Heath Ledger

Dunkle Nacht der Seele

Heath Ledger litt schon viele Jahre an schweren Depressionen, wird in einer neuen Biografie enthüllt

Was ist in der letzten, einsamen Nacht

seines Lebens passiert? Starb Heath Ledger durch eine Verkettung tragischer Umstände oder beging er Selbstmord? Mehr als neun Monate nach dem Tod des Schauspielers bewegen diese Fragen seine Fans noch immer.

Neue Einsichten in die dunklen Seiten des Heath Ledger liefert jetzt eine Biografie, die gerade in England erschienen ist. In ihrem 300 Seiten starken Buch behauptet die preisgekrönte Journalistin Janet Fife-Yeomans, dass Heath Ledger schon seit Jahren schwer krank war. "Er litt an schweren Depressionen, die nach seiner Trennung von Michelle Williams wieder mit voller Kraft ausbrachen", sagt die Autorin im Interview mit GALA. Trotzdem glaubt sie nicht an die Selbstmordthese: "Er war am Abend vor seinem Tod physisch und psychisch total erschöpft und suchte verzweifelt nach Schlaf. Es war ein tragischer Unfall."

Das Buch der Reporterin des "Daily Telegraph" ist eine spannende Lektüre, weil sie bei ihrer monatelangen Recherche mit vielen Freunden und Verwandten Heaths gesprochen hat. So hat sie herausgefunden, dass auch andere Mitglieder seiner Familie mit Depressionen zu kämpfen hatten und haben. Unter anderem traf sich die Journalistin mit Heath Ledgers Onkel Haydn, der offen über seine Krankheit sprach. "Es macht mir nichts aus, wenn die Leute wissen, dass ich diese Probleme habe. Es ist eine Schande, dass ich so lange auf die richtige Diagnose warten musste", so der 52-Jährige.

Wann "Heath - Die Geschichte einer Familie" in Deutschland erscheint, steht noch nicht fest

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Heath Ledgers Vater Kim verrät in der Biografie, dass er sich Freunden gegenüber immer wieder sehr besorgt über den psychisch labilen Zustand seines Sohnes geäußert hatte - drei Monate bevor dieser im Alter von 27 Jahren an dem tödlichen Cocktail aus verschreibungspflichtigen Medikamenten starb. Und auch enge Vertraute des "The Dark Knight"-Stars berichten in "Heath: A Family's Tale" von extremen Stimmungsschwankungen, unter denen Heath Ledger schon lange litt.

Auch die Liebe konnte Heath Ledger nicht retten, schreibt seine Biografin, die viele Details aus seinen Beziehungen zu Heather Graham, 38, Naomi Watts und Michelle Williams, 28, ausplaudert. Fife-Yeomans zeichnet das Bild eines zurückhaltenden, ja fast schüchternen Mannes mit einer Schwäche für ältere, selbstbewusste Frauen. So wie Naomi Watts, 40, die sich von Ledger ein Kind gewünscht, ihm dann aber doch den Laufpass gegeben habe, weil er sich als zu unreif entpuppte.

Erst nach der Geburt von Töchterchen Matilda, 2, schien Heath seine Depression in den Griff bekommen zu haben. Doch am Ende war es eine Krankheit zum Tode. Ob Selbstmord oder Unfall spielt letztlich keine Rolle. Eine Tragödie war Heath Ledgers Tod allemal - und er wird auch nach der Lektüre dieser Biografie geheimnisumwittert bleiben.

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