Calista Flockhart
© Frederick M. Brown/Getty Calista Flockhart

Calista Flockhart Seit dem Ende von "Ally McBeal" haben wir Sie kaum noch gesehen. Fehlten die richtigen Angebote?

Die Ex-"Ally McBeal" kehrt in die TV-Serienwelt zurück. Wo sie sich solange versteckt hat, verrät Calista Flockhart im GALA-Interview

GALA: Seit dem Ende von "Ally McBeal" haben wir Sie kaum noch auf der Leinwand oder im Fernsehen gesehen. Fehlten die richtigen Angebote?

Calista Flockhart: Das lag nur daran, dass ich Mutter geworden bin. Ich befinde mich glücklicherweise in der luxuriösen Situation, einfach zu Hause bleiben zu können, um mich um mein Kind zu kümmern. Mein Sohn steht an erster Stelle in meinem Leben. Aber in diesem Jahr kommt er zur Schule, und da werde ich sicher wieder etwas mehr arbeiten.

GALA: Haben Sie gar nicht befürchtet, dass man Sie vergessen könnte?

Calista Flockhart: Doch, zeitweilig. Aber mein Sohn war mir letztendlich immer wichtiger. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, Mutter zu sein, und es fühlt sich gut an. Also habe ich mich ganz auf mein Gefühl verlassen und versucht, all die Sorgen und Ängste um die Karriere auszuschalten.

GALA: Wie sind Sie denn als Mutter?

Calista Flockhart: Sehr streng, jedenfalls wenn es ums Fernsehen geht. Ich finde, Kinder sehen viel zu viel fern. Filme und Bilder haben einen starken Einfluss auf unser Unterbewusstsein. Ein Kind kann so etwas noch nicht verarbeiten. Außerdem wird das Fernsehen immer extremer. Die viele Gewalt finde ich sehr problematisch. Am liebsten gucke ich mit meinem Sohn Tierdokumentationen. Aber auch "Bob der Baumeister" und "Sponge-Bob" sind unsere Helden (lacht).

GALA: Wie ist es denn, mit einem berühmten Leinwandhelden wie Harrison Ford liiert zu sein?

Calista Flockhart: Eigentlich sind wir nicht anders als andere Paare. Mit einem Unterschied vielleicht: Wir haben denselben Beruf, wissen genau, was der andere manchmal durchmacht. Aber wir laufen beide nicht gerne über den roten Teppich oder hängen auf Hollywoodpartys herum. Wir ziehen uns lieber zurück. Da hilft es, dass wir viele Freunde haben, die nicht im Filmgeschäft arbeiten.

GALA: Aber Sie werden auf Schritt und Tritt von Fotografen verfolgt. Wie gehen Sie damit um?

Calista Flockhart: Ganz ehrlich: Welcher Schauspieler will sich ernsthaft darüber beschweren? Es ist doch eigentlich sehr schmeichelhaft, denn es zeigt, dass wir in unserem Beruf etwas erreicht haben, oder?

GALA: So wie sie als "Ally McBeal". Hat Harrison Ford Ihnen jemals verraten, was er von der Serie hält?

Calista Flockhart: Er behauptet nach wie vor, sie noch nie gesehen zu haben (lacht).

GALA: Mit welchen Gefühlen denken Sie an Ihre Zeit als "Ally" zurück?

Calista Flockhart: Ich habe es geliebt, sie zu spielen, und sie fehlt mir. Ich hatte so viele Freiheiten und konnte vor der Kamera machen, was ich wollte. So eine Rolle muss man als Schauspielerin erst einmal wieder finden.