Ben Becker "Ich bin über Grenzen gesegelt"

Ben Becker macht wieder von sich reden - diesmal mit einem Kinderbuch. Mit Gala sprach er über Exzesse, Eigenheiten und Erziehungsmethoden

Entspannt wirkt er zunächst,

auf jungenhafte Art lässig. Doch kaum hat das Gespräch begonnen, kommt wieder der altbekannte Ben Becker zum Vorschein. Er fährt sich immer wieder mit den Händen durch die Haare, gestikuliert wild, dreht den überdimensionierten Totenkopfring an seiner rechten Hand. Dabei spricht er doch nur über sein neuestes Projekt.

"Bruno - der Junge mit den grünen Haaren" ist Auftakt einer Reihe, an der Ben Becker weiter schreibt.
© PR"Bruno - der Junge mit den grünen Haaren" ist Auftakt einer Reihe, an der Ben Becker weiter schreibt.

Der Bad Boy der Republik hat - ausgerechnet! - ein Kinderbuch geschrieben. Die Geschichte um Bruno, der sich versehentlich die Haare grün färbt, spielt in einer heilen Welt. Das sei ihm sehr wichtig gewesen, erklärt der 45-Jährige. Denn seine eigene Welt ging vor zwei Jahren in die Brüche. Im August 2007 wurde der Schauspieler nach einer Überdosis Heroin leblos in seiner Wohnung aufgefunden, überlebte nur knapp. Seitdem besinnt er sich auf das, was wirklich wichtig für ihn ist: seine Arbeit und so viel Zeit wie möglich mit seiner Tochter Lillith zu verbringen, die ihn auch beim Schreiben von "Bruno" unterstützt hat.

Der Held Ihres Buchs, der kleine Bruno, ist ein Außenseiter. So genau, wie Sie diesen Zustand beschreiben, kennen Sie ihn vermutlich gut.

Seit ich denken kann. Ich war immer anders, das hat wohl auch damit zu tun, dass ich aus einer Schauspielerfamilie stamme. In der Schule bin ich viel gehänselt worden, weil ich sehr blass war und eine andere Haarfarbe hatte. Meine Mom ließ mich dann vom Schwimmunterricht befreien, weil ich keine Lust mehr hatte, mir "Albino" und "Feuermelder" hinterherrufen zu lassen.

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