Fiona Shackleton

Eine wird gewinnen

Fiona Shackleton ist Englands gefürchtetste Scheidungsanwältin. Nach Prinz Charles und Paul McCartney vertritt sie jetzt Cheryl Cole

Wie auch immer es ausgeht

: Siegerin im Scheidungsfall Cole gegen Cole wird ohne Zweifel Fiona Shackleton sein. "Am Ende gewinnen immer die Anwälte", sagt die britische Starverteidigerin trocken und ehrlich. Fiona Shackleton berechnet ihren oft prominenten und stets exorbitant gut betuchten Klienten 600 Euro Beratungshonorar - pro Stunde. Bis das Vermögen des englischen Premier-League-Fußballers und der Popsängerin aufgeteilt und die vierjährige Ehe rechtmäßig für geschieden erklärt sein wird, klingeln bei Mrs. Shackleton ordentlich die Kassen. Auch bald-wieder-Tweedy wird dank ihrer Anwältin vermutlich einen guten Schnitt machen.

Scheidung

Alles hat ein Ende

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40

Ein Bild aus glücklichen Tagen: Sängerin Cheryl Cole, die von ihrem Ehemann Ashley Cole betrogen wurde, will die Scheidung und h

Sängerin Cheryl Cole, die von ihrem Ehemann Ashley Cole betrogen wurde, will die Scheidung.

In ihrem bislang wohl spektakulärsten Fall hat Shackleton ihrem Mandanten mehr als 100 Millionen Euro gespart: Sir hatte die Anwältin von der Kanzlei Payne Hicks Beach angeheuert, um ihn im Scheidungsprozess gegen zu vertreten. Die forderte 138 Millionen Euro. Fiona Shackleton überzeugte die Richter, ihr lediglich 26 Millionen zuzusprechen. Die erboste rächte sich mit einer Karaffe Wasser, die sie der Anwältin im Gerichtssaal über den Kopf goss. Shackletons souveränes Siegerlächeln ließ sich dadurch allerdings nicht wegwaschen. Nicht immer reagiert die Gegenseite so negativ auf Fiona Shackleton. etwa schickte der Anwältin von nach Prozessende einen Blumenstrauß, um ihr für Fairness und Diskretion zu danken. Zwar schmerzte es Diana, dass sie ihren Titel "Her Royal Highness" ablegen musste. Auch die knapp 19 Millionen Euro, die ihr zugesprochen wurden, waren ihr nicht genug. Aber: Mrs. Shackleton hatte verhindert, dass die Scheidung des englischen Thronfolgers und seiner Frau zu einer hässlichen, öffentlichen Schlammschlacht verkam.

Die feine englische Art wurde Shackleton quasi in die Wiege gelegt. Als Tochter eines Bankiers und der Erbin eines Lebensmittelimperiums besuchte sie nur die besten Schulen den Landes - glänzte dort allerdings nicht mit ihrer Leistung. Ehemalige Mitschüler beschreiben sie als "leicht übergewichtiges Mädchen mit extrem ausgeprägtem Upper-Class-Akzent und einer rauen Stimme". Später studierte sie halbherzig Jura, weil sie, wie sie selbst sagt, für ein Medizinstudium nicht schlau genug war. Mit Ach und Krach schaffte sie ihren Abschluss und entschied dann zunächst, ihrer Leidenschaft nachzugehen, dem Kochen.

Erst nach mehreren Jahren als Haute-Cuisine-Caterer versuchte Shackleton sich als Anwältin. "Ich habe mich für Eherecht entschieden, weil ich das noch am ehesten verstand", kokettiert sie. "Man braucht als Scheidungsanwältin nicht viel, nur ein eisernes Rückgrat und eine Menge Charme." Außerdem lässt sie sich weder von großen Namen noch von Titeln einschüchtern. Ihr erster aufsehenerregender Fall war die Scheidung von und Fergie. Auf seine Empfehlung wurde sie der Rechtsbeistand von dessen Bruder Charles und berät heute sowohl die Prinzen Harry und William. Für die Mutter zweier erwachsener Töchter ist Scheidungsanwältin übrigens wirklich nur ein Beruf. Persönlich hält sie nichts von Trennungen; sie ist seit über einem Vierteljahrhundert verheiratet. "Glauben Sie mir: Ich arbeite hart an dieser Ehe", sagt die Anwältin. "Eine Scheidung ist etwas Fürchterliches. Das ist das Letzte, was ich für mich wollte."

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