GNTM + Heidi Klum

Heidis Kaltstart

Der Dreh der neuen "Topmodel"-Staffel hat begonnen. Schneetreiben, 26 bibbernde Models und eine gut gelaunte Heidi - "Gala" war beim Auftakt dabei

Und dann noch die Windmaschine. Die macht das Ganze erst richtig unangenehm.

Um die Mittagszeit hat heftiges Schneetreiben in Wiesbaden eingesetzt. Pausenlos fallen dicke Flocken herab und decken das "Germany’s next "-Set mit kaltem Weiß zu. Hier, am Haupteingang des berühmten Kurhauses, findet der erste Drehtag für die neue Staffel der Show statt.

Germany's Next Topmodel

Heidi Klum und ihre Mädchen

Staffel 11  Kaum sind die Castings in Deutschland vorbei, da wird schon wieder geshootet, was das Zeug hält. Hinter der Kamera gibt Heidi Klum ihren in neonpink gekleideten Models Tipps. Der Spaß kommt dabei natürlich nicht zu kurz.
Ganz der Profi: Mit einem prüfenden Blick checkt Heidi Klum die Foto-Resultate ihrer Mädchen. So richtig warm scheint es in Los Angeles jedoch nicht zu sein. Das Topmodel muss sich mit einem flauschigen Mantel warmhalten.
Doch nicht nur hinter der Kamera hält sich Heidi auf. Sie erklärt auch direkt am Shooting-Set, wie man am allerbesten posiert. Sie weiß es ja schließlich.
Das offizielle Jury-Foto ist da: Gemeinsam mit Thomas Hayo und Designer Michael Michalsky sucht Heidi Klum "Germany's Next Topmodel" 2016.

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Gefilmt wird ein Shooting, bei dem die Kandidatinnen auf den Stufen zwischen den Säulen in knapper Abendgarderobe posieren sollen. 26 Mädchen. Ruck, zuck muss das gehen. Jede hat nur wenige Sekunden. Nummer 16 tritt nach draußen. "Bin gespannt, was du dir für Posen überlegt hast", ruft . Dann setzt die Windmaschine ein, damit die Haare der Mädchen auch schön wehen - und bläst dem angehenden Model viel kalten Wind um die Ohren. Ein heftiger Start für die Kandidatinnen. "Ich hatte schon Angst auf den glatten Stufen", gesteht eine später im Gespräch mit "Gala". Vor Aufregung habe kaum jemand während der Nacht im Hotel geschlafen. Um vier Uhr wurden alle geweckt, seit sieben werde fotografiert. Ausgleichende Gerechtigkeit: Nicht nur die Mädchen leiden. Zwar hält ihr deutscher Bodyguard Lars in den Drehpausen immer einen Schirm über die dick eingepackte Heidi, aber sie und Mit-Juror müssen den ganzen Tag in der Kälte stehen, während die wieder zurück ins Kurhaus können.

Glück für den Neuen im Jury-Team, Fotograf , der es wegen Terminproblemen nicht zum Drehstart nach geschafft hat. "Ja, mit so einem Wetter habe ich nicht gerechnet. Ich habe in letzter Minute gepackt, und in New York war es zuletzt etwas wärmer", sagt Hayo zu "Gala". Seine Schultern und seine Wollmütze sind vollgeschneit, in seine Boots hat ihm die Produktion Thermopads zum Wärmen gepackt. Kalte Füße. Da werde es eng, so Hayo, da kühle der ganze Körper fix aus. "Aber so erleben wir hier gleich mal was völlig Normales in der Modebranche. Du schießt ja meistens die Sommersachen im Winter." Heidi hat ebenfalls ein Schuh-Problem. Das Leder an einem der Absätze ihre hochhackigen Stiefel löst sich ab. Als sie sich mit ihren Eltern Erna und zur Mittagspause in einen der vielen Säle des Kurhauses zurückzieht, nimmt sich Aufnahmeleiter Taylan Söl der Sache an und repariert die Stelle mit Klebeband.

Obwohl für die achte Staffel eine neue Produktionsfirma, die ProSieben-Tochter RedSeven Entertainment, den Dreh übernommen hat, um frischen Wind in das Format zu bringen, haben Heidi und Co. für die wichtigsten Posten die alte Crew angeheuert - wie Söl. "Die sind einfach im Thema drin", erklärt Günther Klum. Skurriler Nebenaspekt: RedSeven hat dieses Jahr ebenfalls "Million Dollar Shootingstar" produziert, die Konkurrenz-Show mit . Nachdem die allerdings nun floppte, ist klar, dass Heidi die Model-TV-Queen bleibt. Späte Genugtuung.

Vor dem Drehtag in Wiesbaden reiste Heidi durch Deutschland. Was sie da machte, ist eine der Überraschungen in der neuen "Topmod

Vor dem Drehtag in Wiesbaden reiste Heidi durch Deutschland. Was sie da machte, ist eine der Überraschungen in der neuen "Topmodel"-Staffel. Nach dem Auftakt ging es nach Dubai. Heidi twitterte dieses Foto von sich im Drehdress vom Balkon ihrer Hotelsuite.

Heidi hat jedenfalls am Set ausgezeichnete Laune. Zieht die Mädchen auf ("Dein bester Freund hat dich begleitet? Ihr seid nicht zusammen? Der ist doch nett."), strahlt jeden an, plaudert kurz mit Eltern und Freunden, die von einem beheizten Pavillon aus das Shooting verfolgen. Später, als es bereits dunkel wird, gibt sie noch einigen Schaulustigen an der Absperrung Autogramme. Mutter Erna steht daneben. "Heidi ist immer super drauf, wenn ihre Mum dabei ist", sagt ein Mitarbeiter.

17 Uhr. Es heißt Abschied nehmen. Der Trupp bricht Richtung Frankfurter Flughafen auf. Von dort aus geht es nach Dubai. Der schwarze "Topmodel"-Bus pflügt durch den Schnee. Heidi umarmt ihre Eltern, nimmt in einem VW-Van Platz. Sie ist zufrieden. "Es war superkalt, aber die Mädels haben's prima gemacht." Gleich nach dem Nachtflug wird es am nächsten Morgen in Dubai mit Volldampf weitergehen. Viel Arbeit noch vor dem Weihnachtsfest. Überhaupt liegt mit der Trennung von Seal ein aufreibendes Jahr hinter Heidi. Doch der Auftakt für 2013 - der scheint gelungen.

Hauke Herffs

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