Christine Neubauer im GALA-Interview

Offen für eine zweite Ehe

Christine Neubauer schließt im GALA-Interview eine Hochzeit nicht aus. Aber ist ihr José überhaupt frei?

Christine Neubauer

Viele unkten gleich von Beginn an, dass die Liebe von , 52, zu dem chilenischen Fotografen , 49, zum Scheitern verurteilt sei – angeblich zu unterschiedliche Kulturen und Erwartungen.

Doch die Schauspielerin ließ sich davon nicht beeindrucken. Sie folgte ihrem Herzen, wagte nach der Trennung von Sportjournalist , 60, vor fünf Jahren den privaten Neuanfang. Seit 2014 ist ihre Scheidung rechtskräftig. Auch beruflich will sie sich weiterentwickeln, wie sie GALA erzählt. Sie möchte charakterstarke Frauen mit Ecken und Kanten spielen. In der Tragikomödie "Maria, Argentinien und die Sache mit den Weißwürsten" gelingt ihr das jetzt schon mal perfekt – als Metzgermeisterin, die ihr Leben umkrempelt.

Sie haben gerade in Argentinien gedreht. Wie oft sind Sie mit Ihrem Schatz privat in Südamerika?

Wir versuchen, mindestens einmal im Jahr nach Chile zu fliegen. Dort treffen wir uns mit der ganzen Familie von José. Für ihn ist es immer besonders schön, seine Kinder wiederzusehen.

Sind die beiden auch mal bei Ihnen zu Besuch?

Sein Sohn, der noch studiert, war schon zweimal bei uns in Deutschland. Josés Tochter hat es aus beruflichen Gründen bisher nicht geschafft. Aber dank Social Media haben die drei auch so fast täglich Kontakt.

Christine Neubauer und José Campos sind seit 2011 liiert

Christine Neubauer und José Campos sind seit 2011 liiert

Können Sie sich vorstellen, noch mal zu heiraten?

Ich bin für alles offen. Wer weiß, was das Leben noch für mich bereithält. Im Herzen sind José und ich schon verheiratet. Das Positive am Leben habe ich trotz meiner Erfahrung nicht verloren.

Ist Ihr Lebensgefährte überhaupt schon geschieden?

Dazu nur so viel: Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir es geschafft haben, zusammen zu bleiben, obwohl unsere Beziehung stets kritisch beäugt wurde.

Wie selbstkritisch sind Sie?

Sehr! Als Schauspielerin zerfleische ich mich mein ganzes Leben lang.

Haben Sie je über eine Schönheits-OP nachgedacht?

Hätte ich je eine Schönheits-OP gemacht, hätte ich meine Rolle als Maria mit all ihren Falten und hängenden Mundwinkeln jetzt nicht spielen können. Die Liebe zu meinem Beruf und die Leidensfähigkeit als Schauspielerin sind stärker als persönliche Eitelkeit.

Sie stehen also über Falten und hängenden Mundwinkeln?

Natürlich bin ich privat wie jede Frau eitel. Mir ist die Kinnlade runtergefallen, als ich die Falten in HD gesehen habe. Als Schauspielerin bin ich aber nicht eitel, ich darf es nicht sein. Das habe ich allerdings auch erst mit dem Alter erkannt.

Wie war das früher?

Ich erinnere mich noch an den Tag, an dem ich mich zum ersten Mal auf einem Bildschirm gesehen habe. Ich war so schockiert über meine Figur, dass ich später auf der Heimfahrt noch darüber nachgedacht habe und in Gedanken versunken gegen eine Mauer gefahren bin. Danach wollte ich unbedingt abnehmen, habe es aber nicht geschafft. Heute weiß ich, dass ich die Rolle, für die ich sogar einen Grimme-Preis gewonnen habe, ohne meine Kilos gar nicht hätte spielen können.

Wie gehen Sie generell mit dem Älterwerden um?

Ich bin mit mir im Reinen. Früher hatte ich im Rausch der Arbeit keine Zeit, Dinge zu genießen. Private Momente sind auf der Strecke geblieben. Ein Tag ohne Termine hat mir Panik bereitet – heute erkenne ich ihn als Luxus an. Die Euphorie über das Alter hört aber dann auf, wenn ich Sport mache und mir danach das Kreuz wehtut. Diese beschissenen Zipperlein sind wirklich gemein. In diesen Momenten nervt das Alter.

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