Helene Fischer

Ehemaliger Regisseur packt aus

Dass aus Helene Fischer mal ein Superstar wird, hätte ihr damaliger Regisseur der jungen Musicaldarstellerin nicht zugetraut. Fischers Theaterleiterin riet ihr sogar davon ab, Sängerin zu werden

Helene Fischer heute - und 2005.

Helene Fischer heute - und 2005.

Spätestens mit ihrem Hit "Atemlos" wurde Helene Fischer zu einem der größten Stars Deutschlands. Doch noch 2005 glaubte kaum jemand an ihren Erfolg. Gerade erst hatte Helene ihr dreijähriges Studium an der Frankfurter "Stage & Musical School" beendet und erhielt erste kleine Bühnenrollen, unter anderem im Musical "Anatevka" am Frankfurter Volkstheater. Als Tochter des Milchmanns "Tevje", gespielt von Schlagersänger Tony Marshall, stand sie mit Kopftuch und Kittelschürze auf der Bühne.

Der damalige Regisseur der Aufführung, Wolfgang Kaus, erinnert sich noch gut an Helene Fischer. "Ich müsste jetzt wohl sagen: Damals hat man gespürt, dass aus ihr etwas ganz Großes werden würde. Aber das war nicht so", sagte Kaus der "Taunus Zeitung". Stattdessen hat er die junge Helene Fischer eher als Mauerblümchen in Erinnerung. "Sie war ein nicht sehr auffallendes Mädchen." Aber sie sei bereits damals "liebenswert" gewesen und habe ihre "eigene Aura" gehabt.

Fashion-Looks

Der Style von Helene Fischer

Zu Beginn der "Helene Fischer Show" begeistert der Schlagerstar ihre Fans in der Düsseldorfer Messehalle 6 im eleganten, weißen One-Shoulder-Kleid.
Im weinroten Samt- und Leder-Look steht Helene zusammen mit Rainhard Fendrich auf der ZDF-Bühne
Für ihren Auftritt mit Grace Capristo hat sich Helene Fischer mit diesem schwarzen Feder-Dress ein perfektes Show-Outfit ausgesucht.
Besonders sexy im bauchfreien, weißen Neckholder-Jumpsuit zeigt sich Helene Fischer bei ihrer Performance mit dem Darsteller des Falco-Musicals.

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Tony Marshall 2005 als Milchmann "Tevje" in "Anatevka" umringt von seinen Töchtern - die zweite von rechts wird von der blutjungen Helene Fischer gespielt.

Tony Marshall 2005 als Milchmann "Tevje" in "Anatevka" umringt von seinen Töchtern - die zweite von rechts wird von der blutjungen Helene Fischer gespielt.

Eine Szene verbindet der Regisseur bis heute mit Helene Fischer: "Sie saß mal bei einer Probe mit einer weiteren jungen Kollegin und schaute fasziniert zu, was ich tat." Da es für einen Regisseur schwer sei, zu deuten, was seine Schauspieler von ihm denken, "gab mir ihre ungeheure Aufmerksamkeit die Bestätigung, dass meine Arbeit so schlecht nicht sein kann – dieser Augenblick hat mir viel gegeben."

Auch die damalige Theaterleiterin des Frankfurter Volkstheaters, Gisela Dahlem-Christ, erinnert sich an eine unauffällige Helene Fischer: "So eine Karriere, wie Helene sie seitdem gemacht hat, das hätte zu ihrer Zeit bei uns niemand voraussagen können." Damals gab sie der jungen Musicaldarstellerin einen Tipp mit auf den Weg: "Ich riet ihr von der Singerei ab, denn das ist einer der schwierigsten Jobs überhaupt – und dafür war sie mir viel zu schade." Zum Glück hat Helene Fischer diesen Rat nicht beherzigt.

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