Fiese Kritik am Kölner "Tatort": Til Schweiger
© Getty Images Til Schweiger

Fiese Kritik am Kölner "Tatort" Hans Sarpei nimmt sich Schweiger zur Brust

Der "Tatort" vom Sonntagabend war, nun ja, umstritten. Til Schweiger sieht das anders. Er schwärmt von seinem Regisseur und pöbelt gegen Kollegen und Journalisten. Hans Sarpei übt dafür Kritik an Schweiger.

Update

Til Schweigers Post sorgt ganz schön für Aufruhr. Seinen Regisseur zu loben, ist ja okay, aber Kollegen aus den Konkurenz-Tatorten schlecht machen - das geht einigen zu weit. Jetzt meldet sich Hans Sarpei zu Wort, der Tils Kritik nicht angebracht findet. Ebenfalls auf Facebook nimmt der ehemalige Fußballer Stellung zu der aktuellen Situation und teilt dem Schauspieler und Regisseur ganz klar mit, was er von seinen kritischen Worten hält: "So sehr ich dich als Filmemacher, Schauspieler, Tausendsassa & Co. schätze, so sehr frage ich mich, warum du andere Schauspieler- und Regie-Kollegen vom Tatort schlecht redest. Glaubst du wirklich, dass du deine Position stärkst, indem du Kollegen öffentlich angehst? Ich denke nicht. Und ich denke, dass du dies eigentlich nicht nötig hast." Gemeint sind Dietmar Bär und Klaus Behrendt aus dem Kölner Tatort, die Til Schweiger in seinem Post als "zwei moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen, oder ein Bier vor einem bayrischen Imbiss zocken" bezeichnet.

Til Schweiger polarisiert, und seine "Tatorte" gleich mit: Für seine letzten beiden Krimis musste der Schauspieler viel Kritik einstecken. Doch er selbst hält seine neue "Tatort"-Folge nach eigenen Worten für bahnbrechend - und die Kritiker für ahnungslos. Der Filmemacher und Kommissar-Darsteller im Hamburger "Tatort" veröffentlichte bei Facebook einen Verehrerbrief an den Regisseur des TV-Krimis, Christian Alvart: "Ich, Til Schweiger, feier dich jetzt mal richtig derbe ab!!!" Des Weiteren attestiert Schweiger ihm, mit der am Sonntag ausgestrahlten Folge "ein Stück deutsche Fernsehgeschichte" geschaffen zu haben: "Kompromisslos, atemlos, viril, phantastisch für das schmale Geld."

Über die Kritiker schreibt der 52-Jährige: "Wenn sie ehrlich wären, würden sie zugeben, dass du was aussergewöhnliches geschaffen hast!! Das kriegen sie aber nicht hin, weil sie schwach und klein sind!" Er selbst habe viel mehr Ahnung von Filmkunst als die meisten "Trottel", die darüber schrieben. Bei Facebook erhielt der Post neben mehreren Hundert Likes auch zahlreiche kritische Kommentare.

Schlechte Einschaltquoten

Beim Publikum kam der Krimi mit Schweiger für "Tatort"-Verhältnisse schlecht an: Nur 7,69 Millionen Zuschauer interessierten sich ab 20:15 Uhr für "Fegefeuer". Der erste Teil hatte zwei Tage zuvor mit 8,24 Millionen Zuschauern für "Tatort"-Verhältnisse auch schon unterdurchschnittlich abgeschnitten.

Das Verhältnis zwischen Til Schweiger und Film- und Fernsehkritikern ist angespannt. Der Regisseur und Schauspieler verzichtet oft darauf, seine Filme zu regulären Pressevorführungen vor dem Start zugänglich zu machen.