George Clooney
© Getty George Clooney

George Clooney Schnell verhandelt

Kaum haben die Autoren in den USA ihre Arbeit wieder aufgenommen, droht ein Streik der Schauspieler. George Clooney und einige Kollegen wollen dies verhindern

Gerade erst sind die Drehbuchschreiber in Hollywood an ihre Schreibtische zurückgekehrt, da naht auch schon das nächste Unheil: Am 30. Juni laufen die Verträge der Schauspieler, vertreten durch die "Screen Actors Guild" (SAG), mit dem Zusammenschluss der Produktionsfirmen "Alliance of Motion Picture and Television Producers" (AMPTP) aus.

Um weitere Arbeitsausfälle in der Unterhaltungsbranche zu vermeiden, haben sich George Clooney, Tom Hanks, Meryl Streep und Robert De Niro etwas Besonderes einfallen lassen: In den großen amerikanischen Tageszeitungen und den Branchenblättern "Variety" und "Hollywood Reporter" haben sie Anzeigen geschaltet, die ihre tarifentlohnten Kollegen animieren sollen, sich rechtzeitig mit den Filmstudios für Verhandlungen an einen Tisch zu setzen. Darin heißt es in einem Abschnitt: "Probleme sind ein wichtiges Diskussionsthema. Sie können nicht gelöst werden, wenn beide Parteien sich nicht zu gemeinsamen Verhandlungen bereit erklären. Wir sollten nicht zu lange warten, da zu viel auf dem Spiel steht."

Die "SAG" ist derzeit jedoch nicht bereit, einen Verhandlungstermin festzulegen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft, Doug Allen, sagte, dass die Gespräche zu einem für die Mitglieder vorteilhaften Zeitpunkt aufgenommen würden. George Clooney merkte an, dass in Hollywood momentan eine große Streikmüdigkeit herrsche. Er gab zu bedenken, dass die Gewerkschaft ihre Position durch eine Verzögerung der Verhandlungen nur verschlechtere.