Björn Ulvaeus
© Getty Images Björn Ulvaeus

Björn Ulvaeus Von Abba zu Gaga

Musik-Genie Björn Ulvaeus über seine Liebe zum Pop – und zu Deutschland

Er hat nichts und niemandem etwas zu beweisen: Mit Abba wurde Björn Ulvaeus zum Weltstar, mit "Mamma Mia" schuf er ein Musical, das weltweit erfolgreich ist. Trotzdem denkt der 65-Jährige nicht an den Ruhestand: Mit Band-Kollege Benny Andersson stellt er jetzt ein weiteres Musical vor.

Warum haben Sie ein neues Musical komponiert?

Nun, streng genommen ist "Kristina" nicht neu. Es hatte bereits 1995 in Schweden Premiere. Doch Benny und ich hatten schon lange die Idee, eine englische Version herauszubringen. "Kristina" wurde inzwischen in der New Yorker Carnegie Hall und in der Royal Albert Hall in London aufgeführt. Beide Vorstellungen waren ein Erfolg. Das Musical erzählt eine rührende Geschichte um Auswanderer.

Kommt "Kristina" auch nach Deutschland?

Das hoffe ich sehr, die Deutschen haben unsere Musik immer gemocht. Die CD gibt es dort auch schon. Als 16-Jähriger habe ich meine Sommerferien übrigens in Heppenheim verbracht.

In der hessischen Provinz also ...

Ja. Mein Onkel hatte dort eine Papierfabrik, in der ich während der Ferien gejobbt habe. Deshalb kann ich auch ein wenig Deutsch. Später, als Abba erfolgreich war, besuchten wir oft Hamburg. Deutschland ist mir bis heute wichtig.

Wissen Sie, was heute in den Charts abgeht?

Ich höre regelmäßig Radio. Und dadurch weiß ich auch ungefähr, was die Kids und die Älteren von uns (lacht) heute so hören. Mein derzeitiges Lieblingslied ist "Bad Romance" von Lady GaGa. Ich finde sie sehr spannend, weil sie einfach ihr eigenes Ding macht und unglaublich kreativ ist.

st