Boris Becker
© Getty Images Boris Becker

Boris Becker "Ich kann und will mein Leben nicht ändern"

Boris Becker über seinen Frauentyp, Stilfragen, heikle Fotos von den Bahamas - und die Frühstücksgespräche mit Partnerin Lilly

Da sitzt er nun,

ganz hinten rechts in der VIP-Lounge der Mercedes-Benz Fashionweek am Berliner Bebelplatz, und wartet. Der Mann, der durch seine Wimbledon-Siege zum Nationaldenkmal wurde, inzwischen aber wegen der Kapriolen im Privatleben mitunter belächelt wird. Einer, der bei Frauen zwar an-, aber nicht so richtig mit ihnen zurechtzukommen scheint. Warum sonst hätte er sich vergangenes Jahr verlobt, um dann, noch bevor der Diamantring den zarten Fingern seiner Gattin in spe Sandy Meyer-Wölden angepasst werden konnte, zurück zur Ex zu gehen? Ist es unreif, sich so zu verhalten, oder nur konsequent, die Gefühle lieber spät als gar nicht zu sortieren?

Über Boris Becker, 41, gibt es vermutlich so viele Meinungen wie Besen in Kammern. Fest steht: Sharlely "Lilly" Kerssenberg, 32, ist wieder die Frau an seiner Seite. Ganz selbstverständlich zeigen sich die beiden nun auch auf öffentlichen Veranstaltungen als Paar. Die Männer auf der Fashionweek loben: Eine gute Wahl sei Lilly. Nicht nur wegen ihrer Scheinwerfer-Augen. Entsprechend zufrieden wirkt Becker. Gerade hat er eine Modenschau mit ihr besucht, sein Anzug sitzt so perfekt wie die Krawatte, er trägt eine edle Mondphasen-Uhr. "Hallo, ich bin Boris", stellt er sich höflich vor.

Sie waren zuletzt unter anderem in Miami, St. Moritz und auf den Bahamas. Nun sitzen wir in Berlin, bald geht es für Sie weiter nach Köln. Sind Sie ein rastloser Reisender?

Ich würde mich nicht als rastlos bezeichnen. So lebe ich doch schon, seit ich 15 Jahre alt war. Meistens bin ich wegen meiner Jobs unterwegs, aber häufig auch wegen meines Privatlebens. Meine Söhne leben nun einmal in Miami, die wollen mich gern jede Woche sehen - und wenn ich frei habe, dann besuche ich sie. Meine Tochter lebt in London, die will mich auch sehen. Was bleibt mir also anderes übrig?

Ein anstrengendes Leben?

Klar ist das oft hart und nicht immer ein Sahneschlecken. Wegen der schnellen Klimawechsel - Bahamas warm, hier kalt - bin ich ab und zu auch krank. Aber das ist mein Leben, ich kann und ich will es nicht ändern.

Auf Modenschauen trifft man die unterschiedlichsten Frauen. Es heißt ja, dass Männer immer einen bestimmten Typ mögen, der eine schaut mehr aufs Dekolleté, der andere auf einen tollen Po. Wie ist das bei Ihnen?

Ich bin jemand, der gerne etwas Fleisch auf der Frau sieht. Die mageren Models bei der ersten Show heute waren mir ehrlich gesagt ein bisserl zu dünn. Eine Frau soll meines Erachtens nach Busen haben, sie soll Hintern haben, und sie soll dazu stehen, dass sie eine Frau ist - und sich nicht verstecken. Das gefällt mir!

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