Annemarie Carpendale im Interview: Annemarie Carpendale
© Getty Images Annemarie Carpendale

Annemarie Carpendale im Interview Genießt das Feedback der Fans

"Gala.de" spricht mit Moderatorin Annemarie Carpendale über Fans, ihren Patenhund und das Geheimnis ihrer positiven Ausstrahlung

Der Blick wandert auf die Uhr. Es sind noch exakt drei Minuten. Dann beginnt die Verleihung der "GreenTec Awards". Wir befinden uns im Berliner Tempodrom, stehen am Grünen Teppich. Annemarie Carpendale ist die Moderatorin des Abends. Sie schreitet als letzter Promi in einem langen, metallisch-goldenen Abendkleid an den Fotografen vorbei.

Plötzlich wird's hektisch. Eine Frau stürzt auf sie zu, Worte werden gewechselt. Dann eilt die 37-Jährige an uns vorbei und steht nur wenige Minuten später auf der Bühne. Auf der Aftershow-Party treffen wir sie wieder. Sie ist gerade mit Sängerin Nena im Gespräch vertieft. Im Hintergrund wummern die Bässe. Tabletts mit vegetarischen Häppchen und Weingläsern werden im Minutentakt von den Kellnern durch die feiernden Gäste manövriert. Dennoch nimmt sich die "taff"- und "red!"-Moderatorin gerne Zeit für uns.

Sie sind bei unseren Lesern der beliebteste deutsche Star!

Ach, tatsächlich... ?

Ja, Sie werden auf unserer Seite am häufigsten gesucht.

Danke, liebe Gala.de-Leser. Das freut mich natürlich sehr!

Was könnte der Grund dafür sein?

Naja, ich habe natürlich jeden Tag meine Sendung und kann mich dort dann gut eine Stunde lang zeigen. Ich darf so sein wie ich bin. Das ist ein besonderer Vorteil, den man im deutschen Fernsehen nicht mehr so oft bekommt. Dafür bin ich sehr dankbar.

Was bedeutet das konkret?

Ich bin live zu sehen, schreibe meine Moderationen selbst. Ich glaube, dass man dadurch recht authentisch rüberkommt - und auch, dass es für die Menschen nichts Wichtigeres gibt. Selbst wenn man sich verquatscht oder um Kopf und Kragen redet. Hauptsache, man ist man selbst! Da habe ich bei "taff" und "red!" wirklich alle Möglichkeiten.

Sie haben eine sehr postive Ausstrahlung. Was tun Sie dafür - Meditation oder Yoga?

Nein, all das mache ich nicht. Ich versuche viel Zeit mit meinem Mann zu verbringen, mit meinem Patenhund, dem Seppi - das ist der Hund einer lieben Freundin. Die größte Entspannung erfahre ich, wenn ich mit meinen Freundinnen, deren Hunden und meinem Patenhund im Englischen Garten spazieren gehe und danach etwas essen gehe. Es ist auch schön, wenn ich einfach mal in den Tag hinein leben kann - zum Beispiel, weil ich dann wie bei "red!" erst abends im Sender sein muss.

Sie posten auf Facebook sehr viele Fotos von sich. Sind Sie eitel?

Naja, wenn man im Fersehen arbeitet, ist man immer etwas eitel. Mir kann keiner sagen, dass er sich sein Foto nicht noch einmal anschaut - und dann denkt, ach, da lege ich noch mal einen Filter drüber.

Einstudierte Standard-Selfie-Posen sieht man extrem oft - bei Ihnen aber überhaupt nicht.

Auch hier gilt es, möglichst authentisch rüberzukommen. Manchmal sieht man etwas fertig aus, zeigt sich nicht von seiner besten Seite, aber auch dazu muss man stehen. Jeder schläft mal schlecht.

Pflegen Sie Ihre Facebook-Seite selbst?

Ich kann generell sehr schlecht deligieren, da bin ich nicht so der Typ für. Manchmal ist das auch schlecht, wenn man alles selbst machen will. Aber genau das gilt eben auch für Facebook - alles, was da steht, ist tatsächlich von mir.

Das heißt, Ihnen ist der direkte Kontakt zu den Fans auch wichtig?

Absolut. Ich habe mich zwar sehr lange gegen Facebook gewehrt, weil ich dachte, dass es ein Zeitkiller ist. Aber irgendwann konnte ich mich dem auch nicht entziehen und habe gemerkt, dass es eine tolle Möglichkeit ist, mit den Fans zu kommunizieren. Natürlich schauen wir uns auch jeden Tag die Quoten der vergangenen Sendung an. Und es ist schön, wenn sie gut sind, aber das direkte Feedback von den Fans ist dann doch noch einmal etwas anderes und das genieße ich.

Sie beantworten auch sehr rege Fragen. Es gibt ja viele Promis, die da gar keinen Wert drauf legen und ihre Fans so frustrieren.

Ja, schade, oder? Da muss aber jeder seinen eigenen Weg finden und seine Prioritäten setzen.