Carice van Houten

"Tom Cruise war sehr süß"

Tom Cruise teilte am Set sein Pausenbrot mit ihr: Carice van Houten ist eben unwiderstehlich

Carice van Houten

Carice van Houten

Das Fräulein van Houten

ist hungrig: "Ich hätte jetzt so gern Pasta", nölt sie auf Englisch ihre Assistentin an. Dann schreit sie "Hunger!" auf Deutsch und lacht. Sie trägt weite Baumwollhosen, die zu einem alten Jogginganzug gehören könnten, und sieht darin absolut zauberhaft aus. Ein unglamouröser Auftritt, der fast vergessen lässt, dass die 32-jährige Niederländerin inzwischen ein internationaler Filmstar ist. Im vergangenen Jahr stand sie mit , und vor der Kamera.

Wie war das, in "Operation Walküre" die Film-Ehefrau von Tom Cruise zu spielen?

Großartig. Bei so einer Big-Budget-Produktion nehmen dich die Leute viel ernster. Ich wurde vom ganzen Team behandelt wie eine Prinzessin, aber Tom Cruise war besonders süß. Ich war natürlich aufgeregt, aber er hat mich beruhigt. Er ist sehr enthusiastisch und sagte immer zu mir (sie flüstert mit verkniffener Miene): "Los, Carice, du machst das. Jetzt geh da raus und zeig's ihnen, !" Er war wirklich zauberhaft. Wir hatten wahnsinnig viel Spaß zusammen, mit ihm kann man viel lachen.

Keine Starallüren, keine Extrawünsche?

Tom hatte seinen eigenen dabei, einen fantastischen Koch. Jedes Mal, wenn ich ihn seine tollen Sachen essen sah, hat er mich gefragt, ob ich auch einen Teller möchte. Also saß ich dann da und habe dieses verdammt gute, gesunde Essen genossen - und ich bin nicht sehr an gesundes Essen gewöhnt.

In dem deutschen Stauffenberg-Film von Jo Baier spielt Ihr Lebenspartner Sebastian Koch die Hauptrolle. Wer hat es Ihrer Meinung nach besser gemacht - er oder Tom Cruise?

Ich kann das wirklich nicht sagen. Und ich will das auch gar nicht. Beide sind völlig unterschiedliche Schauspieler. Und obwohl es um dasselbe Thema geht, sind es zwei vollkommen unterschiedliche Filme. Tom Cruise hat ein paar von Sebastians Filmen gesehen, und er hat immer wieder zu mir gesagt (sie flüstert wieder): ", Sebastian ist ein großartiger Schauspieler."

Sind Sie und Tom Freunde geworden?

Ich habe eine sehr nette Weihnachtskarte von ihm bekommen, und ich bin mir sicher, wenn wir mal in den USA sind, wird er mit uns essen gehen. Aber er lebt ja mit seiner Familie in Hollywood, ich lebe in Amsterdam.

Premiere

"Valkyrie" in New York

Tom Cruise übernimmt mit der Rolle des Claus Schenk Graf von Stauffenberg eine verantwortungsvolle Aufgabe
Christian Berkel spielt an Tom Cruises Seite die Rolle des "Albrecht Mertz von Quirnheim"
Thomas Kretschmann spielt "Otto Ernst Remer"
Bill Nighy verdeutlicht seinen Standpunkt

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Sie betonen immer wieder, dass Sie nicht in Hollywood leben wollen. Warum nicht?

Ich mag zwar die Tatsache, dass sie dort so enthusiastisch sind. Alle haben Lust darauf, Filme zu machen, und es ist so viel einfacher, Kontakte zu knüpfen. Aber zugleich sind sie auch ehrgeizig in einer Weise, die mir Angst macht. Im Kleinen erleben wir das auch in Europa. Aber dort ist es ganz extrem so, dass nur die Stars mit den großen Namen auch die großen Rollen bekommen. Da geht es nicht mehr um Qualität, sondern nur noch darum, wer viel Geld einspielt. Du musst ein gutes Gesprächsthema abgeben. Und du musst dieses ganze Partyleben-Blabla mögen. Das ist etwas, was ich nicht mag. Klingt jetzt vielleicht nach Klischee, ist aber so.

Vor Kurzem standen Sie mit Leonardo DiCaprio für den Film "Der Mann, der niemals lebte" vor der Kamera.

Es waren wirklich nur drei ganz kleine Szenen, in Marokko, drei Tage. Die sind wie im Flug vergangen. Aber: supernette Leute! Erst Tom Cruise, dann Leonardo DiCaprio, und dann ein Thriller mit Jude Law - das war echt so aufregend wie Achterbahnfahren. Meine Freunde waren höllisch eifersüchtig.

Sebastian Koch auch?

Nein, der ist total cool geblieben. Das mag ich sehr an ihm.

Was empfinden Sie umgekehrt, wenn Sie ihn mit anderen Frauen auf der Leinwand sehen?

Ich bin da etwas schwieriger. Im Grunde ist es eine Frage der Liebe: Wenn da alles stimmt, ist es auch kein Problem. Aber trotzdem fühlt es sich für mich immer noch ein bisschen komisch an.

Ihr Zuhause ist Amsterdam, Ihr Freund lebt in Berlin. Nervt diese Fernbeziehung manchmal?

Natürlich, manchmal ist das sehr frustrierend. Es ist nicht leicht, wenn beide einen Job haben, für den sie so viel unterwegs sind.

Denken Sie manchmal darüber nach zusammenzuziehen?

Vielleicht irgendwann mal. Ich denke, dass wir wohl bald eine Entscheidung treffen.

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