Heidi Klum Der Traum vom Glück

Schicke Partys, schöne Kleider, Popstar-Freunde - Millionen Mädchen wollen ein Leben wie Heidi Klum und Co. führen. Doch wie stehen die Chancen, wirklich ein Supermodel zu werden?

Der Traum: Ein paar Millionen verdienen

Heidi Klum, geboren am 1. Juni 1973 in Bergisch Gladbach
Durchbruch: 1992 bei einem Modelwettbewerb von Thomas Gottschalk
Markenzeichen: Ihr unbezwingbares Heidi-Lächeln, gute Laune und Disziplin
Verdienst: 2008 elf Millionen Euro

Der Traum - Millionen verdienen: Heidi Klum
© Getty ImagesHeidi Klum als TV-Moderatorin und an der Seite von Gatte Seal

Ein paar Jahre erfolgreich über die Catwalks stolziert, und schon stehen die Werbekunden Schlange: so wie bei Gisele Bündchen, Claudia Schiffer und - ganz weit vorn - Heidi Klum, die dank lukrativer Verträge mit Coca-Cola, VW, McDonald's, Schwarzkopf oder der Jeansmarke Jordache zur Werbe-Ikone avanciert ist. Bereits 1996 gründete sie die Heidi Klum GmbH und ließ ihren Namen als Marke eintragen. Heute zahlt sich das aus: Allein im Jahr 2008 kassierte die dreifache Mutter aus Bergisch Gladbach mehr als elf Millionen Euro. Außerdem treibt sie mit Quotenhits wie "Germany's NextTopmodel" und der US-Show "Project Runway" ihre TV-Karriere mit Hochdruck voran. Und sie hat noch viel vor: Jüngst verkündete sie, noch mit 80 über den Laufsteg humpeln zu wollen.

Die Wirklichkeit: Schönheit ist nicht genug: Für die meisten Mädchen reicht es gerade mal zu gelegentlichen Jobs, etwa Werbung für Shampoo oder Make-up - ein Leben im Luxus ist damit nicht drin.

Das sagt die Expertin Karen Heumann, Chefstrategin der Werbeagentur Jung von Matt: "Model gleich Werbe-Gagen-Queen, diese Gleichung stimmt so nicht. Potente Werbekunden wollen keine austauschbare Laufsteg-Beauty, sondern Personen, die für eine Botschaft stehen beziehungsweise sie glaubhaft transportieren und eine Geschichte gut erzählen können. Dafür müssen die Models permanent Präsenz zeigen, Persönlichkeit entwickeln und sich selbst als Marke inszenieren."

Der Traum: Trendsetter sein

Agyness Deyn, geboren am 16. Februar 1983 in einem Vorort von Manchester
Durchbruch: Als 16-Jährige gewann sie den Model-Wettbewerb "Face of '99"
Markenzeichen: ihr Rock'n'Roll-Style
Verdienst: 2008 geschätzte 20 Millionen Euro

Der Traum - Trendsetter sein: Agyness Deyn
© Getty ImagesAgyness Deyn mit ihrem Lover, dem "Strokes"-Musiker Albert Hammond und als Model auf dem Laufsteg

Was ein Top-Model heute auf der Straße trägt, imitieren morgen Frauen auf der ganzen Welt. Bestes Beispiel: Agyness Deyn. Sie wirbt für das Traditionslabel Burberry und läuft in Armani-Kreationen über den Laufsteg. Doch privat shoppt sie am liebsten auf dem Flohmarkt: Männerhut, Vintagekleid, bunte Schuhe, dazu kurze, platinblonde Haare und Punk-Attitüde. Klingt wüst, sieht bei der rebellischen Britin aber einfach nur stylish aus. Schon als Teenager fiel sie als Mitarbeiterin einer Imbissbude aus dem Rahmen: mit Glatze. Mittlerweile wählte das britische Magazin "Tatler" Agyness mehrfach an die Spitze seiner "Best dressed"-Liste. Als Stil-Ikone hat die Hobbymusikerin längst Kate Moss abgehängt, und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch sie ihre erste eigene Modelinie entwickeln darf.

Die Wirklichkeit: Normalerweise tragen Models die Klamotten, die andere Menschen für sie raussuchen. Ein eigenes Gespür für Mode besitzen nur wenige. Was Trendsetter außerdem brauchen: Kreativität, Instinkt und eine große Portion Mut.

Das sagt der Experte Marcus Luft, GALA-Fashion-Director: "So wie die Mode nicht dem Mittelmaß folgt, können Mainstream-Schönheiten niemals Supermodels werden. Daher gibt es auch nur wenige wirkliche Trendsetter. Wer nur der neuesten Mode hinterherläuft und nicht seinem Stilempfinden folgt, ist eine Anziehpuppe - und keine Stil-Ikone."

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