Drew Barrymore

Wie nah tanzt sie am Abgrund?

Drew Barrymore taumelt derzeit von einer wilden Party zur nächsten - offenbar aus Frust über ihre gescheiterte Beziehung mit Fabrizio Moretti. Familie und Freunde befürchten nun einen Drogen-Rückfall

Drew Barrymore

Hämmernde Bässe, pulsierendes Licht, ekstatische Stimmung:

Im angesagten Nachtclub "Echo Park" brennt die Luft. Auch ist in bester Partylaune, taumelt wie in Trance über die Tanzfläche und scheint an diesem Aprilabend alles andere als nüchtern zu sein. Immer wieder nippt sie am Plastikbecher, in dem eine klare Flüssigkeit glitzert. Wasser oder Wodka Tonic? "Es war wirklich nur Wasser", lässt Pressesprecherin kurz nach Veröffentlichung der irritierenden Fotos in einem Statement verlauten. Das würden wir ihr gern glauben...

Fakt ist aber: Sowohl Familie als auch ihre engen Vertrauten sind derzeit in großer Sorge. Sie befürchten, dass die Schauspielerin erneut im Alkohol- und Drogensumpf versinken könnte. Ausgerechnet , die bereits als Neunjährige ihren ersten Vollrausch hatte, vier Jahre später kokainabhängig war und sich kurz darauf in einer Reha-Klinik wiederfand. Ausgerechnet Drew -­ die Kämpferin, die trotz ihrer Suchtvergangenheit eine beeindruckende Hollywoodkarriere vorweisen kann und daher als leuchtendes Beispiel für einen erfolgreichen Entzug gilt. Meisterregisseur , 60, soll seine Patentochter laut Insiderinformationen inzwischen zu einem Vier-Augen-Gespräch zitiert haben, um ihr ins Gewissen zu reden. Denn seit der Trennung von Anfang des Jahres ist die 32-Jährige offenbar völlig außer Rand und Band. Sie zieht von einer wilden Party zur nächsten und schaut dabei auffallend tief ins Cocktailglas.

Nach außen hin gibt Drew sich fröhlich, aber innen drin sieht es ganz anders aus

Drew Barrymore ganz aufgedreht: Aber ist ihr Lachen wirklich echt?

Drew Barrymore ganz aufgedreht: Aber ist ihr Lachen wirklich echt?

Die Trennung hat Drew sehr verändert. Sie wirke "extrem überdreht und ruhelos", verrät eine enge Freundin GALA. "So, als ob sie vor etwas davonlaufe und gleichzeitig auf der Suche ist." Heute New York, übermorgen Las Vegas und danach ein Kurztrip mit Busenfreundin , 34, nach Hawaii, wo beide gemeinsam genüsslich Joints rauchen. Außerdem hat Drew in den vergangenen Wochen stark abgenommen ­ nur die Folge eines "Diät-Paktes", den sie im Februar mit geschlossen haben soll, damit beide ihr perfektes "Date-Gewicht" erreichen, oder doch eher ein Zeichen dafür, wie schlecht es ihr in Wirklichkeit momentan geht? Offenbar sitzt der Schmerz über das Scheitern ihrer rund fünf Jahre andauernden Beziehung mit dem 26-jährigen Strokes-Schlagzeuger viel tiefer als sie öffentlich zugeben will. Die Tatsache, dass sie die Hoffnung auf ein Liebes-Comeback mit ihrem Ex-Verlobten bis heute nicht aufgegeben hat, macht es Drew garantiert nicht leichter, mit ihrer aktuellen Lebenssituation fertig zu werden. "Mal sehen, was die Zukunft bringen wird", orakelte der "Mitten ins Herz"-Star kürzlich in einem Interview. "Viele ehemalige Paare finden nach einer Trennung wieder zusammen. Auch wir könnten erst einmal getrennte Wege gehen, an unseren Problemen arbeiten, und dann mit einer frischen Perspektive wieder zusammenkommen." Sie sei jedenfalls immer noch "total verknallt" in Fabrizio ­- und das, obwohl er ihr das Herz gebrochen habe.

Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Drew Barrymore und Fabrizio Moretti

Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Drew Barrymore und Fabrizio Moretti

Keine Frage, Drew macht derzeit eine brenzlige Phase durch. "Gerade in persönlichen Lebenskrisen ist die Gefahr eines Drogenrückfalls besonders groß", bestätigt Suchtexperte von der Hamburger Asklepios-Klinik. Dass sie ausgerechnet in ihrem jetzigen psychisch labilen Zustand in Clubs, wo an jeder Ecke die Versuchung lauert, die Nächte durchtanzt, berge selbstverständlich große Risiken. Wobei man sich besorgt fragen muss, ob es nicht ohnehin längst zu spät ist. Reicht nicht der berühmt-berüchtigte einzige Tropfen, um einen jahrelang trockenen wieder in einen aktiven Alkoholiker zu verwandeln? Nicht unbedingt, beruhigt . Zwar gelte nach wie vor die Faustregel "einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker", aber eben nicht bei jedem. "Es gibt tatsächlich Menschen, die Substanzen, von denen sie früher einmal abhängig waren, nach einem erfolgreichen Entzug in kontrolliertem Rahmen konsumieren können, ohne erneut süchtig zu werden."

Ob und ­ wenn ja ­- wie lange es im Fall Barrymore noch beim Alkoholkonsum in "kontrolliertem Rahmen" bleibt, weiß im Moment keiner so genau. Macht sie weiter wie bisher, ist ein erneuter Absturz aber wohl unvermeidlich. Was die von Liebeskummer geplagte Drew jetzt braucht, sind keine Partyexzesse, sondern Menschen, bei denen sie sich anlehnen kann und die ihr neue Kraft geben. Ob Cameron Diaz zu diesen Menschen zählt, darf bezweifelt werden. Freunde tuscheln bereits, dass Ex zurzeit keinen besonders guten Einfluss auf Drew hat. Im Gegenteil: Sie soll ihre Freundin sogar dazu ermuntern, Joints zu rauchen, über die Stränge zu schlagen und es gemeinsam mit ihr auf Partys krachen zu lassen. "Cameron ist im Augenblick selbst viel zu sehr durch den Wind, um anderen eine Stütze zu sein", verrät ein Vertrauter. Der Grund: Bis heute habe sie es nicht geschafft, sich emotional endgültig von zu lösen.

Kriegt Drew Barrymore tatsächlich noch einmal die Kurve? Wie viel für sie privat und beruflich auf dem Spiel steht, weiß sie wohl selbst am besten. Denn noch läuft für die Schauspielerin und Gelegenheitsproduzentin karrieretechnisch alles rund. Anfang Mai startet das Pokerdrama "Lucky You" in den US-Kinos ­ und der Kosmetik-Riese CoverGirl machte Drew gerade zum neuen Werbegesicht, da sie mit ihrer "natürlichen Schönheit und energie-geladenen Ausstrahlung" perfekt zum Unternehmen passe. Ein lukrativer Vertrag, der sofort platzten würde, wenn sie tatsächlich wieder rückfällig werden sollte. Vielleicht lösen sich ihre Probleme aber auch von ganz alleine. Denn Fabrizio Moretti signalisierte jüngst, dass er es sich durchaus vorstellen könne, wieder mit seiner Ex zusammenzukommen. Ein Happy-End durch die Kraft der Liebe? Hoffentlich...

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