George Clooney + Bruce Willis

"Twitter führt in den Wahnsinn"

Im "Twitter"-Gewitter verhärten sich die Fronten: Promis wie Demi Moore oder Paris Hilton lieben es, sich im Internet zu präsentieren - doch Stars wie George Clooney oder Bruce Willis können damit so gar nichts anfangen

George Clooney, Bruce Willis

twittert über ihren Urlaub, stellt via "Twitter" ihren Körper zur Schau, und erzählt ihren Fans, wie glücklich sie über Söhnchen Sparrow ist. setzt noch einen drauf und spricht zur Welt, dass Gewalt keine Lösung sei und adressiert nach seiner Prügelattacke Reue-Botschaften per "Twitter" an .

Fast alle Stars nutzen das Internet, um auch die breite Masse an ihren Gedanken teilhaben zu lassen: "Twitter", "Facebook" oder "MySpace" sind da nur einige Möglichkeiten, sich selbst zu vermarkten.

"Twitter"-Profis: Ashton Kutcher und Demi Moore teilen sich ihre Liebe gerne übers Netz mit

"Twitter"-Profis: Ashton Kutcher und Demi Moore teilen sich ihre Liebe gerne übers Netz mit

Wer es mit dem Web 2.0 besonders gut drauf hat, sind und - dank "Twitter" weiß jeder nun, wie sehr sie sich lieben und wo sie sich wann befinden. Dass es noch Promis gibt, die vom "social networking" nicht ganz so viel halten, ist da fast überraschend. Dass es sich dabei dann auch noch um den Ex-Ehemann der Profi-Twitterin Demi Moore handelt, ist umso erstaunlicher.

In einem Interview auf der Hollywood-Premiere seines neuen Films "Surrogates" machte jetzt aber ganz klar, dass die Selbstvermarktung im Internet so gar nichts für ihn ist. Die Frage eines Journalisten, ob er sich bald auch einen Account im beliebtesten Internet-Forum der Promis zulegt, beantwortete er so: "Das ist mehr als fraglich. Ich könnte mich selbst nicht mehr ertragen, wenn ich anfangen würde zu twittern. Es führt in den Wahnsinn!"

George Clooney und Regisseur Jason Reitman outen sich hingegen als echte Online-Gegner

George Clooney und Regisseur Jason Reitman outen sich hingegen als echte Online-Gegner

Im "Twitter-Gewitter" verhärten sich die Fronten, denn auch andere Stars sind mindestens der gleichen Meinung wie Bruce Willis.

Prominente Unterstützung bekommt er mit dieser Auffassung von keinem geringeren als (48). Dieser ist in seiner Wortwahl allerdings noch drastischer. "E! Online" verriet er: "Ich würde mich lieber live im Fernsehen einer Rektaluntersuchung unterziehen, die von einem Typen mit kalten Händen durchgeführt wird, als mir bei 'Facebook' eine eigene Seite einzurichten!"

Der Regisseur von neuem Film "Up In The Air", , pflichtet seinem Star bei und findet, Schauspieler sollten ihr schon von öffentlichem Interesse geprägtes Leben nicht auch noch online zur Schau stellen. "Als Schauspieler gibst du dein Leben schon zu einem bestimmten Grad auf, aber so sehr sollte man es dann doch nicht aufgeben müssen. Ich rede nicht vom roten Teppich. Auf den roten Teppich gehst du, um Fotos von dir machen zu lassen. Aber das Ausmaß, zu dem Schauspieler ihre Leben verstecken müssen und zu dem sie ihre Leben aufgeben, ist unangemessen. Es ist falsch."

Und auch Zac Efron ist trotz seines jugendlichen Alters kein Fan von Facebook und Twitter

Und auch Zac Efron ist trotz seines jugendlichen Alters kein Fan von "Facebook" und "Twitter"

Diese Einstellungen und Aussagen kommen von Menschen älterer Generationen, könnte man nun sagen. Schließlich sind Bruce Willis, George Clooney und Co. nicht mit dem Internethype aufgewachsen.

Daher ist es umso erstaunlicher, dass sogar ein Jungschauspieler wie , der mit dem World Wide Web quasi aufgewachsen ist, sich ebenfalls dagegen wehrt. Auch er weigert sich, sich auf "MySpace", "Twitter" oder "Facebook" ein Profil zu erstellen. Amerikanischen Medienberichten zufolge, möchte er einfach keine privaten Nachrichten an seine Fans schreiben. "Ich lege Wert darauf, dass die Leute nicht wissen, wo ich bin und was ich mache", so der 21-Jährige zu "People". Über die typischen Postings bei "Twitter" sagte er lachend: "Ich bin auf der Toilette, noch immer auf der Toilette, jetzt nehme ich Toilettenpapier, immer noch auf der Toilette." Man lese doch immer wieder das gleiche langweilige Zeug, so abschließend.

Dafür, dass er sich nicht selbst online zur Schau stellt, tun das aber andere für ihn. Trotz seiner Abneigung gegen "Twitter", "Facebook" und "MySpace" ist er aber genau auf diesen Seiten zu finden. Zumindest sein Management scheint eingesehen zu haben, dass vor allem junge Teenie-Idole ohne Internetforen nur halb so erfolgreich wären.

Bei Bruce Willis und George Clooney ist die Sachlage da schon wieder ganz anders. Als gestandene Männer sind sie nämlich auch ohne "Twitter" und "Facebook" cool - gerade ohne sogar umso mehr.

Deborah Landshut

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