Daniel Craig
© Getty Daniel Craig

Daniel Craig Vom Jobber zur Geldmaschine

Daniel Craig spricht in GALA über seine Abenteuerlust, über Nicole Kidman und er erklärt, warum er nie wieder kellnern will

Man könnte Daniel Craig, 39, durchaus als Spätzünder bezeichnen. Lange hat er nur kleine Independent-Filme wie "Obsession" (1997) oder "Hotel Splendide" (2000) gedreht, doch dann kam im ver­gangenen Jahr der ganz große Wurf: Craig glänzte als James Bond in "Casino Royale". Seit­dem gilt der gebürtige Brite als sexy und hip und kann sich vor Angeboten kaum noch retten. Allein in diesem Jahr hat er sechs Filme gedreht, darunter auch das Fantasy-Spektakel "Der Goldene Kompass" mit Nicole Kidman.

Daniel Craig, Dakota Bue Richards und Nicole Kidman bei der Premiere von "The Golden Compass"
© GettyDaniel Craig, Dakota Bue Richards und Nicole Kidman bei der Premiere von "The Golden Compass"

In "Der Goldene Kompass" spielen Sie Lord Asriel, einen echten Abenteurer. Wieviel Abenteuerlust steckt in Ihnen?

Wir haben eine Szene auf einem Gletscher in der Schweiz ge­dreht, unterhalb der "Jungfrau". Der Helikopter hatte uns hochgeflogen, und wenn das Wetter schlechter geworden wäre, hätten wir dort die Nacht verbrin­gen müssen. Irgendwie habe ich mir gewünscht, dass dieser Fall eintreffen würde. Dass ich viel­leicht sogar ein paar Tage dort oben gefangen bin. Es gab eine kleine Hütte, in der wir über­nachtet hätten. Und Sie können sich gar nicht vorstellen, wie froh ich darüber war, dass im Kühlschrank jede Menge Bier lag!

Aber Sie mussten ja dann doch nicht bleiben. Gab's trotzdem noch einen Adrenalin-Kick?

Ja, ein paar Tage später waren wir wieder auf dem Gletscher. Ein paar Stunt-Männer sind auf Skiern runtergebrettert, danach habe ich sie gefragt: Wie war's? Und sie: Okay, aber ein bisschen brenzlig. Willst Du's trotzdem versuchen? Und ich: Darauf könnt ihr aber wetten! Es hat viel Spaß gemacht, und ich könnte Ihnen immer noch die blauen Flecken zeigen.

Der erfolgreichste Bond aller Zeiten
© GettyDer erfolgreichste Bond aller Zeiten

Wie war es, nach "Invasion" erneut mit Nicole Kidman zu arbeiten?

Die Hölle auf Erden (lacht)! Nein, Nicole und ich sind in­zwischen enge Freunde gewor­den, es macht einfach riesigen Spaß, mit ihr zusammenzuarbeiten. Sie sieht übrigens fantastisch in dem Film aus.

Allein in diesem Jahr haben Sie in Norwe­gen, der Schweiz, Südafrika, Australien und China gedreht. Wie gefällt Ihnen das Leben als Weltreisender?

Mein Instinkt sagt mir: Genieße es, so lange Du kannst - es könnte nicht von Dauer sein. Das sind alles Eindrücke,die man - so gut es geht - aufsaugen muss.

Was ist für Sie das Beste daran, James Bond zu sein?

600 Millionen Dollar sind doch gar nicht so schlecht! Soviel hat der Film immerhin eingespielt. Der Erfolg war einfach über­wältigend. Ich wusste schon vorher, dass wir einen sehr guten Film gemacht haben. Aber dass er auch noch so viel Geld gemacht hat, war einfach das Sahnehäubchen. Das einzige Problem ist: Jetzt muss der nächste noch besser werden!

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