Frank-Walter Steinmeier
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Frank-Walter Steinmeier Nierenspende für seine Frau

Frank-Walter Steinmeier wird in den nächsten Tagen seiner kranken Frau Elke Büdenbender eine Niere spenden

Seit Jahren leidet die Frau von SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier an Nierenschwäche. Anfang 2010 verschlechterte sich ihr Zustand so stark, dass sie nun eine Organtransplantation benötigt. Da die Wartezeiten für Spendernieren sehr lang sind, hat Steinmeier sich entschlossen, seiner Frau Elke Büdenbender selbst eine Niere zu spenden.

In einer Pressekonferenz am Montag (23. August) sagte er laut "spiegel.de", dass er sich für einige Wochen aus der Politik zurückziehen werde. "Sie haben sicherlich Verständnis dafür, dass ich deshalb für einige Wochen nicht auf der politischen Ebene aktiv sein werde". Die Operation für die Verpflanzung der Niere solle im Laufe dieser Woche stattfinden und noch heute werde er sich in medizinische Obhut begeben. Steinmeier gehe davon aus, dass er im Oktober wieder seine Arbeit aufnehmen werde und betonte ausdrücklich, dass er sich nicht aus der Politik zurückziehen werde. "Sie werden mich hier in alter Frische wiedersehen", betonte der Sozialdemokrat. Die Führung von Fraktion und Partei sei informiert, fügte Steinmeier hinzu. Er habe Fraktionsvize Joachim Poß gebeten, während seiner Abwesenheit die Amtsgeschäfte zu übernehmen.

In der Pressekonferenz bat der Fraktionsvorsitzende die Medien angesichts der Erkrankung seiner Frau darum, seine Privatsphäre zu respektieren und Nachfragen zu unterlassen. Zu gegebener Zeit werde er die Öffentlichkeit über Neuigkeiten informieren.

Frank-Walter Steinmeier und die 48-jährige Verwaltungsrichterin Elke Büdenbender sind seit 1995 verheiratet und haben eine 14-jährige Tochter. Büdenbender hatte sich damals gegen den Willen ihres Mannes dazu entschieden, ihren Familiennamen zu behalten.

kma