Heidi Klum
© Getty Images Heidi Klum

Heidi Klum "Ich will nichts verpassen"

Die tut was. Immer! Heidi Klum engagiert sich in der Familie, im Job und im Kampf gegen Herzkrankheiten bei Frauen. Mit "Gala" sprach sie über ihre Lust auf Action - und wie sie dennoch Stress vermeidet

Achtung, so viel gute Laune steckt an:

Beim Interview in Santa Monica wirkt Heidi Klum strahlend, vital und wahnsinnig fröhlich. Gut, hier in Kalifornien herrschen andere Temperaturen als in Bergisch Gladbach, doch selbst der tiefste Winter könnte der 38-Jährigen nichts anhaben. Sie liebt Skifahren und traditionelle Weihnachten - am liebsten im Schnee.

Neben ihrer sechsköpfigen Familie hat Heidi als Werbe-Ikone und Moderatorin zurzeit so viel um die Ohren wie nie, bereitet gerade auf Hochtouren die siebte Staffel von "Germany’s Next Topmodel" vor und jettet zwischen ihrem Lebensmittelpunkt Los Angeles und ihrer Heimat Deutschland hin und her. Ist sie deshalb gestresst? Nicht die Spur. Mit ihrer Lebensfreude ist sie die ideale Botschafterin für die Initiative "Hör auf dein Herz" der Deutschen Gesellschaft für Geschlechtsspezifische Medizin, die von Coca-Cola light mitgetragen wird. Durch ihr Engagement will Heidi Klum das Bewusstsein für Herzgesundheit bei Frauen stärken und zu einem gesunden Lebensstil motivieren. Ob sie trotzdem bei Weihnachtsbraten und Lebkuchen schwach wird?

Warum engagieren Sie sich gerade für "Hör auf dein Herz"?

Ich finde es wichtig, anderen Leuten zu helfen und auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Herzkrankheiten sind bei Frauen die Todesursache Nummer eins. Das hat mich sehr geschockt, weil ich immer davon ausgegangen bin, dass Krebs die meisten Opfer fordert.

Ein gesunder Lebensstil verlangt Disziplin. Haben Sie die?

Eigentlich bin ich sehr konsequent. Schon wegen meines Jobs: Ich musste schon immer in eine bestimmte Konfektionsgröße passen, gute Haut und Nägel haben. Insofern habe ich mich einfach gesünder ernährt als manche meiner Freundinnen.

Kennen Sie besondere Tricks, um gesund zu bleiben?

Man muss einfach ein ausgewogenes Leben führen. Ich bin nicht jeden Tag im Gym, und ich esse auch nicht jeden Tag nur Salat, Fisch und Gemüse. Es gibt Tage, an denen ich super fettige Sachen esse, weil ich da einfach Bock drauf habe. Geht natürlich nicht jeden Tag. Das geht dann aufs Herz, den Cholesterinspiegel - und die Hüften!

Ihr Job ist auch schon Sport, oder?

Manchmal ist bereits eine Anprobe wie Training. Wenn für ein Format drei Monate gedreht wird, muss ich während der Anprobetage mindestens 40 Hosen an- und wieder ausziehen. Neulich hatte ich ein Shooting auf einem Trampolin, und vor zwei Tagen habe ich ewig an einer Stange getanzt. Ich sitze im Job also nicht den ganzen Tag am Schreibtisch, sondern turne ziemlich viel durch die Gegend.

Schmuckes Ding: Heidi Klum beim Verschönern einer Edeltanne im "Four Seasons Hotel" in Los Angeles. Da vergisst man leicht, dass draußen fast sommerliche Temperaturen herrschen.
© Getty ImagesSchmuckes Ding: Heidi Klum beim Verschönern einer Edeltanne im "Four Seasons Hotel" in Los Angeles. Da vergisst man leicht, dass draußen fast sommerliche Temperaturen herrschen.

Dann brauchen Sie an Ihren freien Tagen ja gar keinen Sport mehr!

Doch, wenn ich zu Hause bei meiner Familie bin, bin ich sehr aktiv. Ob ich nun mit den Kindern Fangen spiele, in den Pool hüpfe oder zusammen mit unseren Schäferhunden Max und Freddy den Berg hoch- und runterlaufe, es ist immer Bewegung drin. Das liegt einfach in meiner Familie. Wenn meine Mutter zu Besuch ist, ist sie auch immer aktiv. Ob sie nun am Stricken ist, die Schränke umräumt oder Möbel rückt, sie sitzt auch nie still.

Verbringen Ihre Eltern viel Zeit bei Ihnen in Los Angeles?

Sehr viel. Viele verdrehen ja die Augen, wenn sich die Eltern ankündigen, und sagen: Oh nein, Weihnachten, da sehe ich die schon wieder! Das finde ich sehr schade. Für mich ist das was ganz Besonderes, und das möchte ich auch an meine Kinder weitergeben.

Achten Sie darauf, wie sich Ihre Familie ernährt?

Wir haben ein Spiel, das wir beim Abendessen öfters machen. Welches Essen ist gut für dich, welches nicht? Meine Kinder wissen: Vollkornbrot ist gesünder als weißer Toast und eine Tomate gesünder als Ketchup.

Und dann wollen sie keine Pizza mehr?

Doch, die wollen sie schon. Aber sie können einen Vollkornteig von einem Weißmehlteig unterscheiden. Sie essen auch Eis, Schokolade und alle möglichen anderen Leckereien - aber erst wenn sie vorher etwas Gesundes gegessen haben. Mein Sohn Johan ist sehr eigen mit seinem Essen. Wenn er sein Gemüse nicht mag, erkläre ich ihm genau, warum er es trotzdem essen muss.

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