"Es wurde alles falsch dargestellt": Ex-DSDS-Kandidatin Jasmin
© RTL Ex-DSDS-Kandidatin Jasmin

"Es wurde alles falsch dargestellt" DSDS-Jasmin klagt an: So dreist werden die Sendungen manipuliert

Am Samstag flog DSDS-Kandidatin Jasmin aus der Show. Nun erzählt sie, was wirklich passiert, wenn die Kameras aus sind

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Vergangenen Samstag war für DSDS-Kandidatin Jasmin Scholz (Künstlername: Stella Joyce) der Traum vom Superstar geplatzt. Die Rockabilly-Sängerin musste nach nur einer Runde beim Recall auf Jamaika bereits wieder ihre Koffer packen. Mit Recht – sieht man sich die Sendung und den nicht gerade glanzvollen Auftritt von Jasmin und ihren zwei Mitkandidatinnen einmal genauer an. Unsichere Stimmen, zu hohe Töne, falscher Song. Doch wie jetzt herauskommt, war der Rausschmiss vielleicht doch nicht so gerechtfertigt. Gegenüber GALA packt Jasmin aus, wie es wirklich läuft, wenn die Kameras bei DSDS nicht laufen.

Falsche Darstellung?

"Es wurde so dargestellt, als wären wir total schlecht gewesen. Aber ganz so dramatisch, wie es im Fernsehen war, war es in der Realität nicht. In der Sendung sah man zum Beispiel, wie Dieter unseren Auftritt unterbrach. Das war aber gar nicht der Fall, wir wurden nicht unterbrochen, sondern konnten das Lied ganz normal zu Ende singen. Auch, dass wir angeblich direkt nach dem Auftritt rausgeflogen sind, stimmt nicht. Es wurde so dargestellt, als hätte uns die Jury, weil wir so schlecht waren, ausnahmsweise früher rausgeworfen. Wir sind aber ganz normal nach unserem Song nach hinten gegangen, dann kamen die Auftritte der anderen Kandidaten und erst am Ende wurde uns allen in Gruppen die Entscheidung verkündet", erzählt sie.

"Es wurde alles falsch dargestellt": Jasmin alias Stella Joyce
© Jasmin ScholzJasmin alias Stella Joyce

Die Nagel-Designerin kritisiert nicht nur, dass die Szene dementsprechend geschnitten wurde, sie prangert auch an, dass ihr Scheitern mit Absicht vor Ort herbeigeführt wurde.

Extra falsche Tonlage?

"Der Song 'Du kannst nicht mal richtig lügen' von Andrea Berg wurde uns zugeteilt. Eigentlich ist Schlager gar nicht mein Ding. Zwei Gesangslehrer kamen dann mitten in der Nacht zu uns und meinten, wir sollen den Song doch zwei Töne höher singen. Wir haben das dann auch probiert, waren aber der Meinung, dass der Song dann zu hoch ist und sich das nicht mehr gut anhört. Die Gesangslehrer haben sich aber nicht davon abbringen lassen und einfach über unseren Kopf hinweg entschieden. Genau das war dann in unserem Auftritt das K.O.-Kriterium. Anschließend habe ich der Jury gesagt, wie es war, aber das wurde natürlich auch komplett rausgeschnitten."

Auf Anfrage äußert sich RTL gegenüber GALA zu der Situation folgendermaßen: "Kandidaten, die nicht weiterkommen, sind verständlicherweise oft enttäuscht. Nicht für jeden liegt das Ausscheiden aus dem Wettbewerb jedoch am eigenen Gesang." Und auch für die angeblich falsche Darstellung hat der Sender eine Erklärung: "Die Auftritte werden allein aus Zeitgründen nie komplett gezeigt, sondern immer geschnitten. Das Urteil der Jury wird dabei inhaltlich nicht verändert."