Gwyneth Paltrow Offen und ehrlich

Lange wurde über die Ehe von Gwyneth Paltrow getuschelt. Jetzt gibt sie zu: Ja, wir hatten eine Krise

Wahre Stärke besteht oft darin, Schwächen zuzugeben.

Im Fall von Gwyneth Paltrow vergingen Jahre, bevor die US-Schauspielerin sich und der Welt eingestehen konnte, dass auch ihr Leben nicht immer rosarot ist. In einem Interview mit der britischen "Vogue" spricht die zweifache Mutter endlich offen aus, was viele längst vermuteten: Ja, ihre Ehe mit Chris Martin habe in einer schweren Krise gesteckt, speziell nach der Geburt ihres Sohnes Moses im April 2006. In der Zeit habe sie unter postnatalen Depressionen gelitten. "Ich hatte keinerlei mütterliche Gefühle für mein Kind. Nichts. Das war furchtbar", sagt Gwyneth. Und es brachte ihre Ehe unter Druck - obwohl ein endgültiges Aus nie gedroht habe, denn ihr Mann habe ihr die ganze Zeit zur Seite gestanden. Gwyneth: "Mein Problem war, dass ich nie sehen wollte, dass hier etwas nicht richtig läuft. Ich habe immer so getan, als sei alles okay."

Das soll ab jetzt anders werden. In Zukunft will sie sich wieder verstärkt um ihre Familie kümmern. Deshalb ist sie auch in letzter Sekunde von ihrem neuen Filmprojekt "The Danish Girl" abgesprungen. An der Seite von Nicole Kidman hätte sie in ein paar Wochen zu drehen begonnen. Stattdessen aber lässt sie ihren Sprecher ausrichten: "Chris und Gwyneth haben viel Zeit getrennt verbracht. Nun will sie für mehr gemeinsame Zeit mit der Familie sorgen."

Gwyneth selbst erklärte in dem Magazin "Harper's Bazaar": "Als ich den Film absagte, meinte Chris zu mir: 'Du wirst die Entscheidung nicht bereuen.'" Der Satz habe ihr ein weiteres Mal gezeigt: "Er ist etwas ganz Besonderes." Und nicht nur das. Der Coldplay-Sänger verhält sich insgesamt sehr vorsichtig und vorausschauend. Freunde des Paars berichten, dass Gwyneth, kaum war die Krise überwunden, sofort über ein weiteres Baby nachdachte. "Chris findet aber, das ist nicht der richtige Zeitpunkt", so ein Bekannter.

Gwyneth’ Gatte weiß, dass seine Frau dafür zu sehr an ihrer Karriere hängt und ihr eine lange Pause Angst macht. Außerdem erinnert er sich nur zu gut daran, wie sie während der ersten beiden Schwangerschaften gelitten hat.

Auch das ist wahre Stärke: wenn man den Mut besitzt, andere liebevoll an ihre Schwächen zu erinnern.

Nina Anika Klotz