Hugh Jackman

Mein Date mit Mr. Perfect

Diese Augen, diese Arme, dieser Charme! Als "Gala"-Redakteurin Sandra Reitz Hugh Jackman traf, erkannte sie sofort, warum die Ladys verrückt nach ihm sind

Hugh Jackman

Klar, gespannt war ich schon

, den "Sexiest Man Alive 2008" zu treffen, denn schon immer hatte ich mich gefragt: Was finden Frauen an diesem Muskelpaket bloß so scharf? Ich selbst habe eine Schwäche für schmale Typen Marke britischer Rockstar, und auf Brusthaare kann ich gut verzichten. Eigentlich. Doch dann steht Hugh Jackman plötzlich vor mir. Er wirkt mit seinen 1,90 Metern wie ein großer Junge. Kein Muskelmacho wie im Actionfilm "Wolverine"! Und er strahlt, als wäre es das Tollste für ihn, an diesem Freitag in der Berliner Eventlocation "Alte Münze" ausgerechnet mich zu treffen: "Hi, ich bin Hugh. Schön, dich zu sehen, Sandra. Möchtest du auch ein Glas Wasser?" Er bringt mich zu meinem Stuhl, wartet, bis ich Platz genommen habe, bevor er sich selbst setzt.

Gedämpftes Licht. Unsere Knie berühren sich, er beugt sich vor, sein Gesicht ist nur eine Unterarmlänge von meinem entfernt. Unter dem Hemd zeichnen sich definierte Arme ab, die Haare im Ausschnitt finde ich plötzlich nun doch faszinierend. Und ja: auch die Wuschelfrisur, den gepflegten Vollbart und vor allem die braungrünen Augen, die mich zwischen erstaunlich vielen Fältchen anlächeln. "Wie geht’s dir?", fragt er, und bei ihm wirkt es nicht wie eine Floskel. Trotz der hektischen Anreise mit seiner Frau, den Kindern Ava, 6, und Oscar, 11, sowie der Schwiegermutter im Privatjet wirkt der 42-Jährige total entspannt. Und obwohl er eben noch dem Berliner Verkehrsstress ausgesetzt war, riecht der 42-Jährige, als sei er gerade aus der Dusche gesprungen.

Gala ganz nah dran: Redakteurin Sandra Reitz traf Hugh Jackman in Berlin.

Gala ganz nah dran: Redakteurin Sandra Reitz traf Hugh Jackman in Berlin.

"Meine Familie und ich machen gerade Urlaub in St. Tropez", plaudert er los. "Ich finde nichts schöner, als den Tag am Meer zu verbringen." Sein Akzent klingt wie ein Mix aus britischem Dandy und australischem Farmer, wie überhaupt der ganze Mann die perfekte Symbiose aus Gentleman und Naturbursche verkörpert - so selbstverständlich sexy, dass es schon wieder surreal erscheint. Er stützt die Arme auf den Oberschenkeln ab, dabei blitzen eine Golduhr und sein Ehering. Im April feierte er mit Deborra-Lee Furness, Schauspielerin, Regisseurin und Filmproduzentin (und 13 Jahre älter) den 15. Hochzeitstag. Wie kann man sich so einen besonderen Tag vorstellen, möchte ich wissen, und er überlegt. "Wir sind so viel unterwegs ... Dieses Jahr waren wir zu Hause in Australien. Wir lieben es, dort nackt zu baden!" Ja, das kann ich mir vorstellen! Ist er romantisch? "Letztes Jahr habe ich Deb eine Reise nach Mailand geschenkt, und wir haben uns vier Tage lang Möbel angeschaut - das war das Romantischste, was ich je gemacht habe", erzählt er und grinst.

Weniger romantisch: die Geräusche aus dem Nebenraum - dort übt Sohn Oscar, ein Junge mit wilden Locken und wachen Augen, auf dem Didgeridoo. Familie Jackman ist vollzählig angereist, um für die Foto-Ausstellung "Nomad Two Worlds" ihres Freundes Russell James zu werben, in der es um die Aussöhnung von Weißen und Aborigines in Australien geht. "Oscar kommt jetzt in die Pubertät, langsam interessiert er sich für Mädchen", erklärt sein Dad. Bekommt er Tipps vom Papa? "Ich habe keinen Trick drauf. Aber meine Frau hat ihm neulich einen guten Rat gegeben: 'Wenn ein Mädchen so tut, als möge sie dich nicht, findet sie dich eigentlich toll.'" Als Hugh Jackman sich in seine Frau verliebte, war er 26 und ein Nobody - sie aber in Australien ein großer Star und eine Frau, die an einem Toyboy kein Interesse hatte. "Ich habe um sie gekämpft. Mit Crêpes Suzettes, die bringe ich ihr noch heute sonntags ans Bett." Als er das sagt, sieht er wieder wie 26 aus. Und zugleich wie ein Mann, der gelernt hat, eine Frau zu umschmeicheln. Und sei es mit der Pfanne am Herd.

Was liebt er an der Frau, die er so verwöhnt? "Sie hat viel mehr Feuer als ich! Sie ist lustig und immer authentisch." Und egal, wie sehr die Kids sie fordern, so bleibt Deb doch stets gelassen und liebevoll, später, auf der Vernissage. Und sie lacht, schallend laut! Eine gestandene Frau, "hands-on", würden die Australier sagen. Ich frage sie, was das Tolle an Hugh ist. "Sehen Sie, wie er mit unseren Kindern umgeht? Das ist meine Antwort. Außerdem ist er immer ehrlich zu mir, und wir haben den gleichen Humor."

Deb Furness über ihren Mann: "Er ist immer ehrlich zu mir, und wir haben den gleichen Humor.

Deb Furness über ihren Mann: "Er ist immer ehrlich zu mir, und wir haben den gleichen Humor.

Hugh Jackman lässt seine Frau nie aus den Augen. Er beantwortet Fragen, posiert für Fotos mit weiblichen Fans - und bleibt bei aller Freundlichkeit doch zurückhaltend. "Meine Frau und ich sind eine Einheit", hatte er mir erklärt. Er umarmt sie, streichelt ihr den Rücken, sie stecken die Köpfe zusammen, verständigen sich mit kurzen Blicken. Als Jackman eine Laudatio auf Russell James’ Fotos hält, kniet Deb am Bühnenrand. Später kuschelt sich Oscar zu Mama, und Ava klettert auf den Arm von Daddy. "Baby, Ava ist müde", sagt Hugh zu seiner Frau. Es ist 21 Uhr, Schlafenszeit. Bevor die Familie aufbricht, sage ich Deb Furness, dass man beim Anblick von so viel Glück glatt neidisch werden könne. "Honey, ich wünsche dir, dass du deinen Hugh auch bald triffst!", strahlt sie mich an. Meinen nächsten Urlaub habe ich in Gedanken schon gebucht: Australien! Sandra Reitz

Cate Blanchett

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