Shooting Football
© Olaf Heine /www.shooting-football.com Shooting Football

Fußball-WM 2010 Das Ziel ganz fest im Blick

Echte Fußball-Stars haben mehr zu bieten als stramme Waden: Für eine Charity-Aktion hielten die wilden Kerle unserer Nationalelf ihr Gesicht hin

Flanken, Fallrückzieher, Tore,

jubeln nach dem Sieg, Haltung bewahren nach einer Niederlage: Alles was Profi-Fußballer während ihrer Arbeitszeit machen, findet unter Beobachtung statt. Was nicht heißt, dass sie sich automatisch vor jeder Kamera wie Models präsentieren: "Die wenigsten posieren richtig gern", sagt der Berliner Fotograf Olaf Heine, der seit Jahren Schauspieler, Musiker und Spitzensportler ablichtet. Für eine Charity-Aktion hielt er Spieler unserer Nationalelf vor der Weltmeisterschaft 2010 in eindrucksvollen Porträts fest.

Wenig Pose - viel Mensch. Einige der Männer kannte Heine schon von früheren Projekten. In Werbe-Shootings beispielsweise hatte er Vertrauen zu ihnen aufgebaut. Manche Vereine wie der Hamburger SV oder Bayer Leverkusen unterstützten ihn bei der Suche nach Kandidaten aktiv, andere waren eher skeptisch. "Wir haben sehr viel Zeit damit verbracht zu verhandeln", sagt er.

Für die Charity-Aktion "Shooting Football" (www.shooting-football.com) fotografierte Starfotograf Olaf Heine fast ein Jahr lang Spitzenfußballer.
© Olaf Heine /www.shooting-football.comFür die Charity-Aktion "Shooting Football" (www.shooting-football.com) fotografierte Starfotograf Olaf Heine fast ein Jahr lang Spitzenfußballer.

Die Hartnäckigkeit hat sich gelohnt. Bei seiner Reise durch Deutschland bekam Heine 24 Fußball-Idole vor die Kamera. Anders als bei Werbe-Shootings verzichtete er auf eine umfangreiche Ausrüstung und ein großes Team. In nur zehn bis 15 Minuten pro Shooting machte er jeweils sechs oder sieben Aufnahmen, nutzte dafür seine alte Großbildkamera mit langen Verschlusszeiten: "Ich wollte die Konzentration der Spieler zeigen." Besonders begeistert hat ihn HSV-Star Marcell Jansen und dessen "entschlossener Blick". Besonders dankbar ist er dem neuen Kapitän der Nationalelf, Philip Lahm. "Der hat ja eine eigene Stiftung, mit der er Kindern und Jugendlichen hilft. Dass er trotzdem bei mir mitgemacht hat, rechne ich ihm sehr hoch an."

Inzwischen sind die Bilder gerahmt und warten darauf, in einer Auktion für den guten Zweck versteigert zu werden. Olaf Heines Teilzeit-Models machen wieder das, was sie am allerbesten können - Fußball spielen. Da der Fotograf auch Fan der Nationalmannschaft ist, hofft er auf Großes in Südafrika: "Einfach alles ist möglich!" Wer die entschlossenen Blicke auf seinen Aufnahmen sieht, wird ihm zustimmen.

Das Projekt


Für die Charity-Aktion Shooting Football fotografierte Olaf Heine fast ein Jahr lang Spitzenfußballer. 24 der dabei entstandenen Aufnahmen werden vom 25. Juni bis 11. Juli in der Ber­liner Galerie Hiltawsky gezeigt (Tucholskystr. 41, www.hiltawsky.com ). Das Besondere: Alle Motive können ersteigert werden. Der Erlös geht an die Stiftung "Amandla Ku Lutsha", die afrikanische Waisenkinder durch Sportangebote fördert. Die Auktion läuft - parallel zur Ausstellung in Berlin - bei Ebay auf der Seite "Stars & Charity".



Alexander Stilcken

Weiter zur nächsten Seite
Übersicht zu diesem Artikel
  • Seite 1 / 6