Ali Love
© Xamax Ali Love

Ali Love "Ich liebe es, mit ihr abzuhängen und Musik zu hören"

Mischa Bartons neuer Freund, der Musiker Ali Love, muss auf seiner aktuellen Promotour nicht nur Fragen zu seinerm Album beantworten. Er plaudert auch erstmals über Mischa, das Kennenlernen und ihren guten Musikgeschmack

Wie ein Schluck Wasser in der Kurve sitzt Ali Love auf dem Sofa bei seinem Plattenlabel "Ministry of Sound" in Berlin. Zu viel gefeiert ... Auch wenn er kein Schönling ist, kann man verstehen, dass Mischa Barton sich während eines Trips in ihre Heimat London in den Musiker verknallt hat: Kein Poser, sondern überraschend nett und selbstironisch. Wenn der 26-Jährige über Musik – und über Mischa – spricht, leuchten seine blauen Augen. Er lispelt minimal, was sehr charmant wirkt und pflegt wie so viele Briten die totale Höflichkeit: Alle paar Minuten bietet er Saft und Snacks von dem aufgebauten Büffet an.

Hi. Ich muss mich entschuldigen: Debbie, meine Managerin, und ich waren gestern noch bis fünf im "Club der Visionäre" - oder wie heißt das? Sorry, ich bin vom Feiern noch etwas mitgenommen.

Aber im Großen und Ganzen fühlen Sie sich wohl in Berlin?

Und wie, geile Stadt. Ich werde immer ein bisschen aufgeregt, wenn ich hier bin. Neulich bin ich in der Panoramabar im "Berghain" völlig durchgedreht. Aber im Großen und Ganzen lasse ich es heute etwas ruhiger angehen als früher. Ich hatte auch mal eine Freundin aus München, und ich erinnere mich noch an wilde Nächte auf dem Oktoberfest.

Und jetzt, mit 28, gehen Sie partymäßig schon in Rente?

Na, wenn eine Party steigt, dann bin ich natürlich dabei. Aber eben nicht mehr jeden Tag. Wenn wir mal ehrlich sind, ist auch nur eine von zehn Partys, auf die man geht, so richtig gut.

Ali Love - 220 x 275
© XamaxDies Bild von Ali Love könnte auch einen coolen Britpopper darstellen. Obwohl er mit dieser typischsten Musik seiner Heimat so gar nichts anfangen kann.

Sie singen auf "Love Harder", Ihrem neuen Album, allerdings eher vom Durchdrehen. Beim ersten Hören ist das Album musikalisch eher altmodisch: Sehr schlichte, kalte Beats, wenig Melodien ...

Ich wollte, dass es schlicht rüberkommt. Nur einem einzigen Gefühl folgen und sich darauf einzulassen, das war meine Idee. Das Leben in der Nacht, dieses Sich-Fallenlassen, das habe ich eine Zeit lang total durchgezogen. "Disco Bloodbath" hieß ein Club in London, das sagt vielleicht schon alles. Ich liebe es aber auch, Country- oder Folk-Songs zu singen und dazu die Gitarre zu zupfen. Ich bin nicht nur der Elektrojünger. Aber es ist natürlich so, dass die Frauen am meisten auf tiefe Bässe reagieren, lachen Sie nicht, das stimmt!

Haben Sie sich deshalb auch Ali Love genannt? Oder ist das wirklich nur eine Abkürzung?

Oh je, die Geschichte. (zu seiner Managerin): Debbie, was sollen wir nur dagegen machen? (lacht) Durch ein Missverständnis denken alle, ich würde Alistair McLovan heißen. Der Name geistert im Netz umher und Ali Love wäre ja auch eine super Abkürzung. Aber in Wirklichkeit heiße ich Alexander Peter Williams. Ali ist mein Spitzname, seit ich 20 bin. Und Love, den Nachnamen, habe ich einem Fotoshooting in London zu verdanken.

Im Netz gibt es da schon einige Wortspiele zu, denn natürlich interessieren sich viele für Sie, weil Sie mit Mischa Barton zusammen sind ...

Ja, stimmt. Was soll ich machen? Ich hoffe natürlich, dass es nicht meine Musik überschattet.

Was mögen Sie an Ihr als Freundin?

Mischa ist einfach ein nettes Mädchen, ich mag sie sehr, alles an ihr. Was mich zum Beisspiel sehr überrascht hat: Sie hat einen super Musikgeschmack. Sie hört zum Beispiel "Tusk" von Fleetwood Mac - das beste Fleetwood-Mac-Album, das es gibt. Es hat damals jeden irritiert. Sie hört "The Birds", viel von Johnny Cash oder Hank Williams. Ich liebe es, mit ihr abzuhängen und Musik zu hören.

Viele Fans stellen hohe Erwartungen an Sie, weil es Ihrer Freundin eine Zeit lang nicht gut ging und sie in letzter Zeit wieder glücklich wirkt.

Nun, sie ist eine intelligente junge Frau und ich glaube, sie hat die Kurve gekriegt. Es ist schräg, wie jemand in der öffentlichen Meinung wahrgenommen wird und wie er dann letztlich wirklich ist. Sie ist einfach supercool und kein O.C.-Mädchen.

Haben Sie Probleme damit, nun auf Schritt und Tritt verfolgt zu werden?

(grinst) Also dabei fotografiert zu werden, wie du an der Ecke ein Sandwich isst, ist schon eine Erfahrung der besonderen Art. Wenn dich jemand lieb bittet, ob du dich mit ihm fotografieren lässt, ist das ja nett. Aber wenn dir jemand auflauert, um ein Foto davon zu schießen, wie du ein verdammtes Sandwich isst, dann ist das echt abgefahren. Was bleibt mir übrig? Vielleicht wird aus solchen Geschichten eines Tages mal ein guter Song.

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