Golden Globe Awards 2
© Wireimage.com Golden Globe Awards 2

Golden Globes Pressekonferenz für goldene Erdkugeln

Zwar gab es keine große Gala, aber trotzdem viele Gewinner - die "Golden Globes" 2008 ehrten große Darsteller, Filme und auch ein paar unbekanntere Gesichter

Das war sie also - die wahrscheinlich ruhigste "Golden Globes"-Verleihung aller Zeiten. Aufgrund des anhaltenden Autoren-Streiks wurden die Gewinner der kleinen Schwester der Oscarverleihung nur in einer Pressekonferenz verkündet, eine große Gala, wie man sie zu diesem Anlass gewohnt ist, fiel aus.

Einen absoluten Gewinner des Abends (beziehungsweise der Pressekonferenz) im Bereich Kino festzustellen ist schwer, haben doch gleich vier Filme zwei Awards abgeräumt. Doch Tim Burtons neuer Film "Sweeney Todd" hat immerhin in den zwei Hauptkategorien "Bester Film/Musical oder Komödie" und bester männlicher Hauptdarsteller gewonnen. Darüber freuen sich Tim Burton und besonders auch Johnny Depp, der den mordlustigen Barbier darstellt.

"Atonement" lag mit sieben Gewinnchancen auf Platz eins der Nominierungsliste, wurde schließlich mit zwei goldenen Kugeln belohnt. Der Hauptpreis "Bester Film/Drama" sowie der Award für die beste Filmmusik gingen an das Rufmord-Kriegs-Drama mit Keira Knightley.

Cate Blanchett kann sich nach zwei Nominierungen über einen "Golden Globe" freuen, sie wurde für ihre Bob-Dylan-Darstellung in "I'm not there" als "beste Nebendarstellerin" ausgezeichnet, musste aber den Preis für die "beste Hauptdarstellerin im Bereich Drama" Julie Christie überlassen. Die 66-jährige freut sich über ihren ersten Award für ihre Rolle in "An Ihrer Seite", ein Drama, das die Krankheit Alzheimer thematisiert.

Auch Daniel Day-Lewis gehört zu den Siegern. Für seine Verkörperung in "There will be blood" gab's die begehrte Trophäe als "bester Hauptdarsteller". Eine Überraschung war die Verkündung der Siegerin der Kategorie "beste Schauspielerin in einem Musical oder Komödie". Viele hatten auf Ellen Page in "Juno" gesetzt, doch Marion Cotillard ("La Vie En Rose") gewann den begehrten Award.

"Bester Nebendarsteller" wurde Javier Bardem für seine Rolle in "No Country For Old Men". Der Film räumte ebenfalls zwei "Globes" ab, gewann nämlich auch in der Kategorie "bestes Drehbuch".

Auch die Literaturverfilmung "Schmetterling und Taucherglocke" kam zu Ehren - und das gleich zweimal. "Bester ausländischer Film" und "beste Regie" gingen an den Film von Julian Schnabel.

Bei den Serien und Fernsehfilmen setzte sich besonders "Longford" gegenüber den Konkurrenten ab. Mit drei "Golden Globes" war der Film der eigentliche Gewinner des Abends. "Longford" ist Fernseh-Porträt über den gleichnamigen Grafen und räumte in den Kategorien "bester TV-Film", "bester Hauptdarsteller/TV" (Jim Broadbent) und "beste Nebendarstellerin in einem TV-Film" (Samantha Morton) ab.

Die Preise für "beste Serie - Drama" und "beste Serie - Comedy" gingen an "Mad Men" und "Extras". Als Drama-Serien-Darsteller wurden Glenn Close für "Damages" und Jon Hamm für "Mad Men" ausgezeichnet. Bei den Comedy-Seriendarstellern konnten sich Tina Frey ("30 Rock") und David Duchovny ("Californication") freuen.