Antonia Banderas "Krisen schweißen zusammen"

Antonio Banderas über Liebe in Zeiten der Krise - und was ihn mit dem dicken Kater aus "Shrek" verbindet

Die Sorgenfalten auf seiner Stirn

sind nicht zu übersehen. Sie erinnern an die schlaflosen Nächte, die Hollywoods Lieblings-Latino Antonio Banderas, 49, in jüngster Zeit durchstehen musste. Grund: der Rehab-Aufenthalt seiner Frau Melanie Griffith, 52. Es war nicht ihr erster Versuch, vom Alkohol loszukommen, aber diesmal soll es für immer sein. Beim Gala-Interview in Beverly Hills wirkt Banderas ernster als bei früheren Begegnungen. Seinen Humor jedoch hat er sich erhalten.

"Wir haben immer aneinander geglaubt": Antonia Banderas mit seiner Ehefrau Melanie Griffith.
© WireImage.com"Wir haben immer aneinander geglaubt": Antonia Banderas mit seiner Ehefrau Melanie Griffith.

Erst mal herzlichen Glückwunsch nachträglich zum 14. Hochzeitstag! Wie haben Sie und Ihre Frau gefeiert?

In schönster Zweisamkeit. Wir haben einfach zusammen den Abend genossen, im Bett einen Film angesehen und gekuschelt. Es war wunderbar.

Sie beide haben eine schwierige Phase hinter sich: Ihre Frau ließ sich in eine Entzugsklinik einweisen, Sie kümmerten sich währenddessen zu Hause um Ihre 13-jährige Tochter Stella ...

Das war wirklich keine leichte Zeit. Aber ich kann nur betonen, dass Krisen eine Familie oft zusammenschweißen. Man muss nur ehrlich mit sich und seinen Liebsten umgehen. Auch wenn es manchmal wehtut.

Haben Sie je das Vertrauen in Ihre Frau verloren?

Nein, nie. Ich glaube, das ist die Basis unserer Beziehung: Wir haben immer aneinander geglaubt. Als ich Melanie geheiratet habe, prophezeiten einige Bekannte, dass diese Ehe vielleicht sechs Monate halten würde. Ich hätte damals dagegen wetten sollen! (lacht)

Sie sind nicht nur ein krisenerprobter Ehemann, sondern auch ein vielbeschäftigter Schauspieler. In "Für immer Shrek" - der Film läuft in Deutschland im Juni an - sprechen Sie wieder den gestiefelten Kater. Diesmal besticht diese Figur durch Faulheit. Passt das Attribut auch zum Privatmann Antonio Banderas?

Es passt genau. Aber wer lässt sich nicht gern verwöhnen? In dieser Hinsicht hatte ich mit der Rolle kein Problem. Womit ich gar nicht klargekommen bin, war das rosa Halsband, das mir, also dem Kater, umgelegt wurde. Rosa ist nicht meine Farbe.

Wie sieht es denn mit den Film-Ambitionen Ihrer Frau aus?

Sie wird mit Sicherheit bald wieder drehen. Ich habe sie noch nie so entschlossen gesehen wie zurzeit. Sie sieht umwerfend aus. Ich würde bei einem neuen Projekt mit Melanie liebend gerne wieder Regie führen.

Aktuell stecken Sie in den Vorbereitungen eines Films mit Pedro Almodóvar. Sie sollen darin einen psychopathischen Schönheitschirurgen spielen, munkelt man.

Ich darf leider nichts über den Film verraten. Pedro hat gedroht, dass er mich um die Ecke bringt, wenn ich was ausplaudere. Und ich habe keinen Anlass, daran zu zweifeln.

Frank Siering