Amy Winehouse

"Wir sind füreinander geschaffen"

Im exklusiven Interview in GALA spricht Amy Winehouse offen über ihre Beziehung mit Ehemann Blake Fielder-Civil und ihre Drogensucht

Amy Winehouse

So hat man Dauer-Sorgenkind Amy Winehouse

schon lange nicht mehr gesehen. Nach ihrem knapp dreimonatigen Urlaub auf der Karibikinsel St. Lucia präsentierte sie sich bei ihren letzten öffentlichen Auftritten sichtlich erholt und voller Elan. Die britische Soul-Sängerin will nach diversen peinlichen Abstürzen und Zusammenbrüchen jetzt ihr Leben neu ordnen, ihre Drogen- und Alkoholsucht endlich hinter sich lassen. Ihr größter Wunsch: ihren Noch-Ehemann Blake Fielder-Civil zurückgewinnen. Das lässt sich einiges kosten. Gerade soll sie 38.000 Euro für eine Schönheitskur ausgegeben haben. Außerdem plant sie auch in Sachen Musik ihr Comeback. Und falls es da haken sollte, hat sie schon einen Alternativplan in der Schublade.

Ein Bild aus den guten Tagen von Amy Winehouse und ihrem Mann Blake Fielder-Civil

Ein Bild aus den guten Tagen von Amy Winehouse und ihrem Mann Blake Fielder-Civil

Sie sind vor knapp vier Wochen aus St. Lucia zurückgekehrt. Haben Sie sich in London schon wieder eingelebt?

Ja, und ich fühle mich viel besser als vorher. Mir ging es im letzten Jahr sehr schlecht. Ich war in Schwierigkeiten. Deshalb wollte ich einfach nur aus London weg, mir eine Pause im Sonnenschein gönnen und endlich wieder körperlich fit werden. Das Hotel war wirklich schön, der Strand und die Wellness-Anlage waren herrlich. Ich bin im Meer geschwommen, habe Yoga gemacht und Tennis gespielt - obwohl Tennis nicht gerade mein Steckenpferd ist. Aber mein Trainer meint, ich hätte ihn nicht vollkommen enttäuscht.

Es gab sogar Fotos von Ihnen, auf denen Sie am Trapez turnen. So kennt man Sie ja gar nicht.

Die Leute wissen nicht, dass ich vor meinem Erfolg als Musikerin regelmäßig zur Gymnastik gegangen bin. Deshalb war es einfach für mich, wieder in diese Übungen reinzukommen. Das Trapez befand sich auf dem Rasenplatz des Hotels. Jeden Nachmittag um vier Uhr machte unsere kleine Turngruppe dort ihre Übungen, unter Anleitung eines Trainers natürlich. Man muss sich konzentrieren, aber es ist ein tolles Ganzkörper-Workout.

Wie sieht es mit Ihren Drogenproblemen aus? Haben Sie die in den Griff bekommen?

Ja, von den Drogen habe ich mich vollkommen verabschiedet. Ich habe kein Heroin oder Crack mehr angerührt, seit ich in der Karibik war. Ich bin jetzt völlig clean. Natürlich gab es im Hotel in St. Lucia auch Alkohol, und ich hatte ein paar Drinks. Aber das gehört zum Urlaub.

Sie ziehen jetzt in London um. Warum?

Ich will ganz von vorn beginnen. An einem neuen Ort, in High Barnet, außerhalb von London. Dort können die Paparazzi nicht so leicht vor meiner Tür campieren und jeden meiner Schritte beobachten. Ich wollte außerdem näher bei meiner Mutter sein. Ich denke, es ist in vielerlei Hinsicht ein gesünderer Platz zum Leben. Ich möchte auch, dass Blake mit mir in das Haus einzieht.

Wie ist die Situation zwischen Ihnen und Blake? Immerhin war von Scheidung die Rede ...

Ich liebe Blake immer noch sehr. Ich werde nicht zulassen, dass er sich von mir scheiden lässt. Er ist die männliche Version von mir. Wir sind füreinander geschaffen.

In der Karibik wurden Sie aber mit einem anderen Mann an Ihrer Seite gesehen.

Okay, ich hatte ein bisschen Spaß mit einem hübschen Kerl, aber das war nur ein Urlaubsflirt. Ich möchte keinen anderen als Blake. Ich würde gern mit ihm zurück nach St. Lucia fliegen, weil wir dort unsere Flitterwochen verbracht haben. Ich weiß, dass er den Ort liebt. Na ja, wir werden sehen.

In der britischen Presse sind Sie mit Ihren Eskapaden Dauergast gewesen. Wie sehr haben die Berichte über Ihre Abstürze Sie verletzt?

Ganz ehrlich: Mir selbst ist das herzlich egal, was alles geschrieben wird. Es stört mich nur, wenn meine Familie die Sachen liest und sich dann Sorgen um mich macht.

Würden Sie sagen, dass Sie ein schwieriger Mensch sind?

Ja, bin ich. Ich höre oft auf niemanden, außer auf das Kind in mir. Schon als ich 15 Jahre alt war, haben meine Eltern erkannt, dass ich nur das mache, was ich will. Diesen seltsamen Übermut habe ich von meinem Vater.

Sie haben einmal gesagt, dass Sie die Musik aufgeben würden, um eine Familie zu gründen. Haben Sie das ernst gemeint?

Musik wird immer Teil meines Lebens sein, gleichzeitig sehne ich mich aber nach einer eigenen Familie. Das ist das Wichtigste für mich, doch das hat noch Zeit. Es ist nicht so, dass ich voll in der Familienplanung drinstecke. Ich gehe in diesem Jahr auf jeden Fall ins Studio, um ein neues Album aufzunehmen. Aber ich werde es ruhig angehen.

Was würden Sie machen, wenn Sie Ihre Musikkarriere an den Nagel hängen?

Meine Oma - Gott segne sie - hat mich und meinen Bruder gedrillt, ihre Schönheitstherapeuten zu sein. Eigentlich sehr schlau von ihr. Wir waren damals noch sehr klein. Ich war etwa vier Jahre alt, mein Bruder Alex acht. Er gab ihr damals eine Pediküre, und ich machte ihre Nägel und ihre Haare. Wer weiß, vielleicht eröffne ich ja eines Tages einen Beauty-Salon. Die Idee finde ich eigentlich ganz gut.



Richard Sullivan

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