Heath Ledger + Michelle Williams Das erste Jahr ohne ihn

Nach dem überraschenden Tod von Heath Ledger vor einem Jahr musste Michelle Williams lernen, ohne ihren Ex-Verlobten zu leben

Ein Jahr ist seit Heath Ledgers Tod vergangen.

Ein Jahr, in dem Michelle Williams lernen musste, alleine für ihre dreijährige Tochter Matilda zu sorgen. Für das süße Mädchen, das seinem Vater in fast schon unheimlicher Weise wie aus dem Gesicht geschnitten ist.

Wie geht es der Schauspielerin heute? Als erste Reaktion auf Heaths Tod ließ Michelle vermelden, ihr "Herz sei gebrochen". Geheilt ist es bis heute nicht, auch wenn sich die Schauspielerin in Arbeit gestürzt, sich hingebungsvoll um Matilda gekümmert und anscheinend auch den Schritt in eine neue Beziehung gewagt hat. Sie scheint ihr Leben weitestgehend im Griff zu haben. Und was kann man mehr erwarten?

Gespannt, wie sie ihr Leben nach dem Verlust meistert, ist nahezu die ganze Welt. Michelle beklagte sich kürzlich bitterlich darüber, keinen Schritt mehr mit ihrer Tochter unternehmen zu können, ohne von Paparazzi verfolgt zu werden: "Es brennt ein Feuer in mir. Wenn ich sehe, was für einen Mist die Paparazzi gemacht haben, nur um mich oder meine Tochter zu fotografieren. Ich kann es nie vergessen und ertragen werde ich das nie."

Seit Heath Ledgers Tod wird Michelle Williams mit Medienaufmerksamkeit überschüttet. Sei es, wie sie nach der Nachricht vom Tod ihres Ex-Verlobten zurück nach New York reiste, wie sie mit Heaths Familie und engen Freunden am Strand von Perth Abschied nahm oder wie sie sich Monate später händchenhaltend mit dem Regisseur Spike Jonze zeigte: Die Welt wurde umgehend informiert. Ist das verwerflich?

Das Interesse von Fans ist verständlich, zu absurd und erschütternd erschien der frühe Tod des gerade mal 28-jährigen Schauspielers. Unmoralisch wird es sicherlich an dem Punkt, an dem ein Mensch sich in seiner persönlichen Freiheit bedrängt fühlt. Zur Vollständigkeit muss aber hinzugefügt werden, dass Heaths Eltern weniger kamerascheu zu sein scheinen. Nach einer direkten Stellungnahme von Vater Kim meldete sich die Familie zuletzt nach dem Golden-Globe-Gewinn des "Joker"-Darstellers. Auch zu der von den Medien sehnlich erwarteten und prominent besuchten Premiere von "The Dark Knight" erschien die Familie. Vielleicht ist es ihre Art mit der Trauer umzugehen und vielleicht ist es ihnen wichtig, ihren Sohn und Bruder nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Dass Heath Ledgers Tod ein großes Loch in die Herzen der ihm Nahestehenden gerissen hat, ist unbestritten. Michelle Williams und Heaths Familie scheinen damit nur unterschiedlich umzugehen.

Kurz nach dem Tod von Heath Ledger verglich Michelle Williams' Vater Larry den Schauspieler mit einer Kerze, die an beiden Enden brannte. Das führte zwar dazu, dass sie schnell erlosch, doch "was für eine schöne Flamme hat sie erzeugt".

Nach dieser Flamme scheint sich Michelle noch immer zu sehnen. Möglicherweise wird sie es immer tun.