

"Die Arbeit war intensiver und hef­tiger als in einem Hollywood-Film", sagt Ethan Hawke, der in "Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest" den Polizisten Sal spielt.
© Kinowelt"Die Arbeit war intensiver und hef­tiger als in einem Hollywood-Film", sagt Ethan Hawke, der in "Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest" den Polizisten Sal spielt.

Mit Richard Gere, Don Cheadle und Wesley Snipes dreht er an Originalschauplätzen das Cop-Drama "Gesetz der Straße – Brooklyn's Finest".Szene 95 wird gerade gedreht. Laut Drehbuch hat die New Yorker Polizei alle Hände voll zu tun: Konkurrierende Gangs feuern Schüsse ab, ein Polizeiauto gerät in Brand. Muskulöse Jungs in Unterhemden, mit Goldketten, fetten Uhren und beeindruckenden Tattoos schauen finster. Sie stehen entlang der Blake Avenue in Brooklyn in Gruppen zusammen, rauchen, beobachten, wie Regisseur Antoine Fuqua "Action" ruft. Nicht alle Gang-Mitglieder sind Schauspieler oder Statisten – viele sind schaulustige Anwohner, die optisch nahtlos ins Bild passen.

Warum sind Hawke & Co. ausgerechnet in diesem Viertel mit Sozialbauten, hoher Arbeitslosigkeit und hoher Mordrate gelandet? Wäre schließlich nicht der erste New-York-Film, der in einem sonnig-sicheren Studio in Kalifornien gedreht wird. "Dies ist das echte Amerika. Es ist wichtig, dass das Publikum sieht, dass New York nicht nur aus Manhattan besteht", erklärt Hawke und zieht an einer Zigarette. "Alles soll authentisch wirken", bestätigt Regisseur Fuqua. "Ich kann allerdings nicht leugnen, dass es hier manchmal recht heftig zugeht." Nur einen Block vom Drehort, dem Van Dyke Community Center, wurde gerade erst ein Mann umgebracht. Fuqua: "Wir konnten die Schüsse hören"“ Für den Filmemacher ist das nichts Außergewöhnliches: "So ist einfach New York, Arm und Reich leben nebeneinander."

"Das Drehbuch ist sehr emotional und persönlich," sagt Richard Gere, hier im Gespräch mit Regisseur Antoine Fuqua.
© Kinowelt"Das Drehbuch ist sehr emotional und persönlich," sagt Richard Gere, hier im Gespräch mit Regisseur Antoine Fuqua.

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