Heather Mills

Gegen die Presse

Auf einer Internetseite, die gegen die Berichterstattung britischer Medien agiert, hat Heather Mills ein Forum gefunden - nun wehrt sie sich gegen die Klatschreporter

Heather Mills

Heather Mills

Es waren keine alltäglichen Bilder, die den Paparazzi lieferte. Die nicht als großer Freund der Fotografen und Reporter geltende Ex-Mrs.-McCartney versteckte ihr Antlitz vor den Objektiven der knipsenden Meute hinter einem handgeschriebenem Zettel. Sie flüchtete auf diese Weise ins Auto und fuhr davon. Auf dem Zettel fand sich der Link zu einer Internetseite.

Was hat es damit auf sich?

Ein Blick auf youcare.com verschafft Klarheit. Es handelt sich dabei um eine neue Kampagnen-Seite, welche sich kritisch mit der britischen Klatschpresse auseinandersetzt. Credo der - übrigens anonymem - Macher der Seite: Fighting for truth! Die Berichterstattung der Medien im Vereinigten Königreich soll hier zunächst einmal dokumentiert, und auf diese Weise einer eingehenden Kritik unterzogen werden. In ihrer Absichtserklärung heißt es unter anderem, dass eine Regulierung auf freiwilliger Basis der Presse selbst oder von Seiten der Regierung nichts bewirkten, sondern eine unabhängige Regulierung notwendig sei. Die Berichterstattung im Vereinigten Königreich sei "klar sensationslüstern, unausgeglichen, unfair und oft bösartig".

Kein Wunder, dass die von der UK-Presse nicht immer liebevoll behandelte Heather Mills sich hier wie zu Hause fühlen muss. Die Besucher der Seite haben hier die Möglichkeit, ihre eigenen negativen Erfahrungen niederzuschreiben, es gibt ein Forum und eine Fülle an Verknüpfungen zu ähnlichen Seiten im Netz oder Schriften zum Thema.

Heather Mills und ihr ganz besonderes Verhältnis zur britischen Presse nehmen hier großen Raum ein und tragen einen großen Teil zur Medienkritik bei. Ihr Beispiel wird genutzt, um die vermeintlich ungerechte Hetzkampagne der britischen Presse gegen das ehemalige Model anzukreiden.

Es wird geschildert, dass seit Heather Mills' Trennung von Ex-Beatle im Mai 2006 "fast 5000 negative und verleumderische Artikel" erschienen seien, in denen sie angegriffen worden sei. Die Rolle der Paparazzi wird hier ebenfalls in einem mehr als unschönen Licht dargestellt. Diese lungerten nicht nur vor ihrer Türe herum - was durch ein hinzugefügtes Video dokumentiert wird - sondern würden sie auch in physischer Art angehen. Die Polizei sei "machtlos und nicht Willens, etwas zu unternehmen", die Medien hätten unterdessen ein "romantisierendes Bild der Paparazzi auf dem roten Teppich" kreiert, während diese "ohne jede Integrität" alles verfassten, solange sie nur dafür bezahlt würden.

Am Ende folgt gar ein Aufruf, der durchaus als Imagekorrektur für die in der britischen Öffentlichkeit sehr unbeliebte Heather Mills verstehen werden könnte. "Was auch immer Sie glauben, über Heather zu wissen - das hier ist die Wahrheit. Wachen Sie auf und unterzeichnen Sie unsere Petition." Ob viele Menschen dem Aufruf folgen und eben jene Petition , die sich gegen ungerechte Berichterstattung und Einmischung der Presse in all zu pesönliche Bereiche richtet, unterstützen werden, bleibt abzuwarten.

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