Hilde Gerg
© Getty Images Hilde Gerg

Hilde Gerg "Seine Zeit war einfach abgelaufen"

Hilde Gerg hat in einem Interview erstmals über den unerwarteten Tod ihres Mannes Wolfgang Graßl gesprochen

Knapp zwei Monate ist es her, dass Hilde Gerg ihren Mann Wolfgang Graßl verlor: Der 40-Jährige erlitt während einer Autofahrt einen Riss der Aorta. Zwar konnte er seinen Wagen noch auf einen Rastplatz lenken, doch jegliche Hilfe kam zu spät.

Jetzt hat die ehemalige Rennläuferin erstmals über den Verlust ihres geliebten Partners gesprochen: "Zeit spielt für mich immer noch keine Rolle, ich nehme sie nicht wahr", sagte sie im Interview mit der "Bunten". Dennoch versuchen Verwandte und Freunde der 34-Jährigen so gut es geht ihr in ein normales Leben zurückzuhelfen. Sie sei sehr dankbar dafür, dass ihre Eltern, Schwiegereltern und Freunde sich um sie kümmern. "Wir trauern gemeinsam und geben uns gegenseitig Hoffnung."

Ihren beiden Kindern, der dreijährigen Anna Barbara und dem einjährigen Wolfgang, versuche sie Normalität zu bieten. Es tue ihr so leid, dass die beiden keinen Papa mehr hätten. Um den Kopf klar zu bekommen, fahre sie öfter mit dem Mountainbike in die Berge und gehe in die Sauna. "Oder ich setze mich vor die Kapelle, die zu unserem Hof gehört, und schaue auf den Watzmann. Das ist für mich ein wichtiger Rückzugsort", so die Witwe.

Obwohl gerade ihr Mann so früh sterben musste, hadere Hilde Gerg nicht mit dem Schicksal: "Wenn ein anderer Autofahrer Wolfgang totgefahren hätte, dann vielleicht. Seine Zeit war einfach abgelaufen, damit müssen wir uns arrangieren."

jgl