Emma Watson

"Die Zotteln mussten runter"

Ein Star startet neu durch: Emma Watson über ihr Leben nach dem Abschied von "Harry Potter", erste Flirts an der Uni und ihre sexy Kurzhaarfrisur

Harry Potter Weltpremiere

Harry Potter Weltpremiere

Es ist die schönste Metamorphose

des Jahres: Emma Watson ist endgültig erwachsen geworden. Das niedliche Entlein hat sich in einen zauberhaften Schwan verwandelt - bejubelt von Hunderten von Fans, die bei der "Harry Potter"-Premiere in London - es war die vorletzte - trotz eisigem Novemberregen stundenlang vor dem Odeon-Kino am Leicester Square bibberten, um ihre Lieblinge live erleben zu können. Als die 20-Jährige mit ihrem federbesetzten schwarzen Minikleid strahlend schön über den Teppich schwebte, erreichte das Kreischen seinen ohrenbetäubenden Höhepunkt.

Emma Watson

Die zauberhafte Welt der Emma

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Emma Watson ist on top -– und zugleich an einem Wendepunkt ihrer Karriere angekommen. Fast zehn Jahre spielte sie in der Zaubererserie die strebsame Hermine Granger. Jetzt kommt mit "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" der erste Teil des Finales in die Kinos. Teil zwei folgt zwar erst im Sommer 2011, doch die Zukunft hat für die britische Schauspielerin, die mittlerweile Liberal Arts an der Brown University in Rhode Island studiert, bereits begonnen. Das Drama "My Week With Marilyn" ist eine erste schauspielerische Bewährungsprobe. "Sie werden noch viele andere Seiten von mir sehen", sagt Emma Watson gegenüber Gala. Den Neustart betont ein neuer Look: Immer wieder streicht sich Emma Watson während des Interviews im Londoner "Claridge's"-Hotel mit der Hand über den Kopf. Als müsse sie sich versichern, dass die lange Mähne tatsächlich Geschichte ist.

Bei der Premiere zu "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" vor acht Jahren war Emma Watson noch ein schüchternes Girlie.

Bei der Premiere zu "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" vor acht Jahren war Emma Watson noch ein schüchternes Girlie.

Wie fühlt sich das neue Leben mit kurzen Haaren an?

Fantastisch und befreiend. Ich habe diese Rolle, die ich so lange gespielt habe, endlich abgelegt. Mit langen Haaren hatte ich das Gefühl, immer noch mit Hermine identifiziert zu werden. Deshalb mussten die Zotteln runter.

Und wie sind Sie auf die Idee zu diesem Haarschnitt gekommen?

Da war meine Mutter das Vorbild. Die Frisur ist ihr Markenzeichen, seit sie 16 Jahre alt war.

Als Multimillionärin müssten Sie theoretisch nie wieder arbeiten. Macht so viel Freiheit auch nervös?

Manchmal sogar sehr. Welchen Weg soll ich wählen? Manchmal habe ich einfach keinen Plan. Immerhin versuche ich, die Zeit zu genießen und Spaß zu haben. Aber eigentlich gefällt es mir besser, hart zu arbeiten und zu wissen, was in den kommenden Monaten passiert.

Ihren Ehrgeiz können Sie doch an der Uni befriedigen, oder?

Dort arbeite ich tatsächlich hart, aber anders. Ich war an intensive Zehn-Stunden-Arbeitstage gewöhnt. Alles musste immer schnell gehen. Deshalb kommt es mir gerade wirklich seltsam vor, morgens aufzuwachen, ohne dass zehn Leute an mir herumzerren, um mich an den Filmset zu bringen. Andererseits ist das aber wiederum befreiend - auch, weil ich fern der Heimat studiere. In den USA habe ich mehr Raum zum Atmen.

Auch zum Flirten? Gibt es romantische Annäherungsversuche Ihrer Kommilitonen?

(lacht) Hin und wieder. Doch, ab und an traut sich mal einer ...

Und Sie schmettern alle Date-Angebote eiskalt ab?

Also, was soll ich dazu sagen? Verdammt! Nun, es kommt darauf an. Im Moment date ich niemanden. Aber ich bin ja nicht eiskalt, manchmal verabrede ich mich tatsächlich mit Jungs.

Die britische Presse hat Ihnen immer wieder Freunde angedichtet. Mit wie vielen waren Sie tatsächlich zusammen?

In 50 Prozent der Fälle lagen Ihre Kollegen leider völlig falsch. Aber das finde ich eigentlich ganz amüsant. Es macht mir viel weniger aus, eine erfundene Geschichte über mich zu lesen, als wenn die Story wahr ist und man wirklich einen Einblick in mein Privatleben bekommt.

Waren Sie mal in einen Kollegen verknallt?

Ich habe nie für Promis geschwärmt. Ich hatte auch nie Poster von Stars an der Wand hängen. Der einzige, der mich mal nervös gemacht hat, obwohl ich nicht in ihn verknallt war, war Matt Damon. Verrückt, oder? Da war ich völlig neben der Spur. Er hat so viel Charisma. Wahnsinn!

Es hieß mal, Sie schwärmten unsterblich für Johnny Depp?

Okay, ich war natürlich ganz schön aufgeregt, Johnny Depp einmal persönlich zu treffen. Aber er ist kein Mann, der mich nervös macht. Er hat etwas sehr Warmherziges. In seiner Gegenwart habe ich mich nicht so zappelig gefühlt wie mit diesem anderen Mann ...

... diesem Matt Damon?

(lacht) Genau.

Ist Ihnen klar, dass viele Männer für Sie schwärmen?

Ich weiß noch nicht, wie ich mich dabei fühle. Wahrscheinlich sollte ich geschmeichelt sein, richtig? Aber ich habe andere Ambitionen, als ein Pin-up-Girl zu werden.

Daniel Radcliffe hat erzählt, dass er nach der letzten Szene, die Sie zusammen gedreht haben, fürchterlich weinen musste. Sie auch?

Wir haben alle geweint. Und ich wusste gar nicht, wie ich mich wieder beherrschen sollte. Die Tränen flossen einfach weiter. Es war ein harter Tag.

Werden Sie mit den Jungs in Kontakt bleiben?

Natürlich! Rupert Grint und Daniel sind mein Schlüssel zu all diesen schönen Erinnerungen, die ich an meine "Harry Potter"-Zeit habe. Daniel werde ich garantiert besuchen, wenn er am Broadway spielt. Uns wird so schnell niemand trennen.

, Mitarbeit: Alexander Nebe

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