Gerard Butler + Jennifer Aniston Nächtliche Bootstour in Paris

Gerard Butler und Jennifer Aniston verbrachten ein Dinner bei Kerzenschein und gaben damit Anlass zu neuen Spekulationen über die Tiefe ihrer Beziehung. Vielleicht aber auch nur über das Ausmaß der Notwendigkeit, ihren mäßig erfolgreichen Film zu promoten

Nichts wünschen sich Klatschsüchtige sehnlicher, als dass sie endlich ein Paar werden: Jennifer Aniston und Gerard Butler geben schon seit Ewigkeiten in regelmäßigen Abständen Anlass zu wilden Spekulationen um eine Liebesbeziehung. Kein Wunder also, dass nun auch ein nächtlicher Bootstrip in Paris sofort als romantischer Ausflug ausgelegt wurde, schließlich dinierte das vermeintliche Paar bei Kerzenschein auf der Seine. Dass hierbei allerdings auch noch mindestens zehn andere Personen anwesend waren und es sich keinesfalls um ein rein privates Vergnügen gehandelt hat, wird dabei gern verschwiegen - die Nachricht" Jennifer Aniston und Gerard Butler zeigen endlich ihre Liebe" ist viel schöner.

Fakt ist aber, so langweilig es auch klingt: Jennifer Aniston und Gerard Butler waren in Paris, um ihren neuen Film "The Bounty Hunter" (deutscher Titel: "Der Kautions-Cop") zu promoten. Einer der vielen Programmpunkte führte die beiden Schauspieler auch auf das besagte Boot, wo an einer langen Tafel ein Dinner mit geschäftlichen Partnern stattfand. Bei Salat, Hähnchen und Hummer sollen sich Jennifer und Gerard zwar auch gegenseitig berührt und in den Arm genommen haben, aber das ist nichts Neues und auch kein Wunder nach der engen wochenlangen Zusammenarbeit der beiden.

Sind es nur PR-Kniffe?

Dass diese ganze Geschichte nun noch mit einem Bild garniert werden kann, bei dem Butler Aniston bei einem Fototermin beherzt und sehr vertraut von hinten in den Po kneift, das dürfte die PR-Leute von Sony allerdings so sehr freuen, dass sie es selbst eingefädelt haben könnten. Denn der Kinostart von "Der Kautions-Cop" in den USA war nicht preisverdächtig. Das erste Wochenende verbrachte die Komödie, die schon die Kritiker nicht begeisterte, auf Platz Drei der Charts - hinter "Alice im Wunderland", aber auch hinter dem deutlich günstiger produzierten "Diary of a Wimpy Kid" (läuft in Deutschland im August 2010 an). Dabei hatte Sony nicht an großflächiger Vorabwerbung gespart.


Jennifer Aniston erweist sich trotz ihrer großen Beliebtheit als Star in der Öffentlichkeit an der Kinokasse dann doch nicht als Magnet. Das könnte auch daran liegen, dass sie sich in der Rollenwahl inzwischen tief in die seicht-komödiantenhafte Spur begeben hat. Die Zeiten, als sie versuchte, mit kleineren Produktionen wie "Friends with Money" einen Imagewechsel hinzubekommen, sind lange vorbei. Zwei große Boxoffice-Erfolge konnte sie nach "Und dann kam Polly" noch verzeichnen. Einer davon - "Trennung mit Hindernissen" 2006 - basierte auf den Paargerüchten mit Hauptdarsteller Vince Vaughn (sie waren wirklich ein Paar). Der andere - "Marley und Ich" 2008 - flirtete zwar auch mit den Flirtgerüchten, konzentrierte sich aber dann doch auf den niedlichen vierbeinigen Hundedarsteller in der Vermarktung.

Nun tingeln also die beiden Hauptdarsteller pflichtgemäß durch die europäischen Hauptstädte, um das Werk doch noch an den zahlenden Zuschauer zu bringen. Am Montag (29. März) werden sie ihren neuen Film in Berlin vorstellen, danach geht es nach Madrid. Und man fragt sich: Heizen Gerard Butler und Jennifer Aniston die Gerüchteküche weiter an - oder nehmen sie einfach einen Hund mit auf den roten Teppich?

Rachel Brozowski, Claudia Fudeus