Christina Ricci

"Ich bin absolut unkompliziert"

Und so praktisch: Christina Ricci hat immer Unterwäsche in ihrem Auto. Das und mehr verrät sie im GALA-Interview

Christina Ricci

Sie wurde mit elf Jahren

als Grufti-Göre in "Die Addams Family" zum Kinderstar. Seitdem hat sich Christina Ricci mit Filmen wie "Buffalo 66" (1998) und "Sleepy Hollow" (1999) zur Independent-Ikone gemausert. Und dass sie auch noch richtig sexy ist, hat ihr sicher auch nicht geschadet. Jetzt erleben wir die 28-Jährige als schlagfertige Trixie in dem poppigen Action-Abenteuer "Speed Racer" der "Matrix"-Regisseure Andy und Larry Wachowski. GALA traf Christina Ricci in Los Angeles.

Gala: Auf dem Weg zu unserem Interview habe ich prompt die neue Christina-Ricci-Barbiepuppe im Schaufenster gesehen.

Ja, verrückt, oder? Ich muss mich mehrmals am Tag kneifen. Was habe ich mir da bloß für einen sonderbaren Beruf ausgesucht? Im Ernst: Manchmal ist es wirklich nicht leicht, mit der Berühmtheit umzugehen. In welchem anderen Job wirst du schon von Fotografen verfolgt, wenn du dir bei Starbucks einen Kaffee holst? Das ist absurd. Manchmal ertappe ich mich allerdings dabei, dass ich mich rasch noch mal umziehe, bevor ich das Haus verlasse. Wenn ich schon fotografiert werde, will ich wenigstens hübsch aussehen.

Gala: Im Gegensatz zu anderen jungen Kolleginnen gelingt es Ihnen trotzdem, sich weitgehend aus der Klatschpresse herauszuhalten.

Ich habe genauso meine Fehler gemacht wie die Lohans oder Spears. Aber ich hatte wohl einfach das Glück, dass ich in einer Zeit aufgewachsen bin, als Stars noch nicht auf Schritt und Tritt beobachtet wurden.

Gala: Sie hatten in jungen Jahren großen Erfolg. Gab es auch Momente, in denen Sie alles hinschmeißen wollten?

Ich lege ganz bewusst Pausen ein, bin bei meinen Projekten wählerischer als noch vor fünf Jahren. Aber alles hinschmeißen? Nein, nie. Dafür liebe ich meine Arbeit viel zu sehr.

Gala: In "Speed Racer" sind Sie ganz schön sexy. War das beabsichtigt?

Um Gottes Willen, überhaupt nicht! Wir haben einen Film für die ganze Familie gedreht, da hat Sex nun gar nichts verloren. Aber sobald du als Frau ein enges Kleid trägst und freundlich lächelst, wirkt das auf viele anscheindend immer gleich sexy.

Gala: Was ist eigentlich dran an dem Gerücht, dass Sie beim Dreh von einem Affen angegriffen wurden?

Das stimmt tatsächlich! Ich saß mit meinen Kollegen zusammen beim Essen: Links John Goodman, rechts ein Schimpanse, der im Film auftaucht, daneben Susan Sarandon. Plötzlich ein lauter Knall - und vor lauter Schreck grapschte mir der Affe an die Brust. Er wollte gar nicht wieder loslassen! Sie können sich vorstellen, dass in den folgenden Tagen am Set beste Stimmung herrschte.

Gala: Was machen Sie, wenn Sie nicht drehen?

Dann liege ich am liebsten faul im Pyjama auf dem Sofa und spiele mit meinem Hündchen. Wenn ich mal schlecht gelaunt bin und keine Lust auf die Welt da draußen habe, gehe ich einfach nicht ans Telefon. Das sollten Sie auch mal ausprobieren, es ist unglaublich befreiend.

Gala: In "Speed Racer" dreht sich alles um Autorennen. Sind Sie ein PS-Junkie?

Ich hatte mal einen Porsche - ein wunderbarer Wagen. Inzwischen fahre ich einen geräumigen Sedan, der ist praktisch mein zweiter Wohnsitz. Ich habe immer frische Unterwäsche zum Wechseln im Auto. Ich bin gern auf alles vorbereitet!

Gala: Sie sind in Hollywood fast ein alter Hase. Kann man Sie noch einschüchtern?

Aber ja. Bei meinem ersten Treffen mit den Wachowski-Brüdern brachte ich kaum ein Wort heraus. Das sind echte Hollywood-Größen. Aber als ich sah, dass sie Converse-Turnschuhe trugen, wusste ich, dass alles gut wird.

Gala: Wie man hört, lassen Sie sich gern von Magazinen für Fotostrecken anheuern. Wollen Sie etwa von der Schauspielerei auf Modeln umsatteln?

Ich arbeite gern als Model - wahrscheinlich, weil ich so klein bin (1,55 Meter; Anm. d. Red.). Da bekommt man selten die Chance zu modeln. Das ist eine echte Herausforderung für mich.

Gala: Sie sind also ein Fashion-Victim?

Schuldig im Sinne der Anklage (lacht)! Mode ist Ausdruck deiner Persönlichkeit, meine Kleidung reflektiert immer meine jeweilige Stimmung. Heute zum Beispiel fühle ich mich pudelwohl in meiner Haut. Deshalb habe ich dieses Kleid von Yves Saint Laurent für Sie angezogen.

Gala: Wie würden Sie sich selbst in einem Wort beschreiben?

Ich bin absolut unkompliziert.

Gala: Und hat diese unkomplizierte Frau schon die Liebe fürs Leben gefunden?

Kein Kommentar.

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